Kreisdirektor Erik Werdel und sein Nachfolger als RBW-Chef Volker Suermann

Gerade erst war Erik Werdel für weitere fünf Jahre zum Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft bestimmt worden – doch jetzt zieht sich der 45-Jährige aus dem operativen Geschäft zurück. Werdel, der im Hauptberuf Kreisdirektor ist, übernimmt zum 1. Oktober den Vorsitz der Gesellschafterversammlung, teilte die RBW am Dienstag mit.

Nachfolger an der Spitze der Wirtschaftsförderung wird Werdels bisheriger Stellvertreter Volker Suermann. Diese Personalien hatte die Gesellschafterversammlung einstimmig beschlossen. Auslöser des Wechsels sei die Kommunalwahl gewesen: nach dem Ausscheiden von Heinz Gerd Neu aus dem Kreistag sei ein Nachfolger gesucht und mit Werdel gefunden worden, sagte RBW-Sprecherin Silke Ratte.

Werdel bleibt den Wirtschaftsförderern erhalten

Erik Werdel hatte die RBW fünf Jahre lang geführt und werde ihr weiterhin als Aktivposten erhalten bleiben. Von einem Verlust an Manpower für die Wirtschaftsförderung wollte Ratte daher nicht sprechen; Werdel habe auch bislang nur nebenamtlich zur Verfügung gestanden und bereits angekündigt, sich weiter einzumischen. In seiner Doppelfunktion garantiere er einen engen Austausch zwischen Kreisverwaltung und Wirtschaftsförderung.

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Der neue Geschäftsführer Volker Suermann ist Wirtschaftsgeograph und arbeitet schon seit 2006 bei der RBW, seit 2009 als Stellvertreter von Werdel. „Ich danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und werde die sehr gute Arbeit von Dr. Werdel mit einem hochmotiviertem Team fortführen“, wird der 43-Jährige zitiert. Die Bestandspflege bleibe oberste Priorität.

Fachkräftesicherung, Breitband und Innovationsforen sollen Standort stärken

Ausbauen will Suermann den Bereich Fachkräftesicherung und -marketing. Die Umsetzung der Breitbandprojekte im Rheinisch-Bergischen Kreis werde er „intensiv begleiten“. Neue Projekte seien die Kapazitätenbörse Rhein-Berg und Innovationsforen. Seine Vision beschreibt Suermann so:

Der Rheinisch-Bergische Kreis soll auch in Zukunft ein Wirtschaftsstandort mit ausgeprägter Willkommens- und Servicekultur für Unternehmen, Start-ups und Fachkräfte bleiben.“

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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