Dorothee Wasmuth tritt für die FDP bei der Landratswahl RheinBerg an

Dorothee Wasmuth hat in Köln studiert und ist Diplom-Kauffrau. Nach einigen Jahren im Management  von Gesundheitseinrichtungen wie den Kliniken der Stadt Köln arbeitet sie jetzt als selbstständige Beraterin. Seit 15 Jahren lebt die 42-Jährige in Refrath. Als Mutter von drei Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren kennt sie die Probleme in Kitas und OGS vor Ort. 

Im Fragebogen des Bürgerportals verrät die Managerin aber auch, dass sie Ungeduld für eine Tugend hält und Dinge verändern will. Daher tritt sie für die FDP als Kandidatin für die Landratswahl am 24. September an. 

Inhaltlich macht sie sich für eine „neue Perspektive für das Zusammenwirken und das Zusammenleben im Kreis” stark, kündigte sie bei Nominierung durch die Kreis-Partei an. Sie wolle die Menschen im Kreis inspirieren und mit ihnen neue Identifikationsansätze entwickeln: Für das Miteinander der noch immer „fremdelnden“ Regionen Nord und Süd; für gemeinsame Konzepte für die ländlichen und die metropol-nahen Bereiche; für die verschiedenen Generationen und ihre unterschiedlichen Bedarfe.

Was ist ein Landrat, was macht er, was verdient er?
Der Landrat wird direkt gewählt, wie ein Bürgermeister. Als „hauptamtlicher kommunaler Leitungsbeamter“ verdient er rund 100 000 Euro brutto plus etwas mehr als 30.000 Euro für zusätzlich wahrgenommene Ämter (abzüglich der an den Kreis abzuführenden Gelder).

Der Landrat muss aber nicht nur ein erprobter Verwaltungsfachmann, sondern auch ein gewieften Politiker sein. Denn er hat viele Job und Aufgaben – die die Bürger ziemlich direkt betreffen.

Er ist Chef der Kreisbehörde, die mehr als 1000 Menschen beschäftigt, in so beliebten Einrichtungen wie etwa dem Kraftfahrzeugamt.

Er ist Chef der Kreispolizeibehörde – und damit oberster Polizist des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Er ist Vorsitzender des Kreistag, dessen Sitzungen er leitet. Der Landrat hat im Kreistag normales Stimmrecht – wie jedes andere Mitglied.

Er beaufsichtigt die Gemeinden – und ist in den Zeiten der kommunalen Finanznot dadurch ein sehr wichtiger Mann geworden, denn er beaufsichtigt in erster Instanz die Nothaushalte der Kommunen – und schreitet ein, wenn die Vorgaben nicht erfüllt oder gar getrickst wird.

Er ist der lokale Verbindungsmann der Landesregierung – und muss sie über alles landespolitisch Relevante in seinem Landkreis informieren.

Man merkt, der Landrat führt ein Doppelleben, als Beamter und Politiker. Daraus ergeben sich auch seine unterschiedlichen formalen Kompetenzen. Im Bereich der Aufgaben des Landkreises ist er die Beschlüsse des Kreistages und seiner Ausschüsse gebunden, als Chef des staatlichen Landratsamtes aber an die Weisungen der staatlichen Mittel- und Oberbehörden. In diesem Bereich hat der Kreistag nichts zu sagen.

Warum muss jetzt ein neuer Landrat gewählt werden? Wie? Für wie lange?
Der amtierende Landrat Hermann-Josef Tebroke (CDU) kandidiert für seine Partei für den Bundestag. Daher hat er sein Amt zur Verfügung gestellt, der Nachfolger wird parallel zur Bundestagswahl am 24.9. gewählt. Gewählt ist, wer mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Sollte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erhalten gibt es am 8. Oktober eine Stichwahl.

Normalerweise dauert die Amtszeit des Landrats sechs Jahre – in diesem Fall sind es aber ausnahmsweise acht Jahre: NRW hatte 2007 die Amtszeit der Bürgermeister und Landräte von 5 auf 6 Jahre verlängert. Damit erfolgte eine Entkopplung von den allgemeinen Kommunalwahlen. 2013 wurde dies wieder rückgängig gemacht. Künftige Wahlen sollten dann wieder zeitgleich mit den Kommunalwahlen stattfinden. Um dieses landeseinheitlich zu erreichen, hat der Gesetzgeber Übergangsregelungen getroffen.

