Selbstporträt: Klaus Hansen auf Reisen

Klaus Hansen liebt das ironische Spiel. Wer ihn nicht genau kennt, weiß zunächst nicht, war er nun wirklich ernst meint. Dabei ist das eine ganze Menge.

Mit dem geschulten Auge des Grafikers, Designers und Fotografen geht der 73-Jährige durch Bergisch Gladbach – und ärgert sich schwarz. Über das verbaute Stadtbild, die verhunzte Architektur, die kleinen Zeichen der Vernachlässigung und die großen Fehler der Stadtplanung. Mit scharfem Blick hat der Norddeutsche, der seit 1980 in der Stadt lebt, ihren Zustand und Verfall  in der Fotoausstellung “Alltagsästhetik – Jenseits des Konsums” gleich zweimal (1996 und 2013) dokumentiert. Und mit einem Appell versehen, sich damit nicht abzufinden.  An diesem Punkt lässt er nicht locker – dazu in den nächsten Tagen mehr.

Klaus Hansen

Klaus Hansen stammt aus Hamburg, hat in Kiel Design studiert und danach als Kreativer in der Medienwelt gearbeitet, als Layouter, Bildredakteur, Art Director, Geschäftsführer einer Werbeagentur  und später einer Agentur für soziales Marketing. Übrigens immer wieder im öffentlichen Auftrag, zum Beispiel für die Aids- und Suchtaufklärung.

Inzwischen ist er vor allem als Fotograf unterwegs, in der Heimat und in der Fremde. Seine Bilder sind immer wieder in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, gerade hat er einem Haiku-Band gemeinsam mit Dieter Höss („Ein Haiku kommt selten allein“) vorgelegt,

Genug der Vorrede. Los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag?
Entspannt mit einem großen Pott Kaffee, dem KStA und der SZ, dann der Presseschau im Internet.

Was wollten Sie als Kind werden?
Comic-Zeichner, Maler, Dichter.

Und was sind Sie geworden? 
Designer, Fotograf und Texter.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Weil meine Frau eine wunderbare Gastgeberin ist – zu uns nach Hause.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
In ein Museumscafé, Bistro oder italienisches Restaurant.

Lesen Sie mehr:
Vortrag zu „Alltagsästhetik – Jenseits des Konsums
Alle Beiträge über Klaus Hansen
Alle Fragebögen: 26 Fragen an …

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Mit der Kamera in eine fremde Großstadt oder in die Wüste.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Wenn ich die für diesen Tag selbstgesteckten Ziele erreicht habe.

Tee oder Kaffee, Bier oder Wein?
Grüner Tee, Kaffee und Wein.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Der Verlust eines lieben Menschen.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… eine unter Wert regierte kleine Großstadt.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Viele kreative Bürgerinnen und Bürger. Und die Nähe zu Köln.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Fehlende Visionen, fehlende Identität. Und die Nähe zu Köln.

Foto aus der Ausstellung „Alltagsästhetik – Jenseits des Konsums“

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
… erstens Kultur fördern, zweitens Kultur fördern und drittens Kultur fördern.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… für ein Jahr an eine ferne Küste reisen.

Was war ihre größte Leistung?
Zusammen mit anderen erfolgreiche Kampagnen zur Aids- und Suchtaufklärung entwickelt zu haben.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Früher zu wenig Zeit für die Familie.

Mein großes Ziel ist es, …
.
.. endlich mein umfangreiches Fotoarchiv ordentlich zu ordnen.

Foto: Klaus Hansen

Was ist Ihre Stärke?
Weitermachen.

Was ist ihre Schwäche?
Ungeduld.

Wie sind Sie als Chef?
Nicht einfach.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Wahrscheinlich dasselbe.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Denkfaulheit, Ignoranz, Hybris.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Menschen mit einer klaren sozialen und solidarischen Haltung.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Meine Eltern.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Du kannst es.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern geben?
Geh’ deinen Weg.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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