Der Plenarsaal des Bundestags. Einen dieser Plätze würden die vier Bewerber gerne einnehmen. Foto: flickr/escpeapalumni

Die CDU macht es spannend: Doro DietschChristian Buchen, Hermann-Josef Tebroke, und Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein stellen sich in Burscheid, Odenthal und Bensberg den Parteimitgliedern vor. Am 4. November entscheiden die Mitglieder, wer in der Nachfolge von Wolfgang Bosbach für den Bundestag im Herbst 2017 kandidiert. Das teilte der Kreisvorstand jetzt mit.

Die Termine im einzelnen:

  • Mittwoch, 5. Oktober, 19 Uhr
    Hotel Schützenburg, Hauptstraße 116, 51399 Burscheid
  • Mittwoch, 19. Oktober, 19 Uhr
    Bürgerhaus/Herzogenhof, Altenberger-Dom-Straße 36, 51519 Odenthal
  • Mittwoch, 26. Oktober, 19 Uhr
    Ratssaal Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz, 51429 Bergisch Gladbach

Die vier Kandidaten hatten sich dem erweiterten Kreisvorstand am 21. September vorgestellt. Bislang haben sich keine weiteren Bewerber gemeldet, dies sei jedoch noch bis zur Kreismitgliederversammlung am 4. November möglich, betont der Kreisvorstand.

In einem Flyer an die Mitglieder stellen sich die Bewerber ausführlich vor, der Text gibt nicht unbedingt die Meinung des Kreisvorstands wider, heißt es ausdrücklich. Es sei gut, dass die CDU vier Mitglieder habe, die mit einem höchst unterschiedlichen Profil bereit sind, mit vollem Einsatz für die CDU in den Wahlkampf zu ziehen, schreibt der Kreisvorsitzende Rainer Deppe.

Wir dokumentieren diese Kandidatenbriefe:

Christian Buchen
Liebe Mitglieder, zwanzig Jahre ehrenamtliches Engagement in der katholischen Jugendverbandsarbeit prägen einen für das ganze Leben!

Das christliche Menschenbild, der Spaß am fairen Austausch von Meinungen und auch das Streiten für die richtige Lösung – all dies hat mich im Jahr 2007 dazu bewogen, als KjGler auch aktives Mitglied der CDU zu werden.

Mit Herzblut engagiere ich mich seit 2009 im Bergisch Gladbacher Stadtrat als Jugendpolitischer Sprecher der CDU Fraktion sowie in der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik. Ein wesentlicher Teil meines gelebten Politikverständnisses ist es, Verantwortung zu übernehmen, viel vor Ort unterwegs zu sein und dabei stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen zu haben.

Bei der kommenden Bundestagswahl wird die Flüchtlingspolitik eine große Rolle spielen. Wir müssen Lösungen finden, wie wir denjenigen Menschen helfen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, und dabei gleichzeitig verhindern, dass sich eine unkontrollierte Situation wie im vergangenen Jahr wiederholt.

Mir persönlich liegen die Themenfelder Familienpolitik, Wirtschaftspolitik, Verkehrspolitik sowie in besonderer Weise der Zusammenhalt der Generationen am Herzen. Bei einer älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, die ältere Generation nicht als Problem, sondern als Teil der Lösung zu sehen.

Gleichzeitig gilt es, für Generationengerechtigkeit zu sorgen und unsere Sozialsysteme auf zukunftsfähige Beine zu stellen, so dass auch die jüngere Generation wieder darauf vertraut.

Sowohl meinen Beruf als auch mein politisches Ehrenamt lebe ich mit Teamgeist und Leidenschaft. Gerne möchte ich nun meine Kräfte bündeln, meine ganze Energie in mein politisches Engagement einfließen lassen und unseren Kreis als „rheinisch-bergischer Jung“ im Bundestag vertreten.

