Peter Hillebrand (Mitte) bekam die Goldene Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach. 

Peter Hillebrand setzt sich seit vielen Jahren für Menschen mit Behinderung ein. Sein Engagement aber ist vielfältig und geht weit über die Behindertenarbeit hinaus. Dafür bekam er jetzt die Goldene Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.

Bürgermeister Lutz Urbach selbst hatte den Tausendsassa für die Auszeichnung vorgeschlagen. Vergangenen Bei einem Clubtreffen des CBF, dem Club der Behinderten und ihrer Freunde im Rheinisch-Bergischen Kreis. 

Hillebrand war von 1963 bis 1995 als Behindertenkoordinator des Rheinisch-Bergischen Kreises tätig. Schon während seiner beruflichen Laufbahn setzte er sich auch ehrenamtlich intensiv für Menschen mit Behinderung ein – besonders nach der Geburt seines behinderten Sohnes im Jahr 1967.  

Als Vorstandsmitglied und Vorsitzender war er seit 1970 in der Lebenshilfe Rheinisch-Bergischer Kreis über 20 Jahre tätig. Auch zur Zeit des Umbaus des alten Progymnasiums in Bensberg war er dort als 2. Vorsitzender mit sehr hohem Zeitaufwand tätig.

Karnevalssitzung gegründet, Wohnhäuser & Werkstätten gebaut

1981 rief Hillebrand dann die Bergisch Gladbacher Karnevalssitzung für Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben. Gleichzeitig sorgte er dafür, dass die Karnevalsorden in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung angefertigt wurden.

Nach seiner Pensionierung hörte sein ehrenamtliches Wirken nicht auf: Peter Hillebrand setzte sich dafür ein, dass Wohnhäuser und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gebaut wurden. So war er beispielsweise Initiator und Mitgründer der Lebenshilfewerkstatt Leverkusen/RheinBerg GmbH und des Wohnhauses in Refrath, dem acht Behindertenvereine als Gesellschafter angeschlossen sind.

Dort war er auch viele Jahre ehrenamtlich als Geschäftsführer tätig. Auch das Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Schildgen konnte nur durch seinen persönlichen Einsatz gebaut werden.

Peter Hillebrand hat sich Probleme und Schwierigkeiten der Menschen mit Behinderungen selbst zu Herzen genommen und es verstanden, diese in die Öffentlichkeit zu tragen und so zur Linderung und Lösung beizutragen. Mit seinem fundierten Fachwissen aus seiner beruflichen Tätigkeit war er in der Lage, etwas zu bewegen.

Vor circa 25 Jahren zum Beispiel hat er in einem 350-Seiten-starken Buch „Die Rechte der Behinderten und ihrer Angehörigen“ beschrieben. Er arbeitete am Landesgleichstellungsgesetz mit und feilte an den Paragrafen des Pflegeversicherungsgesetzes.

Führungsrolle bei den Maltesern

Vor kurzem initiierte er eine Petition an den Landrat mit dem Ziel, dass Behinderte im Rheinisch-Bergischen Kreis zukünftig nicht mehr so lange (zeitweise sei es ein Jahr und mehr) auf die Ausstellung eines Behindertenausweises warten müssen.

Nicht nur in der Behindertenarbeit war er tätig. Unter anderem war er von 1970 bis 1977 als Stadt- und Kreisbeauftragter der Malteser beschäftigt. In Bergisch Gladbach ist er vor allem aus seiner Zeit als Mitglied des 2002 gegründeten Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderungen bekannt, dem er bis 2007 vorstand.

Sein langjähriges, vielseitiges und anspruchsvolles Engagement für viele Projekte wird nun durch die Verleihung der Ehrennadel in Gold gewürdigt.

Pressestelle Stadt BGL

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