Am Freitag haben das Deutsche Rote Kreuz und die Flüchtlingsinitiativen Paffrath, Schildgen und Refrath eine Karnevalsfeier für Flüchtlinge in der Unterkunft Katterbach veranstaltet. Das Dreigestirn machte seine Aufwartung – und wurde von rund 200 Flüchtlingen und Ehrenamtlern aus der ganzen Stadt gefeiert.

Im Vorfeld war es uns gelungen, in der Nachbarschaft Kostüme zu sammeln. Dank einer großzügigen Spende des Getränke- und Karnevalsmarkts Michael Otter in Schildgen stand ein großer Karton mit Karnevalsartikeln vor allem für die Kinder zur Verfügung.

Harte Disco-Rhytmen im Wechsel mit traditioneller afrikanischer Musik empfingen mich schon vor offiziellem Beginn der Veranstaltung und einige Flüchtlinge tanzten bereits fröhlich.

In meinen Gesprächen mit einigen Flüchtlingen – viele sprechen französisch – war die häufigste Frage nach dem Hintergrund des Karnevals und Hauptgegenstand des Interesses. Alle fanden Karneval nicht nur interessant, sondern vor allem lustig und völlig unerwartet für Deutschland. Das Schunkeln zur Karnevalsmusik sprach offenbar jeden an.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Einzug des Bergisch Gladbacher Dreigestirns mit der Prinzengarde. Dank mehrerer Simultandolmetscher wurde ihre jecke Ansprache in die vorherrschenden Sprachen übersetzt und beim „Alaaf“ machten alle begeistert mit.

Selfies mit dem Dreigestirn oder der Prinzengarde waren sehr beliebt, vor allem bei den jungen Leuten. Es hat Spaß gemacht – und genau das sollte vermittelt werden.

Vera Düsing

Wir sind vor knapp 20 Jahren wegen der schönen Landschaft von Köln nach Schildgen gezogen. Ich bin Rechtsanwältin und habe weiter in Köln gearbeitet. Der Erhalt der Landschaft und der Naturschutz liegen mir besonders am Herzen.

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