Bereits der bibelfeste Jurastudent Goethe schätzte die Klarheit des lutherischen Ausdrucks; gerade in seiner Jugend schätzte er die deftig-derbe Sprache des Theologen. Eine Verbindung, der Heike Spies am Donnerstag bei einem Vortrag unter dem Titel  „Bibel, Sprache, Wahrhaftigkeit“ auf den Grund geht.

Zahlreiche Aussagen Luthers erhalten durch Goethes erneute geistige Durchdringung einen Vermittlungsimpuls in die Moderne. Goethe achtet die kämpferische Persönlichkeit des Reformators, er bewundert die monumentale Leistung der Bibelübersetzung, und er verwendet als Dichter eine wesentlich von Luther bereitgestellte Sprache und Rhetorik.

 Goethes Werke: „Götz von Berlichingen“ (Zeitgenosse von Luther!), „Torquato Tasso“ und „Faust“ I und II sind durchdrungen von Formulierungen und Sentenzen, die ihren Ursprung in Luthers Sprache der Bibel haben. Das ist gewiss ein Blickwinkel, der bisher nicht jedermann geläufig ist. Es dürfte spannend werden . . .

Goethe und Luther: „Bibel, Sprache, Wahrhaftigkeit“
Dr. Heike Spies, Düsseldorf
Donnerstag, 16. Februar, 19.00 Uhr
Villa Zanders
Eintritt: 10 Euro

Dieser Vortrag ist zugleich Vorgeschmack für eine gleichnamige Ausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf, die am 12. März 2017, 11.00 Uhr dort feierlich eröffnet wird.

Die Goethe-Gesellschaft ist stolz – quasi vorab – Frau Dr. Spies, die Kuratorin dieser Ausstellung, hier zu Gast zu haben und lädt herzlich zum Vortrag ein.

Frau Dr. Heike Spies studierte Germanistik und Geographie in Düsseldorf, ist seit 1991 im Goethe Museum Düsseldorf tätig, seit 1996 dort Kustodin und stellvertretende Direktorin.

Mehr Informationen zur Goethe-Gesellschaft finden Sie auf der Website. 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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