Guten Morgen, liebe Leser. Das sollten Sie wissen:

Der Zanders-Insolvenzverwalter hat 62 Mitarbeiter entlassen, alle anderen Beschäftigten haben einer Gehaltskürzung um zehn Prozent zugestimmt. Das gehört zu den Maßnahmen, mit denen der Betrieb der Papierfabrik wenigstens bis zum Jahresende gesichert werden soll. Mit chinesischen Investoren werde geredet, bis zu einem Abschluss sei es aber noch ein weiter Weg, sagt Insolvenzverwalter Marc d’Avoine. KSTA/BLZ, Hintergrund

An einem Konzept für eine integrierte Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung arbeitet der Kommunalverein Region Köln/Bonn unter Leitung von Reimar Molitor. Das Rheinland investiere bislang „Milliarden ohne ein Ziel vor Augen“. Stadt-, Verkehrs- und Landschaftsplaner arbeiten seit zwei Jahren an dem sogenannten Agglomerationskonzept, einem Leitfaden, der in den  neuen Regionalplan 2040 der Bezirksregierung Köln eingehen soll. Im Zentrum steht ein massiver Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in der ganzen Region. Die „kleineren Städte rund um Köln und Bonn” sollen urbaner werden. KSTA, Website

+ Anzeige +

Keine Linken, sondern Mitarbeiter der Caritas waren am Donnerstag von der AfD im Kreishaus festgehalten worden. Raphaela Hänsch, Leiterin des Fachdienstes für Integration und Migration, hält der lokalen AfD vor, ein „Gespenst einer linken Bedrohung” zu konstruieren. Erst die Polizei hatte den Vorfall klären können, sie nahm zwei Anzeigen auf. iGL, KSTA/BLZ*, Debatte

Die Arbeitslosenquote ist im September gegenüber dem Vorjahr von 5,9 auf 5,2 Prozent gefallen. Der Bedarf an Arbeitskräften und vor allem an Fachpersonal nimmt weiter zu. KSTA/BLZ

Das geplante Kariespräventionsprojekt hat der Kreistag auf Antrag der CDU vertagt; es soll mit dem Haushalt beraten werden; die Krankenkassen sollen einen Beitrag leisten. KSTA/BLZ

Bergische Köpfe

Heinz Monheim verabschiedete sich mit seiner 16. Kölsch-Bergischen Herbstrevue im Haus Pütz-Roth von der Bühne. KSTA/BLZ*

Gerd Pohl zeigt zum 30. Geburtstag des Puppenpavillons mit „Karpfn“ ein Stück von Herbert Achternbusch. KSTA/BLZ*, Hintergrund

Andreas Ebert tritt nach zwei Jahren w als SPD-Vorsitzender an. Er und sein Gegenkandidat Benedikt Bräunlich stellen sich derzeit in allen Parteigliederungen vor. Per Mail

Die lieben Nachbarn

Odenthal lässt die Straßen mit einem Hightech-Messfahrzeug erfassen, um ein Straßenkataster und ein Sanierungskonzept zu erstellen. KSTA/BLZ

Overaths Bürgermeister Jörg Weigt folgt nun doch der Position der Kommunalaufsicht und lässt die Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse der Stadtentwicklungsgesellschaft veröffentlichen. KSTA/BLZ*

In Overath kämpfen Freiwillige gegen die Herkulesstaude (Riesen-Bärenklau). KSTA/BLZ

Der Rhein-Sieg Kreis investiert 24 Millionen Euro in neue Busse, die Umrüstung alter Busse und in die Infrastruktur für Elektro-Busse. KSTA/BLZ

Stellenanzeigen unserer Partner (immer w/m)

Die Kreativitätsschule sucht Tagesmutter/Erzieherin/Kinderpflegerin in Teilzeit und Festanstellung  für die Betreuung von 1 bis 3-jährigen Kindern in der Großtagespflege in Heidkamp. Mehr Infos

Der ASB bietet 20 offene Stellen an, unter anderem eine Pflegedienstleitung, Pflegefachkräfte in Bergisch Gladbach und BurscheidRettungsassistenten/Notfallsanitäter und Alltagshelfer/innen in der Demenz-Wohngemeinschaft Bensberg.

