Bezahlter Beitrag 

Im Gespräch mit ihrem PR-Berater bekommen Kunden mitunter das Gefühl, ihr Gegenüber spreche eine andere Sprache: Content, Advertorial, Storytelling, Incentive …? Fast immer, wenn zentrale Komponenten einer PR-Kampagne artikuliert werden, fällt ein englischsprachiger Schlüsselbegriff.

Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass schon der Branchentitel ‚PR‘ die Abkürzung für eine englische Bezeichnung ist, nämlich für ‚Public Relations‘. Als deutsches Pendant wird zumeist der Begriff ‚Öffentlichkeitsarbeit‘ gebraucht.

Die auch im deutschsprachigen Raum etablierte Begriffsverwendung PR zeigt, wie sich englische Bezeichnungen durchgesetzt haben. Dies ist kein Zufall, schließlich entwickelte sich das Berufsfeld in der Bundesrepublik Deutschland seit Ende des zweiten Weltkriegs nach angloamerikanischem Vorbild. Der Begriff Public Relations selbst wurde bereits im Jahr 1882 an der US-amerikanischen Universität Yale erstmals verwendet, die deutsche Formulierung Öffentlichkeitsarbeit kam erst gut dreißig Jahre später auf.

PR-Leute sprechen „Denglisch“ – Wieso eigentlich?

Viele der Anglizismen, mit denen PR-Berater im Arbeitsalltag jonglieren, gehören jedoch nicht ursprünglich der PR-Branche an, sondern kommen aus anderen Umfeldern, mit denen sie verzahnt sind (Zeitungs- und Verlagswesen, Kommunikationswissenschaft, Informatik). Oder PR-Strategen folgen der Sprache spezifischer Medienkanäle wie Social Media, die sie selbst für ihre Kampagnen nutzen („‚Posten‘, um ‚Likes‘ zu bekommen“).

Für gewöhnlich setzen sich fremdsprachliche Wörter durch, wenn es im Deutschen keine adäquaten Entsprechungen gibt und das Gemeinte umständlich umschrieben werden müsste. In der PR-Branche scheint dies auf dem ersten Blick nur bedingt der Fall zu sein, da für die meisten Begriffe durchaus deutsche Äquivalente vorliegen. So ließe sich statt vom „‚Content einer Website“ ebenso gut vom „‚Inhalt einer Website“ sprechen.

Englische Begriffe haben sich aber u. a. deshalb durchgesetzt, weil die Bedeutung, die man mit ihnen verbindet, oft enger gefasst ist, als die ihrer deutschen Entsprechungen: Während das Wort ‚Inhalt‘ eine sehr breite Bedeutungsspanne aufweist bezeichnet ‚Content‘ den Informationsgehalt vor allem digitaler Medien.

Englisches Vokabular ist also auch in der PR-Branche meist kein Selbstzweck, sondern dient der Konkretisierung sprachlicher Verständigung.

Daneben gibt es auch Phänomene eines neudeutschen ‚PR-Sprechs‘, etwa wenn vermeintlich deutsche Begriffe gebraucht werden, die man jedoch im Duden vergeblich sucht. Scheinbar durchgesetzt hat sich etwa das Kunstwort ‚Visibilität‘, das wie das englische ‚visibility‘ die Sichtbarkeit bspw. eines Unternehmens in der öffentlichen Wahrnehmung bezeichnen soll.

Einige Vokabeln sollte man kennen

Jetzt habe ich so ausschweifend über englische Worte in der PR-Sprache geschrieben, dass ein kleines Glossar zum Abschluss meiner Betrachtung auf der Hand liegt.

Advertorial: Hierbei handelt es sich, um eine Mischform aus Werbung (advertisement) und Leitartikel (editorial), kurz: um eine Anzeige in redaktioneller Aufmachung. Für die sich präsentierenden Unternehmen haben Advertorials den Vorteil – , zum Beispiel die imagebildende Unternehmensphilosophie ausführlicher darzustellen als in einer klassischen Anzeige.

