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ist langjähriger Fernsehjournalist und Dokumentarfilm-Produzent für ARD und ZDF, seit 12 Jahren wohnhaft in Bergisch Gladbach; nicht parteipolitisch gebunden.

6 Kommentare zu “Trickreich-antidemokratische Machtelite”

  1. Eines muss man den Mannen um Urbach lassen – Sie sind lernfähig!

    Sie haben in 2003 (CBL) gelernt das die Meinung der Bürger – wenn diese denn gefragt werden – durchaus unerwartete Folgen haben kann.

    Denn wie sehr überzeugt von der Richtigkeit und dem kommerziellen Erfolg des damaligen Ansinnen waren die Damen und Herren aus dem Rathaus seinerzeit… Irgendwie sehr ähnlich zu heute,… auch wenn die Protagonisten heute nicht gerne daran erinnert werden wollen…

    Aufgrund dieser Erfahrung und der daraus gewachsenen Angst haben Sie dieses mal Fakten geschaffen. Alles durchaus im legalen Rahmen, jedoch mit einem unglaublich fürchterlichen Beigeschmack – dem Vertrauen in die lokale Politik haben diese aktuellen Bürgervertreter eine schallende Ohrfeige versetzt.
    Für dieses Lehrstück in Sachen „praktizierter“ Demokratie muss ich persönlich aber eigentlich noch dankbar sein, denn meine Lust diese „Herrschaften“ in Zukunft als (zumindest teilweise) neue Aufsichtsräte, auch noch über meine Energiekosten mit zu finanzieren tendierte letztlich gegen Null. Diese Mischung aus Enttäuschung und Zorn ließ mich nun das tun was ich schon längst hättet tun sollen: Wechsel des Energieanbieters – nun spare ich ca. 140€ p.a. bei einem sogenannten grünen Anbieter.
    Für diesen „Anstoß“ danke ich noch mal…. ach ja…und wählen gehe ich auch noch,….
    bis Mai… ;-)

  2. 1. War die Stadtratsentscheidung nicht am 9. April, sondern bereits am 8. April.
    2. Gehen die Meinungen über die Berichterstattung im KStA wohl auseinander.
    3. Ist u. a. der heutige Artikel in der BLZ zu diesem Thema interessant, zeigt er doch ein klassisches Eigentor auf.
    4. Gehen viele Menschen zu einer Wahl, um “ihre” Vertreter zu wählen – und mehr als 70 % der gewählten Vertreter haben sich in der Angelegenheit Belkaw wohlüberlegt, verantwortungsvoll und verantwortungsbewusst für eine Variante entschieden. Demokratie heißt nun mal, dass die Mehrheit entscheidet!

  3. Was ist denn, wenn die Bürger jetzt alle Strom und Gas von einem anderen Anbieter begehren? Schauen die dann nicht fürchterlich undemokratisch in die Röhre?

  4. In der Analyse teile ich ich Herrn Schrans Auffassung in jedem Punkt. In 2013 hatte sich ein Bürgerbündnis IG „Die Stadt gehört uns allen!“ gegründet. Vielleicht sollte dieses Bündnis seine Arbeit wieder aufnehmen.

    Unklar bleibt für mich allerdings der Vorschlag des Autors, das LINKE und GRÜNE die Idee eines Bürgerbegehrens aufgeben sollten. Er postuliert, dass ein solcher Bürgerentscheid scheitern würde und damit die derzeitigen Verhältnisse erst recht zementieren würde.
    Tatsächlich ist offen, ob ein Bürgerentscheid eine Mehrheit gewinnen kann, denn die GroKo ist nicht zu unterschätzen. Doch wissen wir, dass es in der SPD einen Streit zu diesem Thema gibt. Auch denke ich nicht, dass eine Niederlage die jetzige Situation noch weiter verschlimmern würde. Noch schlimmer geht es eigentlich nicht mehr.

    Zumindest könnte ein Bürgerentscheid deutlich machen, dass es viele Menschen gibt, die sich den “trickreich-antidemokratische Machteliten” nicht unterwerfen wollen, sondern sich wehren. Das ist durchaus ein wichtiger Anfang um die Dinge zu verändern. Ich bin optimistisch und bin überzeugt davon, dass ein Bürgerentscheid nicht nur gewinnbar ist, sondern auch die politischen Verhältnisse verändern kann.

    Als sich 2003 attac gegen das Cross-Border-Leasing (CBL) formierte, haben noch alle gelächelt und keiner hat daran geglaubt, dass man einen Bürgerentscheid gewinnen kann. Am Anfang gab es noch viele Stimmen in der SPD, die das CBL unterstützt hatten. Wir wurden wirklich als Exoten behandelt, denn wir gehörten nicht zu den politischen Kadern, welche es sich in der Vetternwirtschaft zwischen CDU, FDP, SPD und GRÜNEN gemütlich gemacht hatten.

    Am Ende stimmten dann 22.338 Bürgerinnen und Bürger gegen das CBL und nur 802 wollten den Deals durchziehen. Mit einem solchen haushohen Sieg hatten wir als Initiatoren selbst nicht gerechnet.

    Wenn man die Dinge verändern will, beginnt das mit Opposition und da muss man auch Niederlagen in Kauf nehmen. Die Geschichte von David gegen Goliath bleibt ein Märchen aus der Bibel. Die Realität sieht anders aus, denn da macht Goliath meistens David einfach platt.

    Doch „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Zitat: Bertolt Brecht.

  5. Wie recht der Autor hat.
    eine derartige Ignoranz des Bürgerwillens durch Machteliten ist aber nur deshalb möglich, weil deren tragende Parteien von der Mehrheit der Bürger und ihrer Anhänger trotzdem wieder gewählt werden. Im Bergischen “Ländle” wird überwiegend CDU gewählt, egal was sich die Herrschaften herausnehmen. Traditionelles Denken ist bei der Mehrheit stärker ausgeprägt, als demokratisches reflektierendes Denken. Ein Dilemma ganz besonders in Bergisch Gladbach. Und das wissen die Machteliten zu genau, dass ihnen nicht soo viel hier passieren wird. Geringfügige Machtverschiebungen unter den Parteien versucht man durch die beabsichtigte große Koalition zu neutralisieren.Theorie und Praxis unserer demokratie sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

  6. Herr Schran, ich hoffe, man wird Ihnen diese krachende Störung der beschaulichen Ruhe an der Strunde nicht nachtragen!

    Gegen Sie spricht allerdings, dass Ihre Analyse rundum zutrifft, vorausgesetzt, man hat den Mut zu einem und die Lust auf einen zusammenhängenden Rundumblick.

    Ihre Chance sehe ich darin, dass selbst dieser Trommelwirbel weitgehend ungehört verhallt, denn et kütt, wie et kütt und hätt´ noch immer jootjejange.

    Außerdem ist bald Ostern, da werden wieder bunte Eier unter sonnig blauem Himmel verteilt werden – das sind hier die Argumente, die zählen.
    Und was das dickste Ei betrifft, das Gladbach gerade ins Nest gelegt wird:

    Mein “anwaltlicher Rat” für die Verhandlung wegen besagter Ruhestörung:
    Erklären Sie einfach, die Komplexität der Sache habe Sie, im Unterschied zu allen Befürwortern des Belkaw-Deals, eben total überfordert … – Kurzschluss!

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