Mahnwache am Rande der Kirmes 2014

Mahnwache am Rande der Kirmes 2014

Obwohl viele Bürgerinnen und Bürger gravierende Missstände beim sogenannten Ponykarussell auf den Bergisch Gladbacher Kirmesmärkten in 2014 angezeigt haben und dies mit ihrer Unterschrift auf Listen gegen das Ponykarussell dokumentierten, wird zu unserem Bedauern auf der diesjährigen Pfingstkirmes 2015 das Ponykarussel wieder zum Tragen kommen.

Wir Grüne sind leider mit unserem Antrag „Keine lebenden Tiere auf Bergisch Gladbacher Kirmes oder Jahrmarkt“ in der Ratssitzung am 16.12.2014 mit 23 Ja-Stimmen zu 36 Nein-Stimmen gescheitert.
Alle Argumente, die gegen ein Ponykarussell sprechen, wurden nicht ernst genommen.

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Für Ponys oder Pferde, die stundenlang im Kreis, auf zu kleinem Radius, in eine Richtung laufen müssen, bedeuted dies Quälerei , denn Wirbelsäule und Beine von Ponys und Pferden sind nicht für stundenlanges Im-Kreis-Laufen ausgelegt. Das Laufen auf zu kleinen Kreisbogen führt durch die seitliche Rotationsbelastung zu Langzeitschäden der Gliedmaßen und zu chronischen Verletzungen. Schmerzhafte Gelenk- und Wirbelschäden sind die Folge.

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Pferde sind Fluchttiere. Sie reagieren überempfindlich auf Geräusche, Licht, Farben und auf plötzliche Berührung. Erhalten Pferde keine ausreichenden Ruhe-/Trinkpausen, ist eine Regenerierung nicht gegeben. Erschöpfungszustände, Schwächung des Immunsystems sind die Folge und führen u.U. zu einem frühen Tod. Ein krankes Pferd, was keine Leistung mehr erbringt, ist wertlos und landet meist beim Schlachter.

Wir Grüne setzen uns uneingeschränkt bundes-, landes- und kommunalpolitisch für den Tierschutz ein. Wir Grüne vor Ort werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass die tierquälerischen und antiquierten Ponykarussells endlich abgeschafft werden.

Sarah Bähner
Bündnis 90/Die Grünen
Umweltpolitische Sprecherin

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1 Kommentar

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  1. Ein Ponykarussell stellt neben der schweren psychischen, auch eine starke physische Belastung für die Tiere dar. Sie müssen stundenlang im Kreis laufen; ein Richtungswechsel findet, obwohl es vorgeschrieben ist, nicht immer statt. Dies geht damit einher, dass auch der Kopf über Stunden in einer unnatürlichen Position gehalten wird. Die Tiere können sich nicht hinlegen und ausruhen, wenn sie es bräuchten. Insgesamt führen diese Faktoren zu dauerhaften Schädigungen der Wirbelsäule, der Beine, der Gelenke, Knochen und Sehnen.