Janusz Korczak-Platz: Korczak versuche im Warschauer Ghetto Kinder zu retten, wurde mit 200 Kindern aus seinem Waisenhaus ins Vernichtungslager Treblinka deportiert. Bildhauer: Boris Saktsier

Der jüdische Nationalfeiertag Jom haScho‘a beginnt mit Sonnenuntergang am 4. Mai 2016. An diesem Tag gedenkt Israel – und auch unsere Freunde in der Partnerstadt Ganey Tikva – der Opfer der Schoa (des Holocausts) und gleichzeitig auch der „Helden“ des jüdischen Widerstands und der Menschen, die Juden in Nazi-Deutschland geholfen haben.

Die Freunde der Partnerstadt Ganey Tikva möchten sich diesem nationalen Gedenktag anschließen und laden zu einer besonderen Veranstaltung ein:

Mittwoch, 4. Mai 2016, 19 Uhr

Ev. Kirche zum Heilsbrunnen,
51467 Bergisch Gladbach (Hebborn)
Im Kleefeld 23

Zu Gast ist eine jüdische Dame, die in Köln wohnt. Rodica Jung wurde 1930 in Rumänien geboren und erlebte dort die Diktaturen der Nationalsozialisten und der Kommunisten. Sie sagt: „1944 haben uns die Russen das Leben gerettet.“ Beim Einmarsch der russischen Soldaten standen schon die Waggons zum Abtransport der rumänischen Juden in die Vernichtungslager bereit.

Rodica Jung wanderte 1972 mit ihrem ersten Mann nach Deutschland ein. Kurze Zeit, nachdem sie sich in Köln eine neue Heimat aufgebaut hatte, wurde ihr Mann bei einem Autounfall getötet. Die alleinerziehende Mutter heiratete später ihren zweiten Ehemann, ein evangelischen Christen. Das Besondere: Ihre Tochter lebt heute in Ganey Tikva und Rodica Jung fliegt hin und wieder nach Israel, um ihre Familie zu besuchen.

Die Säule des Heldentums:  „Zum ewigen Andenken derer, die in den Lagern und Ghettos rebellierten, in den Wäldern, im Untergrund und mit den alliierten Streitkräften kämpften, mutig ihren Weg nach Eretz Israel bewältigten und als Märtyrer starben“. Bildhauer: Buki Schwartz

Am 4. Mai jedoch macht sie sich auf den Weg nach Bergisch Gladbach. Der „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e. V.“ hat sie eingeladen, am Vorabend des israelischen Nationalfeiertags aus ihrem Leben zu berichten. In Rodica Jung verbindet sich schließlich das Gedenken an den Holocaust – die Schoa – mit der heutigen Freundschaft zu Ganey Tikva in Israel.

Die Vereinsvorsitzende Petra Hemming wird ihre Gesprächspartnerin zu ihren Erinnerungen interviewen, sie aber auch nach ihren Erfahrungen in Köln und in Israel fragen. Musikalisch wird der Abend gestaltet von den Zwillingsschwestern Eliza und Marcia von Gehlen (Geige und Flügel) unter Leitung von Jutta Herbold.

Und so gedenkt Israel: Der Abend beginnt mit einer offiziellen Gedenkveranstaltung in Yad Vashem. Zur Eröffnung werden meist sechs Fackeln entzündet, die für die sechs Millionen jüdischer Opfer der Schoa stehen. Das Unterhaltungsprogramm wird eingestellt, Fahnen auf Halbmast gesenkt und viele öffentliche Einrichtungen geschlossen. Zu einem festgelegten Zeitpunkt werden in ganz Israel für zwei Minuten die Sirenen ertönen, während der Öffentliche Nahverkehr, die meisten anderen Fahrzeuge und Fußgänger schweigend anhalten.

Wichtig: Der Ganey-Tikva-Verein bittet um Voranmeldung bei

  • Petra Hemming 02204 9796660, oder
  • Peter und Susanne Schlösser, 02202 43876 oder
  • mail@ganey-tikva-verein.de

Ganey-Tikva-Verein

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. ist zu erreichen über die Vorsitzende Petra Hemming, per Mail: petra.hemming@gmail.com

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