Storytelling lautet hierbei das Stichwort: Aus Studien ist bekannt, dass wir Menschen Informationen besser verarbeiten und behalten, wenn sie in Erzählungen eingebunden sind. Wofür steht ein Unternehmen, und warum? Wie ist es gewachsen, wo will es hin? Advertorials bieten den Raum, um genau diesen roten „Erzähl-Faden“ zu spinnen.

Und dann noch diese Begriffe zur Klärung:

Unsere Agentur ist nicht allein auf Public Relations spezialisiert, sondern auch auf die Planung und Umsetzung von Events.

Events – damit sind natürlich nicht ‚irgendwelche‘ Ereignisse, sondern koordinierte, außerordentliche Veranstaltungen gemeint, die auf eine bestimmte Art außergewöhnlich sind. Dies können beispielsweise Firmenfeiern (z. B. Jubiläen), Empfänge, Familienfeste oder Betriebsausflüge sein, zumeist in besonderen ‚Locations‘ (Räumlichkeiten). Gern gebuchte Eventkonzepte sind sogenannte Incentives.

Incentives sind Veranstaltungen, die bewusst darauf abzielen, den Teamgeist von Gruppen zu fördern, in der Regel im Rahmen von Unternehmungen, in denen das Miteinander aller Teilnehmer – etwa zum Erreichen eines bestimmten Zieles – gefördert wird.

Kommunikation muss verständlich sein!

Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis zur Sprache zwischen PR-Berater und Kunde: Eine erfolgreiche Zusammenarbeit gründet sich auf der gemeinsamen Festlegung von Zielen, der Planung einer Kommunikationsstrategie und dem kontinuierlichen Austausch über den Erfolg der getroffenen Maßnahmen – also auf gegenseitiger Verständigung.

Verständlichkeit ist das A und O der Kundenbetreuung. Wenn Sie das Denglisch Ihres PR-Beraters einmal wieder nicht verstehen: Fragen Sie nach! Gerne auch auf Deutsch.

Sprechen Sie mich an. Ihre Elke Strothmann

Die Agentur Strothmann GmbH besteht seit 1996 und ist auf Public Relations und Eventmanagement für Kunden unterschiedlichster Branchen spezialisiert.

Kontakt 
Agentur Strothmann GmbH
Am Stadion 18-24, 51465 Bergisch Gladbach
Telefon: +49 2202 2807 20, Fax: +49 2202 2807 11
Mail: strothmann@agentur-strothmann
WebsiteBlog: Profilsplitter – Facebook Xing

Der Schwerpunkt der PR-Arbeit liegt auf der Unternehmenskommunikation in den Wirtschafts- und Finanzmedien. Ob national oder international, ob Großunternehmen oder mittelständischer Familienbetrieb: Wir unterstützen unsere Kunden bei der Stärkung der Reputation und Führung der Marke durch

  • Themenmanagement
  • Redaktion für Pressetexte, Social Media, Websites
  • Führungskräftekommunikation
  • Messe- und Online-PR

Das versierte und erfahrene Event-Team arbeitet sowohl konzeptionell und kreativ als auch organisatorisch mit höchstem Qualitätsanspruch. Ob sportliche Aktivität oder Workshop: Wir kreieren das individuell zugeschnittene Event für

  • Teambuilding, Mitarbeitermotivation
  • Kundenbindung
  • Betriebsfeiern, Kongresse

Weitere Beiträge von Elke Strothmann:

Warum ich PR mache und nicht Werbung

Agentur Strothmann zieht ins GL-Center am Stadion

Mit Strothmann muss man in dieser Region rechnen

Elke Strothmann

führt seit über 20 Jahren die gleichnamige PR- und Eventagentur mit Sitz in Bergisch Gladbach. Sie und ihr 8-köpfiges Team haben das Ziel, für ihre Kunden eine positive öffentliche Meinung zu schaffen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.