Die Betten in der Turnhalle in Venauen

Die Turnhalle in Venauen war zunächst mit einfachen Betten ausgestattet worden, jetzt wird mit Etagenbetten aufgestockt.

Erneute Anforderung an Kreis und Kommunen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen
Rheinisch-Bergischer Kreis. Nachdem Kreis und Kommunen innerhalb kürzester Zeit über 600 Erstaufnahmeplätze für Flüchtlinge im Wege der Amtshilfe für das Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt haben, kommen jetzt fast täglich weitere Anforderungen hinzu.

So hat gestern Abend die Bezirksregierung in Köln die acht Städte und Gemeinden sowie den Rheinisch-Bergischen Kreis erneut aufgefordert, bis kommenden Montag jeweils weitere 70 Notunterkünfte einzurichten, zusammengerechnet also 630.

„Wir werden es schaffen”

„Wir wollen es schaffen, wir stoßen aber langsam an die Grenzen des Machbaren“, erklärt Kreisdirektor Dr. Erik Werdel: „Die Infrastruktur ist das größte Problem. Es gibt kaum noch Betten, Duschcontainer, Toilettenwagen, Personal für Sicherheitsdienste und Hilfsorganisationen, welche die Einrichtungen betreiben können“.

Die Bürgermeister oder ihre Vertreter haben sich heute Mittag im Kreishaus getroffen und intensiv die Situation miteinander beraten. Kreis und Kommunen arbeiten eng zusammen, um den Anforderungen aus Köln gerecht zu werden. Dennoch ist klar, dass dies bis Montag voraussichtlich nicht in vollem Umfang geleistet werden kann.

Bis Montag sind 250 Plätze machbar

Konkret können voraussichtlich bis Montag, sofern alle Annahmen umsetzbar sind, circa 250 weitere Plätze angeboten werden. So können in einigen Erstaufnahme-Einrichtungen die Bettenzahlen erhöht werden, nachdem die Belegungspläne zusammen mit der Brandschutzdienststelle entsprechend überarbeitet worden sind. Teilweise soll nun auch mit Etagenbetten gearbeitet werden.

Die Stadt Overath kann so ihre Aufnahmekapazität in der Halle in Untereschbach um 52 Plätze erhöhen.

Der Kreis schafft in Rösrath-Venauen 40 weitere Plätze.

Die Stadt Leichlingen erhöht ebenfalls um 20, die Stadt Burscheid um 14 und die Stadt Wermelskirchen nimmt am Montag den Betrieb einer weiteren Turnhalle in der Schubertstraße mit insgesamt 135 Plätzen auf.

Weitere Kapazitäten benötigen mehr Zeit

In den nächsten zwei Wochen können die Städte und Gemeinden noch weitere Plätze bereitstellen, benötigen aber einige Tage mehr Vorlauf.

So stellt Burscheid die Hans-Hoersch-Halle mit 50 Plätzen zur Verfügung und die Stadt Wermelskirchen stockt ihre Einrichtung in Dabringhausen um 35 weitere Plätze auf.

Die Stadt Bergisch Gladbach hat angekündigt, in ihrem Stadtgebiet weitere circa 250 Plätze zu errichten.
 Alle überlegen weiter, was noch getan werden kann, Lösungen sind jedoch zunehmend schwieriger zu finden.

Hinweis der Redaktion: Einen detaillierten Bericht zur Lage in Bergisch Gladbach finden Sie hier.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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