Zur Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt Bergisch Gladbach findet am Donnerstag, dem 21.03.2013 um 17:00 Uhr im Rathaus Bensberg eine gemeinsame Sitzung des Infrastrukturausschusses und des Ausschusses für Umwelt-, Klimaschutz und Verkehr statt. Die Ausschüsse sollen beschließen, die Verwaltung mit der Fertigstellung des Abwasserbeseitigungskonzeptes zu beauftragen.

Der BP6450-Vorentwurf

Der BP6450-Vorentwurf

Nach Kenntnis der Bürgerinitiative Lustheide sind im vorgelegten Antrag zur Beschlussfassung die Pläne und Kosten für die Abwasserbeseitigung des ursprünglich geplanten Gewerbegebietes Lustheide (Bebauungsplan BP 6540) ausgewiesen.

Trotz eindeutiger Signale der Politik, diesen Bebauungsplan nicht mehr in der dargestellten Größe weiter zu verfolgen, soll das Abwasserbeseitigunskonzept auf  Grundlage dieses Bebauungsplanes fortgeschrieben werden. Sowohl diese Beauftragung als auch die ausgewiesenen Kosten sind beim aktuellen Planungsstand unangemessen.

Insgesamt dürften sich allein die Kosten für die Abwasserversorgung des geplanten Gewerbegebietes auf weit über 1,4 Mio. Euro aufaddieren. Übliche Kostensteigerungen bei Bauprojekten sind selbstverständlich noch nicht berücksichtigt. Die Kosten für die Investitionen in den Kanalbau trägt wie immer, na wer wohl?

Weitere, enorme Kosten zur Erschließung (wie z.B. Neubau einer für Schwerlastverkehr geeigneten Straße;  Ankauf, Abriss und Entsorgung eines Mehrfamilienwohnhauses für die Erschließungsstraße; Rodung von Waldflächen) wären noch zu erwarten.

Soll mit dem Abwasserkonzept der zukünftige Ausbau eines mit hoher Wahrscheinlichkeit unwirtschaftlichen Gewerbegebietes Lustheide vorbereitet werden?!

Warum lässt die Stadt Bergisch Gladbach Konzepte und Kosten für ein Gewerbegebiet ermitteln, das angeblich in gezeigter Größe überhaupt nicht realisiert werden soll?

Können wir uns noch darauf verlassen, dass Politik und Verwaltung tatsächlich an einer Konsensfindung mit den Bürgern interessiert sind?

Die Bürgerinitiative Lustheide fordert die Ausschüsse auf,  die das geplante Gewerbegebiet Lustheide betreffenden Maßnahmen aus der Beschlussvorlage zum  Abwasserbeseitungskonzept herauszunehmen!

Weitere Informationen:

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Lustheide

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1 Kommentar

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  1. Offensichtlich hat die Verwaltung bei der Vorlage einen großen Fehler gemacht. Tatsächlich entspricht die Abbildung in der Vorlage über das Abwasserbeseitigungskonzept für das Gewerbegebit Lustheide nicht dem BP-Plan, wie er von der Verwaltung dem Stadtrat vorgschlagen wurde. Ein ziemlich peinlicher Fehler, der in Lustheide nicht das erste Mal geschehen ist.
    Selbst wenn man die „Karte“ nun austauschen will, ändert es nichts an dem Vorhaben der Verwaltung, an entsprechender Stelle ein Gewerbegebiet auszubauen. Die Erschließungsfläche wird im Text der Vorlage (nicht Karte) mit 6,6 ha angeben. Dafür werden ca. 1,4 Miillionen € Kosten angesetzt. Da geht es nicht nur um falsch abgebildete Karten, sondern um deutlich mehr. Es handelt sich wohl nicht nur um einen Fehler in einer Karten, sondern dann wohl auch um einen Rechenfehler, oder doch nicht? Will man diese Summe doch dort in den Sand setzen und verfolgt das Großgewerbegebiet Lustheide weiterhin? Irgendwie glaube ich nicht so recht daran, dass man den Kartenfehler nun schon ein zweites Mal „ganz versehentlich“ gemacht hat.