Die Kette e.V. sucht einen PersonalsachbearbeiterPflegehilfskräfte für Nachtbereitschaften, eine Reinigungskraft (Minijob),  examinierte Pflegekräfte, einen Sozialarbeiter/Pflegefachkraft für das Ambulant Betreute Wohnen, eine Erzieher/Ergotherapeut/Pflegefachkraft und eine(n) Empfangssekretär/in.

Offene Facebook-Gruppe „Jobs in GL”
Weitere Stellengesuche unserer Partner
Infos zum Bürgerportal-Partnerprogamm

Das könnte Sie interessieren

Der TV Herkenrath verliert 1:3 gegen Borussia Dortmund U23. fupa.net

Die Bäcker und Fleischer haben zum „Tag des Butterbrotes“ mehr als 1000 Kita-Kinder mit einem gesunden Frühstück versorgt. Damit machen Sie auf die Qualität des lokalen Lebensmittelhandwerks aufmerksam. iGL

Der erste Apfelmost-Tag im Bergischen Museum in Bensberg stieß auf große Resonanz. KSTA/BLZ*

Im Rahmen des Rheinischen Lesefestes „Käpt’n Book” gibt es in der Villa Zanders bei freiem Eintritt ein Familienfest. Mit Lesungen für Kinder unterschiedlicher Altersklassen. iGL

Der Seniorenwegweiser der Stadt ist in einer neuen Auflage erschienen, liegt im Bürgerbüro aus und kann hier heruntergeladen werden. Stadt GL

Das Seniorenkino zeigt „Das Leben ist ein Fest”. iGL

Die Domkantorei Altenberg und Solisten geben ein Rossini-Konzert in der Andreas-Kirche. iGL

Die Bergischen Residenz Refrath bietet am Feiertag ein Jazz-Konzert. iGL

Die Goethegesellschaft zeigt in der Villa Zanders das literarische Kammerspiel Felix Krull. iGL

Die Band Purple Dawn feiert im Engel am Dom eine Prince4ever-Party. iGL

Das sagen unsere Leser …

… zu den 10 Forderungen von CDU und SPD zum FNP: „Die Stadtverwaltung versucht mit vielen Mitteln, das Mandat des Stadtrates zu untergraben, um Geist und Sinn der Bedingungen für einen neuen FNP zu torpedieren.” Rolf Havermann

Blitzer: Odenthaler Straße, Lückerather Weg, Kardinal-Schulte-Straße

Heiß diskutiert: Vorfall bei AfD-Vortrag (Facebook)

Meistgeklickt: Facebook-Debatte – Wird GL ein Vorort von Köln?

Das Wetter: Wolken, Regen, Sonne; 13/8 Grad

Lesehilfe: Beiträge mit einem Sternchen (*) sind online nicht verfügbar. Beiträg mit zwei Sternchen (**) sind Informationen des Bürgerportals, die nur im Newsletter erscheinen, daher auch hier kein Link.

Das bringt die Woche

Montag
13:30 Internationales Begegnungscafé, Cafe Leichtsinn

Dienstag
15:00 Das Leben ist ein Fest, Seniorenkino, Cineplex
17:00 Info über Betreungsrecht und Vollmachten, Pütz-Roth
20:00 Petite Messe solonelle, Konzert, Andreaskirche

Mittwoch, Tag der Deutschen Einheit
08:10 Wanderung im Nationalpark Eifel, Busbahnhof
10:30 Mit Baby ins Museum, Villa Zanders
15:00 Karpfn, Tierfigurenspiel, Puppenpavillon
15:30 Stecknadeln und andere Streicheleinheiten, Jazz, Bergische Residenz

Donnerstag
14:00 Freier Eintritt Villa Zanders
18:00 Öffentliche Führung Ausstellung Inside Out, villa Zanders
20:00 Alte Bekannte, Konzert, Bergischer Löwe
20:30 Kölsches Mitsingkonzert mit Björn Heuser, Wirtshaus am Bock

Freitag
13:00 Medienflohmarkt in der Stadtbücherei
13:45 Wanderung um die Große Dhünntalsperre, Teil 8, Kürten Rathaus
19:00 Flix Krull, literarisches Kammerspiel, Villa Zanders
20:00 Holger Schüler, Hundetrainer, Bergischer Löwe
20:00 Tag des offenen Klassenzimmers, Waldorfschule Refrath
20:00 Purple Dawn, Prince4ever-Pary, Engel am Dom
20:00 Kein Zurück, Wilfried Schmickler, Kabarett, IGP

