Diana Rappenhöner, Bernd Mathies, Johannes Zenz, Ute Unrau

„Kein Glas im Straßenkarneval in ganz Bergisch Gladbach“, mit diesem Appell ziehen Diana Rappenhöner vom Festkomitee Bensberger Karneval (FBK) und Ordnungsamtschefin Ute Unrau an einem Strang. Denn jecke Tage mit Kölsch, Cola oder Wasser aus Plastikgläsern ist die Wunschvorstellung der Organisatoren des Rathaussturms sowie der Ordnungsbehörde. Am Donnerstag (27.02.2014) wird um 11.11 Uhr traditionell das Rathaus in Bensberg gestürmt.

Zum dritten Mal gibt es die Auflage seitens der Stadt, dass an den Getränkeständen rund um die Bühne im Innenhof des Bensberger Rathauses nur Plastikgläser für den Ausschank verwendet werden. „Wir haben gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Festkomitee-Sprecherin Diana Rappenhöner. „Die Jeckinnen und Jecken machen bei der Aktion gerne mit“, bestätigt auch der 1. Vorsitzende des FBK, Bernd Mathies.

Die Plastikindustrie hat aufgeholt

Aber nicht nur die zahlreichen Gäste in Bensberg sollen für das Thema „Kein Glas“ sensibilisiert werden. „Wir würden uns wünschen, wenn die Bürgerinnen und Bürger durch die Presseberichterstattung auch entlang der Züge auf Gläser und Glasflaschen verzichten“, betont Ute Unrau. Immer mehr Gläser gibt es aus stabilem Plastik zu kaufen: ob Kölschstange, Weizenglas oder Sektkelch – die Plastikvariante sieht verblüffend echt aus und auch das Getränk selbst schmeckt daraus nicht viel schlechter.

„Es ist aus Sicherheitsgründen besser, wenn die Besucherinnen und Besucher der Karnevalszüge Gläser und Glasflaschen Zuhause ließen“, erläutert Ute Unrau. Denn fällt einmal ein Plastikglas zu Boden, so ist es selten zerbrochen. „Und bei den Kindern besteht dann nicht die Gefahr, dass sie beim Kamelle-Sammeln in Bruchglas greifen.“

Im Rahmen dieser Aktion weist das Jugendamt noch mal auf die Aktion „Tanzen statt Torkeln“ hin. Schon seit über zehn Jahren gibt es diese kreisweite Aktion. Ziel ist, dass Erwachsene gegenüber den Kindern und Jugendlichen verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen. Das heißt ganz konkret und in erster Linie: Kein Alkohol an unter 16-Jährige.

An Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren nichts Hochprozentiges

„Wir haben jährlich Zunahmen von jungen Menschen, die mit der Diagnose Alkoholvergiftung in die Krankenhäuser eingeliefert werden“, erklärt Johannes Zenz vom Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach. Das sei nur die Spitze des Eisbergs. „Deshalb sind wir alle gut beraten, wenn wir gemeinsam darauf achten, dass der Jugendschutz Beachtung findet“ appelliert Zenz an alle, die sich nun in den Karneval stürzen.

Es ist kein Kavaliersdelikt, Kindern oder Jugendlichen Alkohol zugänglich zu machen. Händler, die dies trotzdem tun, müssen mit einem deftigen Bußgeld rechnen.

Das gemeinsame Ziel, so sind sich alle Beteiligten sicher, soll sein, dass die Tage des Straßenkarnevals für alle Jeckinnen und Jecken, die Ordnungsbehörde, die Hilfskräfte und die Karnevalisten eine sichere und tolle Zeit werden kann.

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