Ihr Christian Buchen

Zur Person: Geb. 1980, ledig, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Team Manager bei OBI in Wermelskirchen, Mitglied der KjG, seit 2009 Stadtratsmitglied in Bergisch Gladbach, Stv. Fraktionsvorsitzender, Jugendpolitischer Sprecher, Vorsitzender des Verkehrs- und Infrastrukturausschusses, Beisitzer im CDU-Stadtverbandsvorstand und im CDU Kreisvorstand

Doro Dietsch
Liebe Mitglieder! Sehr gerne stelle ich mich hier kurz vor.

Wer bin ich? Ich bin zu 100 % Rheinisch-Bergisch! In Wermelskirchen aufgewachsen (wo meine Eltern ein Fachgeschäft hatten) und nach einer Zwischenstation im schönen Kürten seit 1986 in Bergisch Gladbach. Hier bin ich mit meinem Mann fest verwurzelt: Wir haben drei wunderbare Töchter bekommen und sind in vielen Vereinen – ich war sogar „Jungfrau“ im Dreigestirn der Großen Gladbacher.

Nach vielen Jahrzehnten als Journalistin und Berichterstatterin über den Kreis arbeite ich heute im Landtag in Düsseldorf, wo ich jungen Leuten beibringe, wie wichtig Demokratie ist und wie sie funktioniert.

Was habe ich für unsere Partei getan? Über Jahrzehnte habe ich Wahlveranstaltungen moderiert, z.B. für Jürgen Rüttgers („Rüttgers persönlich“), die CDU NRW („60 Jahre CDU NRW“) oder hier im Kreis. Bis 2014 war ich Ratsmitglied in Bergisch Gladbach. Seit 2012 bin ich Kreisvorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung.

Was qualifiziert mich als Abgeordnete? Ich habe politische Erfahrung und Lebenserfahrung, bin pragmatisch und gerne unter Menschen, ich kümmere mich gerne.

Ich bin in ständigem, direktem Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, zu den Schulen und Vereinen, den Verbänden, Organisationen und den Betrieben. Ich gehe gern auf Menschen zu, bin neugierig, offen und moderiere zu allen politischen Sachthemen. Kurzum, ich bin gut vorbereitet, gut vernetzt und sehr bekannt.

Was sind meine Ziele? Wirtschaft, Familien und Ehrenamt stärken! Mehr Einsatz für die innere und äußere Sicherheit – vor Ort und im Bund. Die CDU soll weiterhin die Bundesregierung stellen!

Ihre/eure Doro Dietsch

Zur Person: Geb. 1959 in Hückeswagen, Abitur in Wermelskirchen, Staatsexamen in Theologie und Deutsch an der Uni Köln. Verheiratet, drei Kinder (28, 25, 23). Von 1983 – 1986 Redakteurin bei der Kölnischen Rundschau. Von 1986 bis 2006 Redakteurin und Moderatorin beim WDR. Seit 2006 Sachbereichsleiterin Jugend & Parlament beim Landtag NRW.

Hermann-Josef Tebroke
Liebe Mitglieder, der Rheinisch-Bergische Kreis ist ein attraktiver und dynamischer Standort mit guten Zukunftsperspektiven. An dieser Entwicklung hat nicht zuletzt die CDU einen großen Anteil. Aber wir müssen „dran bleiben“, auch auf Bundesebene. Und daran möchte ich mitwirken – mit ganzem Herzen, mit meinen Kenntnissen und Erfahrungen.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und Promotion war ich zwölf Jahre zunächst als wissenschaftlicher Assistent und später als Professor für Finanzen in Augsburg, Münster, Hamburg und Bayreuth tätig.

Im Jahre 2001 bin ich mit meiner Familie ins Bergische Land nach Lindlar gezogen und war dort ab 2004 Bürgermeister, bis ich im November 2011 von den Bürgerinnen und Bürgern unseres Kreises zu ihrem Landrat gewählt wurde.

Dieses Amt nehme ich seit nunmehr fünf Jahren mit großer Freude wahr und durfte mit vielfältiger Unterstützung der Menschen vor Ort, in der Politik und in der Verwaltung Einiges bewegen. Meine Amtszeit endet 2017.

