Daniel Euler ist als Mobilitätsmanager für die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes zuständig

Bei der Bevölkerung stößt die geplante Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer auf große Vorbehalte, die Fachleute versprechen sich viel davon. Dennoch soll es zunächst eine Testphase geben. 

Die Nachricht, das im Frühjahr das Radfahren in der Gladbacher Fußgängerzone erlaubt werden soll, ist von vielen Bürgern auf der Facebook-Seite des Bürgerportals kritisiert worden. Die Skeptiker warnen vor Unfällen mit Senioren oder Kindern; viele bezweifeln, dass alle Radfahrer die notwendige Rücksicht walten lassen. Einige aktive Radfahrer plädieren statt der Öffnung dafür, das Radwegenetz insgesamt in der Innenstadt zu verbessern – dann wäre die Nutzung der Fußgängerzone nicht möglich. 

Die Stadtverwaltung hatte die Maßnahme, die 2016 nach langer Debatte im Rahmen des Mobilitätskonzeptes beschlossen worden war, noch einmal mit Fachleuten diskutiert. Am ersten „Runden Tisch Fahrradfreundliches Bergisch Gladbach“ saßen Vertreter von Politik, Verwaltung, Polizei sowie die Interessensverbände ADFC, ProVelo und VCD, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Fußgängerzone soll bald für Radfahrer geöffnet werden

Die überwiegende Meinung: Mit dem Ende des Radfahrverbots werden die Innenstadt attraktiver, damit komme man dem Ziel, den Verkehr nachhaltig vom Auto aufs Fahrrad zu verlagern, ein Stück näher. Wenn es gelinge, das Pkw-Aufkommen spürbar zu verringern, sei insgesamt eine bessere Erreichbarkeit der City zu erwarten. Auch die IG Stadtmitte, in der die Einzelhändler vertreten sind, habe sich für die Öffnung der Fußgängerzone ausgesprochen.

Am Runden Tisch habe sich die Mehrheit für die Öffnung der Fußgängerzone ausgesprochen. Allerdings auch dafür, das Projekt zunächst für ein Jahr zu testen. 

Dem Votum folgt die Stadtverwaltung, sie schlägt vor, nach einem Jahr unter Einbeziehung aller beteiligten Akteure Bilanz zu ziehen und erst dann über eine endgültige Regelung zu entscheiden.

Das Projekt wird am Mittwoch zum ersten Mal im Inklusionsbeirat vorgestellt, später entscheiden der Verkehrs- und der Stadtplanungsausschuss, ob sie grünes Licht für die Testphase geben.

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Redaktion

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1 Kommentar

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  1. Dieser Bericht übers Radeln in der Fußgängerzone ist eine bodenlose Frechheit allen radfahrenden Menschen dieser Stadt gegenüber. Gladbach als radfahrerfreundliche Stadt zu bezeichnen ist einfach nur noch lächerlich. Eine 1jährige Testphase,was soll das? Ich erlebe täglich wie ” radfahrerfreundlich ” GL
    ist. Auf den sogenannten Fahradschutzstreifen ist man sich auch seines Lebens nicht sicher.

    Machen Sie einfach die Fußgängerzone für den radelnden Verkehr auf,das ist schon lange überfällig. Es wird sich alles von alleine regeln,in Leverkusen.Troisdorf z.b. funktioniert es doch auch,warum tut sich GL so schwer damit ? Man sollte der radfahrenden Bevölkerung einfach mal mehr Vertrauen entgegen bringen,denn die ist vernünftiger als mancher sich auf vier Rädern bewegender Mensch.In diesem Sinne……..macht die Fußgängerzone auf !