In den Fällen, in denen die Amtszeit innerhalb der ersten drei Jahre der laufenden Wahlperiode des Rates bzw. Kreistags endet (bis 31.05.2017), werden die neuen Amtsinhaber bis zum Ablauf der Wahlperiode (30.10.2020) gewählt. Endet die Amtszeit jedoch nach dem 31.05.2017 und dies ist im Rheinisch-Bergischen Kreis der Fall, wird die/der Neugewählte bis zum Ende der dann folgenden Wahlperiode und somit bis zum Jahr 2025 gewählt.

Wer darf den Landrat wählen?
Wahlberechtigt für die Wahl ist derjenige, der am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat, Deutscher ist oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzt, seit mindestens dem 16. Tag vor der Wahl im Wahlgebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises seine Wohnung, bei mehreren Wohnungen seine Hauptwohnung hat und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Konkret verstehe sie darunter, nach dem Kreis-Gewerbekonzept auch ein Wohnflächenkonzept zu entwickeln sowie die Aufgaben im Kreis und die Präsenz von Verwaltung vor Ort auf den Prüfstand zu stellen. Ein weiterer Schwerpunkt wäre ein Schulentwicklungsplan, der einem „roten Faden Bedarfsgerechtigkeit“ folgt – und der gerade im Bereich beruflicher Bildung die nötigen Fachkräfte von ausbildet und in der Region hält.

In die FDP ist Wasmuth erst vor einigen Monaten eingetreten, sie ist aber schon als Sachkundige Bürgerin im Flächennutzungsplanausschuss und im  Ausschuss für Anregungen und Beschwerden der Stadt Bergisch Gladbach tätig. 

Genug der Vorrede, los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag?
Zuerst sorge ich dafür, dass unsere Kinder gut in den Tag kommen. Sobald diese auf dem Weg zur Schule sind, gehe ich wenn zeitlich möglich mit unserem Hund auf meine Nordic-Walking Runde in den Wald.

Was wollten Sie als Kind werden? Ärztin

Und was sind Sie geworden?
Allrounderin / Diplom-Kauffrau mit Schwerpunkt Gesundheitswesen

Wohin laden Sie Geschäftspartner am liebsten ein?
Dorthin, wo man in entspannter Atmosphäre gut essen kann.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie und Freunden?
… zu uns nach Hause, am Liebsten auf unsere große neue Terrasse.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen? In den Wald.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Eine gesunde Mischung aus Entspannung oder Unternehmung mit der Familie und dem Erledigen von Dingen.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Tee; Wein

Was ist für Sie das größte Unglück?
Schwere Krankheit oder Tod geliebter Menschen

Bitte ergänzen Sie: der Kreis RheinBerg) ist … mein Zuhause

Was ist RheinBergs größter Pluspunkt?
Die hohe Lebensqualität durch die Mischung von Ländlichkeit/Natur und Metropolnähe.

Was ist RheinBergs größtes Problem?
Die mangelnde Zukunftsfähigkeit der Infrastruktur.

Wenn Sie drei Wünsche für RheinBerg frei hätten, was würden Sie wünschen?
Sanierung und Ausbau von Schulen/OGS und Kindergärten, Lösung der Verkehrsprobleme, Zusammengehörigkeitsgefühl der Kommunen im Kreis

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… eine zeitlich unbegrenzte Weltreise mit meiner Familie machen.

Was war Ihre größte Leistung?
Schicksalsschlägen auch positive Seiten abzugewinnen und gestärkt weiter zu machen.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
In einer beruflichen Situation letztendlich zulange die Faust in der Tasche gemacht zu haben.

Mein großes Ziel ist es, …
… meine Kinder auf ihrem Weg gut zu unterstützen und zu begleiten und sie glücklich zu sehen.

Was ist Ihre Stärke?
Organisationstalent, Begeisterungsfähigkeit

Was ist Ihre Schwäche?
Ungeduld, wobei das ja auch eine Tugend ist ;-)

Wie sind Sie als Chef? zuverlässig, gradlinig, fördernd und fordernd

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen? Hoffentlich ähnliches.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Leidenschaftslosigkeit (Dienst nach Vorschrift)

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf? Ich wüsste keines.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben? Meine Oma.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Wenn Dein Herz zu Dir spricht, steh auf und geh wohin es Dich trägt.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Ihren Kindern erteilen?
Wenn Dein Herz zu Dir spricht, steh auf und geh wohin es Dich trägt.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Was treibt Sie an? Ich möchte einen Unterschied machen, Dinge positiv verändern und gestalten.

Noch mehr Dorothee Wasmuth: Website – Facebook – XingMail

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