In Bonn grassiert bereits seit einigen Tagen die Augengrippe, dem dortigen Gesundheitsamt wurden bereits über 100 Fälle gemeldet. Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind allerdings bisher erst acht Verdachtsfälle aus einer Kindertagesstätte in Odenthal bekanntgeworden.

Um die Verbreitung des sogenannten Adeno-Virus zu erschweren, sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden. „Dazu zählt in erster Linie eine intensive Handhygiene“, macht Dr. Cornelia Scherzberg, Leiterin des Gesundheitsamtes des Rheinisch-Bergischen Kreises, deutlich.

Hände gut reinigen, Einmalhandtücher verwenden

Wenn die Hände stets gut gereinigt sind, gelangt das Virus deutlich schwerer in die Augen, eine Infektion wird unwahrscheinlicher. Zudem sollten in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen Handtücher nur einmal verwendet werden. Denn auch darüber ist eine Infektion möglich. Hier ist der Einsatz von Papierhandtüchern sinnvoll.

Die sogenannte Augengrippe ist ein umgangssprachlicher Begriff, bei dem es sich um das Krankheitsbild der Bindehautentzündung handelt. Diese drückt sich durch die Rötung der Augen, starkes Reibegefühl, Brennen, Lichtempfindlichkeit und tränende Augen aus.

Behandlung nicht möglich, bis zum Ausbruch dauert es Tage

Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen das Virus selbst nicht. Lediglich die Symptome, wie Jucken und Brennen, können bekämpft werden.

Bis zum Ausbruch der Augengrippe dauert es fünf bis zwölf Tage. Ein infizierter Mensch weiß also oftmals gar nicht, dass er das Virus schon hat. Die Krankheit hält üblicherweise eine Woche lang an. Während dieser Zeit sollten die Erkrankten keine Schwimmbäder, Saunen oder ähnliche Einrichtungen besuchen, da das Virus an diesen Orten leicht auf gesunde Menschen übertragen werden kann.

Meldepflichtig ist die Erkrankung nur, wenn ein Arzt einen Abstrich vornimmt und auf diesem von einem Labor das Virus identifiziert wird. Dann muss dieser Befund an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Dies gilt auch, wenn in einer Gemeinschaftseinrichtung zwei oder mehr Erkrankungsfälle auftreten.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.