Mit „GL spricht“ startet das Bürgerportal ein neues Dialogprojekt für Bergisch Gladbach. Zum Auftakt laden wir in die Fußgängerzone ein: Bei „GL spricht … über Müll und Sauberkeit“ geht es um ein konkretes Thema, das viele beschäftigt — und um die große Frage, wie in unserer Stadt wieder mehr miteinander statt übereinander gesprochen wird.

Warum ist unsere Innenstadt so verdreckt? Was stört, was funktioniert — und was lässt sich konkret verbessern – damit wir uns in der Stadt wohlfühlen? Um diese Fragen geht es am Freitag, 24. April, um 16 Uhr in der Gladbacher Fußgängerzone vor H&M. Dort laden wir zur ersten Runde von „GL spricht“ ein.

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Zum Auftakt geht es um Müll und Sauberkeit — also um ein Thema, das viele Menschen in Bergisch Gladbach aus eigener Anschauung kennen. Wer durch die Innenstadt geht, hat dazu oft sehr konkrete Beobachtungen: übervolle Mülleimer, herumliegenden Abfall, Kippen, Kaugummi und Kaffebecher, ungepflegte Ecken. Damit drängt sich die Frage auf, was das alles mit einer Innenstadt macht, in der wir uns gerne aufhalten würden.

Genau darüber wollen wir reden: offen, direkt und mitten in der Stadt.

Einstieg über ein drängendes Alltagsthema

Der Auftakt ist bewusst nicht in einem Saal geplant, sondern dort, wo das Thema sichtbar ist und wo Menschen ohnehin unterwegs sind – in der Fußgängerzone.

Mit Live-Musik von Lukas Wielpütz, Kaffee und Keksen sowie einer Mitmachaktion mit Straßenkreide entsteht eine offene Atmosphäre. Passantinnen und Passanten können Wünsche, Kritik und Ideen zum Thema Sauberkeit und Wohlfühlen in der Innenstadt aufschreiben.

Bei einem moderierten Gespräch sollen Bürgerinnen und Bürger, der Leiter der städtischen Straßenreinigung, der Bezirkspolizist, lokale Händler:innen und andere Akteure miteinander ins Gespräch kommen. Konkrete Ideen werden gesammelt und bilden vielleicht die Basis für eine neue Initiative zum Thema.

„GL spricht … über Müll und Sauberkeit“
Freitag, 24. April, 16 Uhr
Live-Musik mit Lukas Wielpütz ab 15:45 Uhr
Gladbacher Fußgängerzone, vor H&M

Es geht nicht darum, nur Klagen zu sammeln oder Positionen gegeneinanderzustellen. Uns interessiert, was Menschen wahrnehmen, welche Erfahrungen sie gemacht haben, wo sie Probleme sehen — und welche Lösungen denkbar sind.

Was kann besser werden? Wer ist wofür verantwortlich? Und was braucht es, damit sich mehr Menschen in der Innenstadt wohlfühlen? Damit soll aus einem alltäglichen Ärgernis ein Gespräch über konkrete Verbesserungen werden.

GL spricht: Zuhören, reden, zusammenfinden

Die Veranstaltung ist der Auftakt für ein größeres Projekt. Mit „GL spricht. Zuhören. Reden. Zusammenfinden.“ wollen wir in Bergisch Gladbach neue Gesprächsformate aufbauen und ausprobieren.

Die Grundidee ist einfach: In unserer Stadt gibt es viele Themen, über die kontrovers diskutiert wird. Aber oft wird dabei eher übereinander als miteinander gesprochen. Zugleich gibt es viele Menschen, die sich von politischen Debatten, von Medien oder von klassischen Beteiligungsangeboten kaum angesprochen fühlen oder sich daraus zurückgezogen haben.

Wir möchten deshalb Formen schaffen, die offener sind, näher am Alltag der Menschen und direkt im öffentlichen Raum stattfinden. Es soll Orte und Situationen geben, in denen unterschiedliche Sichtweisen sichtbar werden, in denen zugehört wird und in denen auch bei strittigen Themen ein sachliches Gespräch möglich bleibt.

Es geht um konkrete lokale Fragen — und um mehr

Müll und Sauberkeit sind dafür ein guter Auftakt. Denn an diesem Thema zeigt sich schnell, dass hinter einer scheinbar einfachen Frage mehr steckt: Wie gehen wir mit öffentlichem Raum um? Welche Erwartungen haben Bürgerinnen und Bürger an die Stadt? Was ist eine Frage des eigenen Verhaltens, was eine Aufgabe der Verwaltung? Und wie lässt sich eine Innenstadt so gestalten, dass sie als gemeinsamer Ort wahrgenommen wird?

Genau solche Fragen wollen wir mit „GL spricht“ aufgreifen. Immer ausgehend von konkreten Themen in Bergisch Gladbach, immer mit dem Ziel, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen.

Ihre Beteiligung ist gefragt: Über welche Themen sollen wir reden? Bitte schreiben Sie uns per Mail.

Denn oft zeigen gerade die lokalen Alltagsthemen, wo es Reibung gibt — aber auch, wo Verständigung möglich ist.

Weitere Formate sind geplant

Die Veranstaltung zu Müll und Sauberkeit ist der erste Schritt. In den kommenden Monaten wollen wir weitere Themen und unterschiedliche Formate erproben und Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Geplant sind öffentliche Gesprächsrunden, mobile Aktionen im Stadtraum und kleinere thematische Dialogformate. Dabei wollen wir Erfahrungen sammeln: Was funktioniert gut? Welche Themen bewegen die Menschen? Wie kommen unterschiedliche Gruppen miteinander ins Gespräch? Und welche Form eignet sich für welches Thema?

Die Erkenntnisse aus dem Projekt wollen wir dokumentieren und später auch in einem praktischen Leitfaden festhalten, damit ähnliche Formate auch andernorts genutzt werden können.

Ein Projekt für Bergisch Gladbach

Mit „GL spricht“ knüpfen wir an unsere bisherigen Erfahrungen mit Austausch- und Beteiligungsformaten wie dem BürgerClub oder dem Demokratiefestival an und entwickeln diesen Ansatz weiter.

Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Stadtgesellschaft — und zu einer demokratischen Kultur vor Ort, die vom Zuhören, vom Gespräch und vom Respekt vor unterschiedlichen Sichtweisen lebt.

Der erste Schritt dazu ist ganz konkret:

„GL spricht … über Müll und Sauberkeit“
Freitag, 24. April, 16 Uhr
Gladbacher Fußgängerzone, vor Peek & Cloppenburg

Kommen Sie vorbei, hören Sie zu, reden Sie mit.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

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