Fahrpläne aller Busse sollen mit der S-11 abgestimmt werden. Foto: BergischSchön

Die Fraktionen der CDU und der Grünen im Kreistag wollen den Busverkehr im Rheinisch-Bergischen Kreis fit für die Zukunft machen. Dazu vereinbarten sind umfangreiche Fahrplanausweitung, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit. Künftig sollen mehr Busse häufiger und länger fahren.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 werden demnach deutlich mehr Busse im Kreisgebiet fahren. Die Hauptverkehrszeiten werden kreisweit vereinheitlicht und in der Woche auf den Zeitraum von 6 bis 21 Uhr ausgedehnt. Takte werden verdichtet, Taktlücken geschlossen und Umsteigemöglichkeiten optimiert. Die neuen Angebote kosten etwa 1,5 Millionen Euro im Jahr und werden vom Kreis finanziert.

Die neuen Fahrpläne, so Schwarz-grün, berücksichtige flexible Arbeitszeiten, die deutlich ausgedehnten Schulzeiten, die verlängerten Geschäftsöffnungszeiten und die veränderten Mobilitätsbedürfnisse der Bürger im Freizeitbereich.

Von der konsequenten Verbesserung des Angebots profitieren demnach vor allem die Pendler:

  • Die Fahrpläne aller Busse zur S 11 in Bergisch Gladbach und zur RB 25 in Overath und Rösrath werden mit 20- bzw. 30 Minuten-Takten auf die Abfahrtzeiten der Züge abgestimmt.
  • Die Linie 260 verkehrt ab dem Fahrplanwechsel durchgehend alle 30 Minuten.
  • Die Linie 434 fährt zukünftig alle 20 Minuten zur Straßenbahnlinie 4 in Dünnwald und teilweise weiter bis nach Mülheim. Damit werden zusätzliche Verbindungen für Berufspendler nach Köln und Leverkusen geschaffen.
  • Im Zuge der geplanten Verlängerung der Linie 1 wird zum Fahrplanwechsel ein Vorlaufbetrieb aufgenommen. Die Linie 455 verkehrt zukünftig alle 15 Minuten zum Technologiepark.
  • Die Linie 454 fährt im 30 Minuten-Takt ab Herkenrath weiter über Spitze nach Kürten-Bechen und schafft somit eine neue Direktverbindung nach Bensberg.

Johannes Dünner (Fraktionsvorsitzender der CDU), Ursula Ehren (Fraktionsvorsitzende Grüne), Christopher Schiefer (Vize-Fraktionsvorsitzender CDU), Roland Rickes (Fraktionsvorsitzender Grüne).

CDU und Grüne beanspruchen für sich, die Veränderungen mit einer „schwarz-grünen Mobilitätsoffensive” angestoßen zu haben. Dafür hatten sie im Kreistag eine breite Mehrheit bekommen – woraufhin die Kreisverwaltung unter Federführung des ÖPNV-Amtsleiters Reinhard Haase ein Maßnahmenpaket vorlegte.

Darüber wird  im Zukunftsausschuss am 4. September 2017, im Verkehrsausschuss am 7. September 2017 und im Kreistag am 5. Oktober 2017 abgestimmt; an einer Zustimmung bestehen keine Zweifel.

Johannes Dünner, Fraktionsvorsitzender der CDU erklärt: „Die Maßnahmen sind ein Meilenstein im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive. Ein Studieren des Fahrplans entfällt. Ich gehe davon aus, dass das neue Angebot den einen oder anderen veranlassen wird, das Auto stehen zu lassen und den Bus zu benutzen.”

Ursula Ehren, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagt: „Wir wenden uns ab von der Bedarfsorientierung und gehen mit einer Angebotsorientierung neue Wege. Das heißt, wir machen erstmals ein Angebot, das Nachfrage erzeugen soll, und sind zuversichtlich, dass das Angebot auch angenommen wird.”

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Habe der wupsi im Sommer geschrieben, ob es möglich wäre hier in der golfplatzsiedlung eine Haltestelle zu errichten. Wäre doch schön das zu berücksichtigen. Da es hier viel zu weit zu laufen ist bis Gronau Friedhof . Wäre schön es mit ein zu beziehen.