Franziska Wilbert bei der Einrichtung von Haltezonen für Elterntaxis

Franziska Wilbert mit Schülern bei der Einrichtung von Haltezonen für Elterntaxis in Hand

Franziska Wilbert hat seit Anfang 2014 einen Job gemacht, den es bis dato in der Stadtverwaltung nicht gab, der aber wichtiger wird: Als Mobilitätsmanagerin koordinierte sie das Mobilitätskonzept der Stadt, engagierte sich für sichere Radwege und stieß die Einrichtung von Haltestellen für Elterntaxis an.

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Diese Arbeit beendet die tatkräftige Verkehrsplanerin zum Jahresende –  und wechselt zur Kreisverwaltung.

Der Grund ist formaler Natur: Wilberts Stelle bei der Stadt ist befristet, der Kreis Rhein-Berg bietet einen unbefristeten Vertrag und ein ebenso spannendes Arbeitsfeld. In der Kreisverwaltung wird Wilbert ebenfalls die Aufstellung eines Mobilitätskonzeptes begleiten und ist zudem im Bereich Freizeit und Tourismus tätig, sagte sie dem Bürgerportal.

Die Stadtverwaltung erklärt, dass sie Wilberts Weggang „außerordentlich bedauert”. Sie könne die Entscheidung für eine unbefristete Stelle aber gut nachvollziehen. Gegen den Verlust der Fachfrau sei sie machtlos, eine Entfristung sei nicht möglich gewesen: „Weil die aktuelle Beschlusslage des Rates dies nicht vorsieht!”

Franziska Wilbert und Stephan Schmickler bei der Vorstellung des Mobilitätskonzeptes der Stadt Bergisch Gladbach

Franziska Wilbert und der damalige Stadtbaurat Stephan Schmickler präsentierten das Logo des Mobilitätskonzeptes

Dabei gibt es Bestrebungen, die Stelle der Mobilitätsmanagerin in eine feste Stelle umzuwandeln, die voraussichtlich zum Ziel führen. Für Franziska Wilbert allerdings zu spät.

Die Stelle war im Februar 2014 zunächst für zwei Jahre eingerichtet worden. Für das Modellprojekt „Kommunales Mobilitätsmanagement”, für das Bergisch Gladbach vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) als Modellkommune ausgewählt worden war. Als sich zeigte, dass dieses Projekt nicht innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden kann, wurde die Stelle bis Ende 2018 verlängert. Gefördert durch den VRS bildete sich Wilbert zur „kommunalen Mobilitätsmanagerin” fort.

Theo Jansen (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) Franziska Wilbert (Mobilitätsmanagerin Stadt Bergisch Gladbach) Michael Groschek (NRW-Verkehrsminister)

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (r.) überreichte Franziska Wilbert die Urkunde zur Mobilitätsmanagerin. Links Theo Jansen (VRS)

Formal offen ist die Frage, ob die Stadt über 2018 hinaus Bedarf an der Stelle einer Mobilitätsmanagerin hat. Die Stadtverwaltung bejaht diese Frage und will dem Stadtrat eine dauerhafte Stelle zur Fortführung des Projekts „Kommunales Mobilitätsmanagement” vorschlagen.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Ich finde es sehr schade und sehr unprofessionell, dass die Stadt Bergisch Gladbach es verpatzt hat, eine Planstelle für das Mobilitätsmanagement sicherzustellen. Mit Frau Wilbert verliert die Stadt die wichtigste Fürsprecherin für die Umsetzung des von allen Parteien getragenen MobilitätKonzepts für unsere Stadt und den Shift vom Primat des Autoverkehr zugunsten des ÖPNV und des Radverkehrs.