Hansen Fuji 600

Fujisan

Es fällt nicht leicht, sich unter den über 100 Fotos in Klaus Hansens neuem Bildband „Sie was Süßes“, die unsere Erde aufgenommen aus dem Flugzeugfenster zeigen, für das schönste, beste, interessanteste zu entscheiden.

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Mein Lieblingsbild des Bergisch-Gladbacher Fotografen sehen Sie oben: Die Spitze des schneebedeckten Fujisan , die aus dichten Wolken in einen blauen Himmel herausragt und zeigt , dass der Berg ein Vulkan ist. Ein Foto, das nur aus der Höhe möglich ist.

Sibirien (Seite 26). Zum vergrößern anklicken.

Sibirien (Seite 26). Zum vergrößern anklicken.

So habe ich den heiligen Berg der Japaner auch viele Male bei Vorbeiflügen gesehen und manches Mal gedacht, wieder keinen Fotoapparat parat.  Das kann Klaus Hansen (fast) nie passieren. Wenn er unterwegs ist, egal wo, befolgt er das Motto „nie ohne meine Kamera“. Auf diese Weise hat er bei Flügen in ferne Länder unzählige Bilder geschossen – Gebirgsketten, Eismeere, einsame Tundren, beackerte Felder, auch Raubbau an der Landschaft, Flussbette, Schluchten, Wolkenformationen, Sonnenuntergänge – Sibirien, Grönland,  Südamerika, USA, Deutschland, Asien. Der informative Untertitel des Bildbandes, der noch Titel einer kleineren Vorläuferausgabe war, trifft es: „Die Welt ganz fern ganz nah“. Der neue Titel mag neugierig machen – oder auch nicht. Klaus Hansens lässt bewusst die Fotos für sich sprechen. Es gibt einen wohltuend knappen einleitenden Text und für technisch interessierte Betrachter ein paar Hinweise, welche Kameras er benutzte, wie einige Bilder am Computer (Zitat: „behutsam“) bearbeitet wurden.

Sumatra (Seite 56)

Sumatra (Seite 56)

Beindruckend, ungewöhnlich, zauberhaft schön finde ich besonders zwei Fotos (Seiten 26 und 56, siehe oben), die wie Grafiken oder gar Federzeichnungen anmuten. Und die Seiten 89 ff. mit Bildern aus Chile, wovon eins auch auf dem Cover zu sehen ist? Fotos? Es könnten auch Gemälde sein.

Chile (Titel und Seite 94)

Chile (Titel und Seite 94)

Bergisch-Gladbacher kennen Klaus Hansen schon als jemanden, der mit seinen Fotos aufrütteln, zur Diskussion anregen, durchaus auch anecken will, unbequem, engagiert, spöttisch. Z.B. seine Fotos und Ausstellung (2013) über die hässlichen Ecken, Bausünden und Ungereimtheiten seiner Wahlheimat Bergisch-Gladbach. Auch in „Sie was Süsses“ bleibt das nicht verborgen. Der Blick aus der Distanz, schreibt er, „lässt die Verletzlichkeit und Endlichkeit unseres Raumschiffes Erde … ahnen“.

Klaus Hansen auf Reisen

Selbstporträt: Klaus Hansen auf Reisen

Klaus Hansen:  „Sie was Süßes?“ Die Welt ganz fern ganz nah 120 Fotos, Format 30 x 21 cm 108 Seiten plus Hardcover 24,80 Euro plus 3 Euro Versand Bestellungen an: klaus.hansen@koeln.de Klaus Hansen, An der Flora 7, 51469 BGL Lesen Sie mehr: 26 Fragen an Klaus Hansen Alle Beiträge von Klaus Hansen Alle Beiträge über Klaus Hansen

Jochen Göbel

war viele Jahre Korrespondent für die Deutsche Presse-Agentur in Washington, Tokio und Ottawa. Er lebt in Berlin.

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