Gegen 16 Uhr staute sich der Verkehr ein Stück weit in Richtung Paffrather Straße zurück

Aktualisierung 12.8.2016: Am zweiten Tag hat sich die Lage bereits deutlich beruhigt. Es herrscht Ferienzeit, viele Autofahrer scheinen den Bereich ganz zu meiden.

Am Morgen und am Vormittag herrschte sehr wenig Betrieb, nur hin und wieder staute sich der Verkehr von der Ampel an der Kreuzung Odenthaler / Am Broich zurück, zum Teil in die Laurentiusstraße hinein.

Im Berufsverkehr am Nachmittag nahm der Rückstau etwas zu, länger als drei Minuten musste man bis zur Einmündung an der Odenthalter Straße jedoch nie warten.

Auch der städtische Baustellenmanager Sebastian Höller war mit der Umleitung weitgehend zufrieden. Falls es sich als nötig herausstellt will die Stadt an der Ampelsteuerung noch nachsteuern.

Die Einmündung der Laurentiusstraße in die Straße am Broich gegen 17 Uhr. Viel Verkehr, aber nur wenig Rückstau. Vorfahrt haben diejenigen, die von der Odenthaler Straße kommen.

Der ursprüngliche Beitrag vom 11.8.2016

Seit Tagen war angekündigt, dass auf die Autofahrer in der östlichen Innenstadt neues Ungemach zugekommt. Und es kam, wie es kommen musste: während Ampeln, Schilder und Fahrbahnmarkierungen auf der Odenthaler Straße, Laurentiusstraße und Am Broich am Mittwochmorgen neu eingerichtet wurden, herrschte Anarchie. Einbahnstraßenschilder wurden ignoriert, Autos wendeten im dicksten Gewühl, die Polizei stoppte den Umbau kurzeitig. Rasch bildeten sich Staus, die sich aber ebenso rasch wieder auflösten.

Im Zentrum des Geschehens liegt die kleine Straße Am Broich. Denn seit Mittwoch ist die Odenthaler Straße nicht nur vom Waatsack bis zur Kreuzung Mühlenberg/Am Broich eine Einbahnstraße, sondern hoch bis zur Laurentiusstraße. Der Verkehr aus Richtung Odenthal wird nun über die Laurentiusstraße (gegen die alte Einbahnstraßenrichtung) und Am Broich zurück zur Odenthaler geleitet.

Das gilt übrigens auch für Radfahrer; aufgrund der engen Platzverhältnisse dürfen sie die Einbahnstraßen hier nicht gegen die Fahrtrichtung benutzen. (Hier finden Sie die Details der neuen Verkehrsführung.)

Die Ursache des Ungemachs: Das Megaprojekt Strunde hoch 4 rückt die Odenthaler Straße hoch. Ein Fahrstreifen ist gesperrt, der Verkehr rollt nur stadtauswärts

Hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich relativ unproblematisch, weil dieser Verkehrsstrom Vorfahrt besitzt und die Ampelschaltungen entsprechend verändert wurden.

Allerdings trifft dieser Nord-Süd-Verkehr genau in der Straße Am Broich auf eine starke West-Ost-Strömung. Offenbar nutzen viele Autofahrer, die aus Refrath, Gronau und anderen westlichen Stadtteilen kommen und nach Osten (oder Norden) wollen die enge Route über die Paffrather und Laurentiusstraße. Sie wollen die Großbausteller für den Kreisverkehr an der Schnabelsmühle umgehen, aber nicht auf die eigentlich bessere Route Reuterstraße / Alte Wipperführter / Odenthaler ausweichen.

Am Nachmittag auf der Laurentiusstraße, links die Ausfahrt aus dem MKH-Parkhaus. Hier gibt es zeitweise nur quälend langsam voran. Foto: privat

Dieser beiden Verkehrsströme treffen jetzt in der Straße Am Broich aufeinander. Der neu zugeleitete Verkehr von der Odenthaler Straße hat Vorfahrt und kann relativ zügig durchfahren; doch der Verkehr von der Paffrather Straße staute sich vor allem am Nachmittag ab 16 Uhr bis zum Marktplatz zurück.

Und das in der Ferienzeit; wenn der Bus- und Elternverkehr zur Grundschule Am Broich wieder einsetzt wird es dort auch vormittags eng.

Die Kreuzung Paffrather Straße / Am Broich gegen 18:30 Uhr

Allerdings, am Mittwoch, klärte sich die Lage schnell wieder. Bereits um kurz nach sechs hatten sich die Staus aufgelöst. Zudem kann man auf den Lerneffekt setzen: wer heute auf der Paffrather Straße oder Am Broich schimpfend im Stau steckte besinnt sich morgen vielleicht doch eines besseren und meidet diesen Bereich.

Am Broich nach 18 Uhr. Von Stau keine Spur, der Verkehr läuft flüssig ab. Rechts die Grundschule, derzeit noch in Ferienruhe.

Wer häufiger in diesem Bereich unterwegs ist sollte sich auf jeden Fall eine Stauvermeidungsstrategie überlegen. Denn dieser Zustand, so der Bauherr Strundverband auf Nachfrage, wird rund zwei Monate andauern.

Für die Autofahrer ein Ärgernis, für die ohnehin gebeutelten Geschäftsleute im Laurentiusviertel und vor allem auf der Laurentiusstraße ein dickes Problem. Denn wer traut sich mit dem Auto jetzt noch dorthin, oder gar zum Parkplatz Fronhof. Auch hier schließen weitere Geschäfte, bald schließt auch der tolle Spielwarenladen an der Einfahrt zum Fronhof seine Tür.

Jetzt sind Sie dran: Wie haben Sie die neuen Verkehrsregelungen erlebt? Welche Schleichwege oder weiträumigen Umleitungen empfehlen Sie?

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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2 Kommentare

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  1. Ich denke den Verkehr auf die Stationsstraße zu verlagern ist keine gute Idee! Dort gibt es doch die hier genannte Problematik, dass sich der Verkehr bis in den Drischer Kreisel zurückstaut und diesen dann verstopft. Besser scheint mir, wenn der Verkehr von Refrath in Richtung Odenthal und vor allem Schildgen über den Gronauer Kreisel, Mülheimer Straße, Buchholzstraße und dann ggf. über die B 506 weiter fährt.

    Eine Verbindung vom Refrather Weg zur Gierather Straße, parallel zur Wohnstraße Am Rodenbach, würde den Gronauer Kreisel entlasten, die dortigen Ampelphasen sparen und die Akzeptanz dieser Route erhöhen.

  2. Schleichwege??
    Sobald die Stadtverwaltung so etwas spitz bekommt, wird auch dort eine Baustelle angelegt ;-)

    Und leider ist das kein Witz!