Feuerwehreinsatz auf dem Gelände von Isover G+H

Aktualisierung 16 Uhr: Inzwischen hat die Feuerwehr einen offiziellen Bericht vorgelegt. Wir dokumentieren den Wortlaut weiter unten.

Der ursprüngliche Beitrag von 12 Uhr: Um 10:15 Uhr wurde Feueralarm auf dem Gelände von G+H Isover Saint-Gobain ausgelöst: Aus einem Materiallager auf dem Firmengelände am Rande der Bergisch Gladbacher Innenstadt quoll dichter Rauch. Die Feuerwehr rückte mit großem Aufgebot auf, schon nach weniger als zwei Stunden gaben Werkschutz und Feuerwehr Entwarung: das Feuer war gegen Mittag weitgehend gelöscht, bestätigt Feuerwehr-Sprecher Elmar Schneider. Ein Großteil der Einsatzkräfte war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder abgerückt.

Werkseinfahrt von Isover

Zwischenzeitlich wurde auch Rauch im nahegelegenen Straßentunnel Richtung Innenstadt festgestellt. Eine Gefährdung der Anwohner habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Auch wurde niemand verletzt. Die Ursache ist noch unbekannt, aber in einem Materiallager war Verpackungsmaterial aus Pappe und Kunststoff in Brand geraten. Die Mineralwolle, das Hauptprodukt des Tochterunternehmens des französischen Konzerns Saint-Gobain ist nicht brennbar. Zudem war die Sprinkleranlage in der Lagerhalle sofort angesprungen.

2006 war ein Kühlturm auf dem Werksgelände bei Schweißarbeiten in Brand geraten. Damals hatten drei Personen leichte Verletzungen erlitten.

Dokumentation: Der vollständige Bericht der Feuerwehr

Die Leitstelle entsandte aufgrund der Meldung umgehend die beiden hauptamtlichen Feuerwachen Nord und Süd, den Einsatzführungsdienst sowie einen Rettungswagen der Feuerwehr Bergisch Gladbach an die Einsatzstelle.

Bereits auf der Anfahrt konnte eine Rauchentwicklung aus einer Lagerhalle ausgemacht werden. Einsatzleiter – Stadtbrandinspektor Jörg Huppatz – erhöhte die Alarmstufe umgehend auf Feuer 3 und der ehrenamtliche Löschzug Stadtmitte wurde ebenfalls in Dienst gestellt.

Die erste Erkundung gemeinsam mit Angehörigen des Werkes ergab einen Brand im Inneren einer Lagerhalle. Es brannten Karton- und Kunstoffverpackungen, die zur Auslieferung vorbereitete Mineralwolleprodukte beinhaltete. Die stationäre Löschanlage (Sprinkler) wurde zur Eindämmung des Brandes eingesetzt. Mehrere Angriffstrupps der Feuerwehr wurden unter Atemschutz über zwei Zugänge im Innenangriff zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Aufgrund dem zunächst unklaren Ausmaß und Kräftebedarf erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe auf Feuer 5. Somit wurden alle weiteren ehrenamtlichen Einheiten der Feuerwehr Bergisch Gladbach in Dienst gestellt.

Weitere Kräfte der Feuerwehr hielten sich vor dem Werksgelände bereit

Im Straßentunnel in der Stadtmitte wurde zeitweise Rauch festgestellt. Dies wurde umgehend durch Einsatzkräfte der Feuerwehr kontrolliert. Ein Eingreifen oder eine Sperrung des Tunnels war nicht erforderlich. Mit den der Feuerwehr zur Verfügung stehenden Mitteln konnte eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeschlossen werden.

Im Rahmen der guten Zusammenarbeit mit dem Werk wurden mehrere Werksangehörige, die ehrenamtlich bei der Feuerwehr Bergisch Gladbach tätig sind, mit Staplern des Werkes bei der Brandbekämpfung eingesetzt und beförderten Brandschutt zu Nachlöscharbeiten aus der Halle.

Vor Ort machten sich Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden und sein Stellvertreter Ralf Etzler ein Bild von der Lage. Bürgermeister Lutz Urbach stand während des Einsatzes in Kontakt zum diensthabenden A-Dienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach, Stadtbrandinspektor Frank Haag. Die Pressestellen von Feuerwehr und Stadt stimmten sich gemeinsam mit dem Werk über eine evtl. Information der Bevölkerung ab – die letztendlich zu keiner Zeit erforderlich war.

Die Einsatzstelle konnte gegen 13 Uhr an die Werksleitung übergeben werden. Über Schadenumfang, Schadenhöhe oder Ursache kann die Feuerwehr keine Aussagen treffen.

Eingesetzte Einheiten: LZ Bensberg, Rettungsdienst, LG Schildgen, Wache Süd, Einsatzführungsdienst, Wache Nord, LZ Paffrath/Hand, LZ Stadtmitte, LZ Refrath
Personalstärke: 14 Hauptamtliche Kräfte, 70 Ehrenamtliche Kräfte, 2 Rettungsdienst

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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