Horst Küsters, Rainer Adolph, Thomas Kaufmann, Guido Garnies, Volker Weirich, Lutz Urbach und Oliver Engelbertz (KSK Köln)

Horst Küsters, Rainer Adolph, Thomas Kaufmann, Guido Garnies, Volker Weirich, Lutz Urbach und Oliver Engelbertz

Mit einem traditionellen Spatenstich startete der SSV Jan Wellem 05 Bergisch Gladbach heute den Bau des neuen Kunstrasenplatzes am Rübezahlwald in Heidkamp. Im Beisein von Bürgermeister Lutz Urbach und dem SSV-Vorsitzenden Thomas Kaufmann wurde das 370.000 Euro teure Projekt auf den Weg gebracht. In rund acht bis zehn Wochen soll der neue Sportplatz eröffnet werden. Damit hat der SSV Jan Wellem etwas geschafft, was nur kühnste Optimisten für möglich gehalten haben.

„Das ist ein Meilenstein in der Geschichte des SSV Jan Wellem. Ich möchte mich bei allen Beteiligten, vor allen Dingen der Stadt, den Banken und Sponsoren, für die großartige Unterstützung bedanken, ohne die eine Umsetzung nicht möglich gewesen wäre“, strahlte Kaufmann.

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Auf Asche dem Abgrund entgegen

Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren stand der SSV Jan Wellem aufgrund einer hohen Schuldenlast fast am Abgrund und musste nicht zuletzt wegen des Aschenplatzes mitansehen, wie die Mitgliederzahl monatlich schrumpfte.

„Im März 2012 habe ich von der schwierigen Lage des Vereins erfahren und sofort meine Hilfe angeboten“, berichtet Guido Garnies, ehemaliger SSV-Fußballer und heutiger Unternehmer. „Oberste Bürgerpflicht war, Ruhe zu bewahren und den Blick nach vorne zu richten, um den kurzzeitigen Abbau der Verbindlichkeiten zu gewährleisten“, ergänzt der Maschinenbauer.

Gemeinsam mit ehemaligen SSV-Spielern wie Gerd Schulz und Peter Surbach konnte ein Großteil der Schulden abgebaut werden. Mit Hilfe eines umfassenden Businessplans wurden Maßnahmen zur Konsolidierung festgelegt und die Ausrichtung für die Zukunft erarbeitet. Neben Kaufmann spielte der neue SSVGeschäftsführer Horst Küsters in diesen Planungen eine wichtige Rolle.

Bei Null anfangen, Vertrauen zurück gewinnen

Zentraler Punkt für eine erfolgreiche Zukunft war die Eigenfinanzierung des Stadionumbaus von Asche auf Kunstrasen. „Wir mussten bei null anfangen, da es verpasst wurde, im Rahmen des Konjunkturpaktes 2, den Umbau nahezu finanzieren zu lassen“, wundert sich Kaufmann über seine Vorgänger. Neben dem bürokratischen Aufwand musste zunächst auch verloren gegangenes Vertrauen bestimmter Gremien zurückgewonnen werden.

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Auf Basis einer soliden Planung signalisierte die Stadt ihre Bereitschaft, das Vorhaben mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu fördern. Dank der Unterstützung von Sportamtsleiter Volker Weirich und Lutz Urbach konnte das Konzept auf politischer Ebene präsentiert werden. Dabei ist es nicht selbstverständlich, dass ein Verein den Umbau einer öffentlichen Anlage selbst finanziert und in die Hand nimmt.

DBG profitiert – und die Hoffnung auf einen Sportpark lebt weiter

Neben dem SSV Jan Wellem profitiert auch das anliegende Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium von dem Bau des Kunstrasenplatzes, das sich mit Spenden in Höhe von 15.000 Euro beteiligt hat.

Darüber hinaus plant der Verein einen weiteren Ausbau der Sportanlage. „Wir möchten den Sportpark-Gedanken nicht verlieren und innerhalb des Stadtgebietes Angebote für verschiedene Sportmöglichkeiten schaffen“, erklärt Kaufmann.

Steine-Paten gesucht

Aktuell sucht der Verein noch „Steine-Paten“ für die anliegenden Gehwege und Freiflächen. „Pro Palette erhält ein Stein eine Gravur mit dem Namen des Spenders. Dabei ist uns Transparenz wichtig, damit die Sponsoren sehen, was mit ihrer Unterstützung passiert“, verspricht Küsters.

„Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns und hoffen, dass noch mehr Leute mithelfen. Wenn alles fertig ist, wird ordentlich gefeiert“, beteuert Kaufmann.

Hans-Georg Felder

hat als Korfballer 78 Länderspiele für Deutschland bestritten, an vier Weltmeisterschaften und fünf World Games teilgenommen. Er war von 1998 bis 2009 Pressesprecher bei Hertha BSC...

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