Eine neue Gruppe von Flüchtlinge trifft in Katterbach ein

Erstaufnahme in Bergisch Gladbach: Bezirksregierung schickte nur 35 Flüchtlinge

Statt der erwarteten 80 Flüchtlinge kamen gestern nur 35 Personen per Bus aus Dortmund in Bergisch Gladbach an. Um 17.25 Uhr erreichten sie die Notunterkunft Katterbach. Es handelte sich, wie von der Bezirksregierung angekündigt, um unregistrierte Flüchtlinge, die im Wege der Erstaufnahme unterzubringen waren.

Die Vorbereitungen hierfür liefen bereits seit letzter Woche auf Hochtouren; die Stadt hatte den Auftrag zum Betrieb an das Deutsche Rote Kreuz vergeben. Aber auch weitere Ehrenamtler von DLRG und Freiwilliger Feuerwehr waren am Montag unter der Gesamtkoordination von Steffen Schmidt (DRK) vor Ort, um die Flüchtlinge in Empfang zu nehmen.

Für die medizinische Untersuchung stand ein Ärzteteam unter der Leitung von Dr. René Drouven bereit, und drei städtische Mitarbeiter unterstützten das DRK bei der Registrierung der Neuankömmlinge. Die kurzfristig gerufene RheinEnergie trug ihren Teil zum Funktionieren der Notunterkunft bei, indem sie eine provisorische Wasserleitung legte.

Die Helfer stehen bereit. Rechts: Bürgermeister Lutz Urbach

Vier Nationen, viele Kinder

Die 35 Flüchtlinge stammen aus vier Nationen, die meisten sind syrischer oder irakischer Herkunft. Elf Kinder und Jugendliche sind darunter, die mit ihren Familien hier eingetroffen sind.

Die Ankommenden wurden nach ihrer Ankunft zunächst mit einer warmen Mahlzeit versorgt, bevor sie ihre Auskunftsbögen ausfüllten, amtlich erfasst und medizinisch untersucht wurden.

Anschließend wurden sie nicht in die Katterbacher Zeltunterkunft eingewiesen, sondern zur Turnhalle in Sand gebracht, wo bis zur Kapazitätsgrenze von 80 Personen auch weitere Erstaufgenommene unterkommen sollen.

Urbach lobt Zusammenarbeit der Hilfskräfte

Bürgermeister Lutz Urbach machte sich selbst ein Bild von den Vorbereitungen auf dem Katterbacher Sportplatz und zeigte sich beeindruckt von der routinierten und effektiven Arbeit der Hilfskräfte: „Wie die Räder hier ineinandergreifen, ist schon erstaunlich. Ich kann nicht dankbar genug sein, dass es so viele engagierte und kompetente Menschen in unserer Stadt gibt, die ganz selbstverständlich helfen und sich der Flüchtlinge annehmen.“

Wann die übrigen 45 Flüchtlinge kommen, steht noch in den Sternen. Der für gestern angekündigte zweite Bus tauchte jedenfalls nicht mehr auf. Um 22.30 Uhr brach die DRK-Leitung schließlich die Aktion ab und schickte das Team nach Hause.

Für die Ehrenamtler, die bis dahin ausgeharrt hatten, eine ärgerliche Erfahrung. Bürgermeister Lutz Urbach hat wenig Verständnis für die Informationspraxis der Bezirksregierung:

„50 bis 70 Menschen, die ihre Arbeit freiwillig in den Dienst der guten Sache stellen, haben vier Stunden lang warten müssen, um zu erfahren, dass ihr Einsatz doch nicht mehr benötigt wird. Trotz der sicherlich schwierigen Situation in den Auffangeinrichtungen des Landes frage ich mich, ob man nicht in der Lage ist, den Kommunen gegenüber klare Ansagen zu machen, welche Ankünfte wann zu erwarten sind.“

Pressestelle Stadt BGL

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