Das passiert nicht oft: Dass Produzent, Regisseurin und Hauptdarsteller eines Kinofilms zur Premiere nach Bergisch Gladbach kommen!

Genauso aber wird es am Sonntagabend geschehen, wenn im Cineplex in Bensberg der deutsche Film „Besser als nix“ vorgestellt wird und ich vor der Aufführung eine Runde mit  dem Produzenten Clemens Schaeffer, dem Hauptdarsteller François Goeske, der Regisseurin Ute Wieland sowie den Bergisch Gladbacher Bestattern David, Inge und Hanna Roth moderieren darf.

Denn in dem anrührenden, gleichzeitig komisch-frechem Film geht es um Bestatter!

Worum geht es genau? Tom, der nur schwarze Klamotten trägt und schon früh den Tod seiner Mutter verkraften musste, sucht einen Beruf mit Menschen, die „nicht viel reden“. Da schlägt ihm die Berufsberatung vor, eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu machen.

Vor allem um Sarah zu beeindrucken und weil es „Besser als nix“ ist, beginnt Tom eine Lehre bei „Bestattungen Hiller“ – und findet ausgerechnet in der Welt der Trauer und des Trostes zurück ins Leben: Ein großartiger neuer Film darüber, wie man über die Auseinandersetzung mit dem Tod ins Leben finden kann.

Natürlich überzeichnet der Film den Berufsstand Bestatter. Aber er tut dies liebevoll, mit großen Einfühlungsvermögen und wunderbarem Humor. Der Film zeigt, wie wichtig es ist, sich Trauer zuzuwenden und im Fall der Fälle hinzuschauen und das zu tun, was man wirklich möchte und sich von niemandem reinreden zu lassen.

Regisseurin Ute Wieland (Freche Mädchen, FC Venus) wird im Interview erzählen, wie sie auf den Film über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt, über den Mut, den das Leben immer wieder einfordert, und vom Tod in all seinen Facetten gekommen ist.

Von der Burg Zweiffel zur nfp nach Berlin

Clemens Schaeffer erläutert, was seine Produktionsfirma nfp bewogen hat, den Film zu finanzieren. Und der Hauptdarsteller Francois Goeske, wie er die Rolle empfunden hat.

Natürlich werden die „echten“ Bestatter auch aufklären können, wie das „wahre Leben“ im Bestattungshaus Pütz-Roth aussieht. Talk und Film – also sozusagen „Kultkino spezial“.

Clemens Schaeffer ist übrigens in Bergisch Gladbach in der Burg Zweiffel aufgewachsen und auf das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium gegangen, sein Vater war Filmschaffender, seine Mutter ist ebenfalls vielfältig kulturell engagiert. Heute lebt er mit Frau und zwei Kindern in Berlin.

Aus Sympathie für seine alte Heimat hat er zugesagt, nach Bensberg zu kommen, die Protagonisten des Films mitzubringen und „aus dem Nähkästchen“ zu plaudern.

Sonntag, 24. August um 20 Uhr.

Der Eintritt kostet 8 Euro!

Eine Voranmeldung ist nicht nötig (Abendkasse).

Doro Dietsch

Verheiratet, drei Töchter. War lange beim WDR, arbeitet heute in der Verwaltung des Düsseldorfer Landtags.

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