Baustelle Schnabelmühle hotspot 2016 3 600

Die Baustelle an der Schabelsmühle wird dekontaminiert

Der zunächst ab dem 26. Februar vorgesehene Dekontaminierung der Baustelle Schnabelsmühle hat am heutigen Mittwoch begonnen. Bauarbeiter in blauen Schutzanzügen hätten sich nach der Umrüstung der Baustelle nun an die Arbeit gemacht, teilte der Strundverband mit.

Bereits Ende Januar war ein Baggerfahrer genau im Zentrum des künftigen Kreisverkehr auf Gebäudereste und eine stinkende, schwarz-braune zähe Masse gestoßen, die sich als „polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe” (PAK) entpuppten. Auf gut deutsch: Teerreste aus den 50er Jahren, als hier noch die Lumpenhalle der Papierfabrik Zanders stand.

Diese Teerreste sind nicht besonders gefährlich, es sei denn, sie gelangen in den Körper. Daher geht der Strundeverband auf Nummer sicher. Die Details beschreibt er so:

„Vor Ort trennt eine sogenannte „Schwarz-Weiß-Baustelle“ den Bereich, in dem die Bauarbeiter und ihre Geräte mit dem verschmutzten Boden („schwarz“) in Berührung kommen, von dem, der nicht belastet ist („weiß“). In einer Schleuse wechseln die Arbeiter ihre Schutzkleidung. Ein Dusch- und Sanitärbereich mit absaugbarem Tank steht ebenfalls bereit. Für die Stiefel gibt es eine extra „Waschanlage“, damit keine PAK aus dem inneren Bereich austreten können. Für alle Arbeitsschritte und -regeln gab es eine Einweisung für alle beteiligten Firmen und ihre Mitarbeiter. Das mit PAK belastete Material darf nicht ohne Schutzkleidung angefasst werden. Das Gutachterbüro Borchardt aus Hennef koordiniert und überwacht die Arbeitsschutzmaßnahmen.”

Die Verunreinigungen waren sehr konzentriert an einem Punkt in 4,5 Metern Tiefe gefunden worden. Dieser Bereich wird jetzt ausgebaggert, das Material in einem geschlossenen Container gesammelt und dann zur Entsorgung zur Deponie Leppe gebracht. Auch das umliegende Erdreich wird entfernt und per LKW, die mit einer Plane abgedeckt werden, zur Deponie transportiert.

Schnabelsmühle Dekonatmination 150

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Der Gutachter ist die ganze Zeit auf der Baustelle und misst die Luftbelastung.  Sollte ein weiterer „Hot Spot“ gefunden werden, kann er direkt mit entsorgt werden. Auch auf der Deponie werden Analysen durchgeführt, um die genauen Schadstoffe und ihre Konzentrationen zu bestimmen.

Sollten weitere Verunreinigungen gefunden werden sollen auch diese gleich entsorgt werden. Über die konkrete Dauer und die Kosten der Aktion kann der Strundeverband noch keine Angaben machen. Die Arbeiten auf der Baustelle rund um den verunreinigten Punkte gehen weiter, das Fertigstellungsdatum des Kreisverkehrs (Dezember 2016) sei durch den Fund nicht gefährdet.

Weitere Informationen und zur gesamten Baustellensituation von „Strunde hoch vier“ erteilt der Strundeverband im Baustellenbüro an der Buchmühle, mittwochs und freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr.

Kontakt Strunde hoch vier: Baustellenbüro Strundeverband
Ansprechpartner: Martin Wagner, Michael Kremer
Buchmühlenstraße 6, 51465 Bergisch Gladbach
www.strundehochvier.de, Tel.: 02202-141345, Mail: info@strundehochvier.de

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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