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wohnt in Katterbach und hat die BI Katterbach mit gegründet. Ihr Ziel ist es, das Landschaftschutzgebiet und Biotop der Wiese Katterbach zu schützen. Kontak: info@initiative-katterbach.de

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Ein Kommentar zu “Ein offener Brief aus Katterbach an Baurat Flügge”

  1. Hans-Peter Iffland

    Sehr geehrter Herr Debuschewitz,

    um es gleich vorweg zu nehmen: Ihren Ausführungen können wir uns nur aus Überzeugung und voll umfänglich anschließen. Zumindest die Verwaltungsspitze hat in ihrer paternalistischen Selbstgerechtigkeit offensichtlich noch immer nicht verstanden, dass der Kern der Kritik von Bürgern und Initiativen am FNP gar nicht mehr allein auf einzelne Stadtteile oder Planungsdetails zielt. Diese sind nur Beispiele einer schon in der Zahlenbasis falschen, interpretatorisch tendenziösen und insgesamt für Entscheidungen in einem Planungshorizont von 30 Jahren Stadtentwicklung völlig ungeeigneten Vorlage.

    Inzwischen geht es aber auch um den Umgang mit den sehr umfangreichen, sachlich fundierten, oft hoch qualifizierten Einwendungen zum FNP, ja, um den generellen Umgang der „Verwaltung“ mit dem Bürger überhaupt. Genau hier sind grundsätzliche Fragen berührt. Ist es nicht genug, dass wir uns – gleich ob als Abgeordnete oder als Wähler – auf den Wahrheitsgehalt oder die Neutralität von Vorlagen der Verwaltung definitiv nicht verlassen können? Bezahlen wir denn nicht genau für diese Arbeit eigentlich die leitenden Fachbeamten unseres Kommunal(un?)wesens mit unseren Steuern? Dennoch, hier in Bergisch Gladbach muss der Bürger in seiner Freizeit 1000 Seiten Fachchinesisch von Behörden, Instituten und Planungsbüros noch im letzten Detail prüfen, und sich überhaupt ein eigenes, sachgerechtes Bild machen zu können. Das allein ist eigentlich schon eine Zumutung und keinesfalls echte Bürgerbeteiligung im Sinne eines respektvollen Miteinanders auf Augenhöhe.

    Wenn dann auch noch rekordverdächtige 4600 Eingaben in einer nicht mehr zu überbietenden Chuzpe abqualifiziert werden, wird der gesamte Vorgang unerträglich. Hier fehlt es wohl ganz gravierend an Respekt vor dem mündigen Bürger, dem eigentlichen Souverän allen Handelns einer jeden Verwaltung.

    Uns als Bürgerinitiative Moitzfeld Herkenrath sind derartige Vorgänge allerdings nicht neu. Vergleichbares erleben wir bereits seit mehr als vier Jahren, zunächst mit dem früheren Stadtbaurat und heute „Freischaffenden“, Herrn Schmickler, und natürlich mit Herrn Urbach. Nicht einmal öffentlich zugängliche Fakten oder politische Vorgaben wurden dort akzeptiert, geschweige denn lösungsorientierte Gespräche gesucht. Besorgte Bürger und Initiativen als „privilegierte Wutbürger“ zu klassifizieren, gegen Protestplakate mit Ordnungsbehörden vorzugehen u.v.a. mehr war alles, was der „Verwaltung“ in dieser Sache eingefallen ist.

    Wir mussten (leider) zur Kenntnis nehmen, dass eine tatsächliche Beteiligung der Bürger, eine offene und öffentliche Diskussion, ein konstruktiver Dialog einfach nicht erwünscht waren. Und das dies auch heute noch immer so ist, wird durch Herrn Flügges aktuelle Kommentare nur erneut bestätigt. Wie viele Initiativen müssen sich denn noch formieren, bis unsere Verwaltung die Möglichkeit eines Irrweges denn auch nur in Betracht zieht? Mit einer so geleiteten „Verwaltung“ ist ein abermaliger Versuch des konstruktiven Austauschs chancenlos.

    Wie das seitens der Verwaltungsspitzen so gründlich verspielte Vertrauen jemals wieder zurück gewonnen werden soll, ist auch uns ein Rätsel. Vielleicht könnten sehr klare, deutliche Worte aus den Fraktionen, insbesondere von der „Regierungsbank“, und die Ankündigung personeller Konsequenzen einen Neuanfang ermöglichen. Nun gut, „Verwaltung“ ist das eine, Parteien und Fraktionen das andere, zumindest vorserst. Aus unserer Sicht haben daher jetzt erst einmal unsere gewählten Ratsmitglieder das Wort. Und die Pflicht, dieses auch sehr bald in aller Klarheit zu gebrauchen. Der Schaden wird immer größer und allein mit Allgemeinplätzen oder Beschwichtigungsformeln wird es diesmal nicht mehr getan sein.

    Hans-Peter Iffland für die
    Bürgerinitiative Moitzfeld Herkenrath

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