Ich erlebe, wie Politik hier vor Ort gelingt, weil Menschen sich füreinander und für ihre Heimat einsetzen. Ich muss aber auch erfahren, wie unsere Möglichkeiten durch bundespolitische Vorgaben eingeschränkt werden. Es kommt also darauf an, dass die Besonderheiten und Bedürfnisse unserer Region in Berlin berücksichtigt werden.

Das gilt vor allem, wenn es um die schwierige Finanzlage der Kommunen, um kleine und mittelständische Unternehmen, um Bildung und Familien geht. Hier möchte ich mich nach Kräften für unseren Kreis einsetzen!

Ich möchte dazu beitragen, dass Politik den Menschen in den Mittelpunkt stellt, verstanden wird und verlässlich ist. Das ist mir sehr wichtig. Liebe Parteimitglieder, bitte helfen Sie mir dabei und unterstützen Sie meine Kandidatur.

Ihr Hermann-Josef Tebroke

Zur Person: Geb. 1964 in Rhede/Westf.; seit 1988 verheiratet mit Sabine Tebroke, 4 Kinder im Alter von 17 bis 23 Jahren; Studium der Betriebswirtschaft, Promotion zum Dr. rer. pol. 1992, Habilitation, Professor für Finanzen bis 2004; Bürgermeister in Lindlar bis 2011; seitdem Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein
Liebe Mitglieder, mitten in unserem Kreis bin ich aufgewachsen, lebe und arbeite hier. Weil ich Land und Leute mit ihren Sorgen und Wünschen kenne, kann ich mich für ihre Anliegen nachhaltig in Berlin einsetzen.

Das letzte Jahr hat uns gezeigt, dass nichts mehr so ist, wie es war. Das Miteinander in unserer Gesellschaft scheint zu einem Nebeneinander abzugleiten. Migration und Integration sind gegenwärtig die Themen, die uns am meisten bewegen.

Politische Verantwortung heißt Antwort geben – der Gesellschaft und sich selbst gegenüber. Menschenwürde und Menschenrechte müssen unser Handeln bestimmen. Politik lebt von Zustimmung.  Das gelingt nur, wenn wir verständlich und überzeugend sind.

Ihre Anliegen aufzunehmen, Sie zu unterstützen und Ihr Vertrauen zu gewinnen, ist für mich Verpflichtung und Herzensangelegenheit. In meiner politischen Verbandsarbeit setze ich mich seit Jahrzehnten auch überregional für den Erhalt und die Verteidigung der Werte ein, die unsere Gesellschaft zusammenhalten: Heimat, Glaube, Kultur, Eigentum und soziale Gerechtigkeit.

Ich stehe für eine Gesellschaft, die offen ist für jeden, der die Würde und Freiheit des Mitmenschen respektiert. Ich verspreche Ihnen, Themen, die Sie bewegen, engagiert in Berlin einzubringen.  Meine Unabhängigkeit ermöglicht es mir, für meine politische und persönliche Haltung konsequent einzustehen.

Sagen, was man denkt, und tun, was man sagt, ist eine wichtige Maxime meines Handelns. In diesem Sinne sollten unsere Belange weiterhin mit Nachdruck auf Bundesebene vertreten werden. Deshalb möchte ich Ihre Stimme in Berlin sein. FÜR’S BERGISCHE LAND MIT HERZ UND VERSTAND.

Ihr Hubertus Sayn-Wittgenstein

Zur Person: Geb. 1948, verh., 7 Kinder, Volljurist, Inhaber Familienbetrieb Land/Forstwirtschaft, 1990-2011 Hochmeister Bund Hist. Deutscher Schützenbruderschaften, Vors. Waldbauernverband u. Kreisjägerschaft RBK, stv.Vors. Haus & Grund GL, Vors. Verband Fischereigenossenschaften NRW, 2009-2014 Kreistagsabgeordneter, seit 1995 Vors. CDU Odenthal

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