Die Turnhalle der KGS In der Auen liegt versteckt im Grünen in Refrath

Die Stadtverwaltung richtet in der Turnhalle der Katholischen Grundschule In der Auen in Refrath-Lustheide „sehr kurzfristig” einen Unterkunft für bis zu 80 Flüchtlinge ein. Das teilte Bürgermeister Lutz Urbach am Donnerstag den Anwohnern per Brief mit. Dort seien die Voraussetzungen günstig: Freiflächen und sanitäre Anlagen könnten ohne Einschränkungen für den Schulbetrieb genutzt werden.

Für die Vereine, die die Halle an der Schwerfelstraße nutzen, müssten Ausweichmöglichkeiten gefunden werden. Dazu werde die Stadt „alle Hebel in Bewegung” setzen. Doch bittet der Bürgermeister schon jetzt um Verständnis, dass die Vereine wahrscheinlich einige Abstriche machen müssen.

Den Betrieb der Unterkunft übernimmt erneut das DRK, das auch die Halle in Sand und das Zeltlager in Katterbach betreibt. Insgesamt ist das Team des DRK im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits für rund 600 Menschen verantwortlich. Mit der Sicherheit werde ein Wachdienst beauftragt, betont Urbach.

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Wie schon zuvor bei der Bürgerversammlung in Paffrath räumt Urbach ein, dass er keine Angaben machen kann, wie lange die Turnhallen zweckentfremdet werden müssen. Die Stadt sei verpflichtet, alle von der Bezirksregierung zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen.

248 Flüchtlinge in einem Monat

Und das geschehe nach wie vor in großem Umgang. Allein im September kamen 248 Flüchtlinge neu nach Bergisch Gladbach, insgesamt habe die Stadt schon 1100 Menschen aufgenommen. Auch die zwischenzeitlich frei gewordene Turnhalle in Sand ist erneut als Erstaufnahmeeinrichtung belegt worden, dieses Mal sogar mit 90 Menschen.

Die geplanten größeren Unterkünfte in Katterbach, Frankenforst und Paffrath sind dagegen noch nicht vollständig oder noch gar nicht verfügbar, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung. Daher gebe es keine andere Möglichkeit, als auf eine zweite Turnhalle zurück zu greifen.

Appell an die Bevölkerung – und eine Bürgerversammlung

Urbach appelliert an die Bürger, den Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten mit „Wohlwollen und Hilfsbereitschaft” zu begegnen. Die Fülle von Hilfsangebote zeichne ein positives Bild.

Fragen beantworten und über Probleme oder auch Ängste diskutieren will Urbach bei einer weiteren Bürgerversammlung, am Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr, in der benachbarten Kirche St. Elisabeth.

Bis dahin verweist die Verwaltung für Fragen und Hinweise an das Pressebüro, das telefonisch unter 02202 142419 oder per Mail (pressebuero@stadt-gl.de) zu erreichen ist.

Weitere Kontakte in der Stadtverwaltung sowie bei den zahlreichen Hilfseinrichtungen und Initiativen finden Sie hier – unter besonderer Berücksichtigung von Refrath und Frankenforst.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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