Samstag
09:30 Tag des offenen Klassenzimmers, Waldorfschule Refrath
10:00 Mobile Saftpresse beim Apfelfest auf Gut Schiff
10:00 Tag der offenen Tür, Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)
14:00 Die lebende Bibliothek, Pütz-Roth
15:00 Welcome Cafeteria, Himmel un Ääd
15:00 Karpfn, Tierfigurenspiel, Puppenpavillon
18:00 Gaff nicht in den Himmel, Luther-Oratorium, Gnadenkirche
19:00 Konzert “Hamonie der Gegensätze”, Pfarrsaal Herz-Jesu-Kirche
20:00 Frau Höpker bittet zum Gesang, Mitsingkonzert, Bergischer Löwe
20:00 Geschmacksverstärker, Theas
20:00 WDR4 mit Disco 44 im Wirtshaus am Bock

Sonntag
09:00 Wanderung auf dem Rotweinwanderweg, Heidkamper Tor
11:00 Sonntags-Atelier, Villa Zanders
12:00 Kammer-Spiele, Vernissage, Ausstellung, Atelier A24
14:00 Das Traumfresserchen, Erzählkonzert, Autohaus Gieraths
18:00 Erntedank-Vesper, Zeltkirche Kippekausen
18:00 Gaff nicht in den Himmel,Ev. Gem.-Zentrum Herkenrath
20:00 Geschacksverstärker, Theas

Hier finden Sie weitere Termine

Aktuelle Ausstellungen

„Der Tag in Bergisch Gladbach”: Wir schicken Ihnen die Presseschau morgens früh um 7 nach Hause, per Mail, optimiert für Smartphone und Tablet. Oder als aktualisierte Abendzeitung „Das war der Tag in BGL” um 18 Uhr.  Freitags fasst „Die Woche in BGL“ alles Wichtige zusammen. Hier können Sie alle drei Newsletter kostenlos bestellen. Sie finden das Bürgerportal auch auf WhatsApp, Instagram, Twitter und Facebook.

„Der Tag in BGL” erscheint mit freundlicher Unterstützung unseres Sponsors:

Pütz-Roth: Bestattungen und Trauerbegleitung

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. ZU: “Konzept für eine integrierte Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung”

    „Es war sicher überfällig, dass das Problem des Wachstums im Rheinland wissenschaftlich angegangen wurde. Darum können wir alle froh sein, dass auch der KSTA sein Scherflein zur Zukunftsbewältigung beitragen will.

    Als ich nun die Doppelseite gelesen hatte, viel mir auf, dass sehr viel davon die Rede war, dass „Köln, Düsseldorf und Bonn“ der Entlastung bedürfen und vom Wachstumsdruck teilbefreit werden müssen, angesichts der enormen Herausforderungen von „Köln. Bonn und Düsseldorf“ etwas getan werden muss, der Bevölkerungsdruck auf „Köln, Bonn und Düsseldorf“ ist zu verringern ist, der Druck muss wegen „Köln und Bonn“ verteilt werden, der Druck von „Köln und Bonn“ muss weg, die Fokussierung auf die Zentren „Köln, Bonn und Düsseldorf“ muss verteilt werden. Ergo existiert die „Region“, das „Rheinland“ nur in diesen 3 Städten und, ganz am Rand, noch in Aachen.

    „Die Nachfrage nach urbanen integrierten Standorten können „Köln und Bonn“ nicht mehr erfüllen. DAS MÜSSEN DIE KLEINEN KOMMUNEN ÜBERNEHMEN! (Must Städtebau) „Köln, Düsseldorf und Bonn“ müssen nicht alles alleine machen. URBANE KANDIDATEN MIT GESTÄRKTEN ZENTREN und DICHTERER BEBAUUNG UND VIELFÄLTIGEN, ERSCHWINGLICHEN WOHNANGEBOTEN müssen her, damit „Köln, Bonn und Düsseldorf“ sich nicht selbst ersticken. WIR MÜSSEN IN EINWOHNERN DENKEN, NICHT IN FLÄCHEN“ (Urbanista Stadtentwicklung). BIKE-SCHARING FUNKTIONIERT IN KÖLN, NICHT IM BERGISCHEN! (Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen) Das klingt verblüfft, aber das Bergische heißt schon immer so, weil‘s da mindestens hügelig ist.

    Und dann hat doch einer der Fachleute eine gute Idee: Ein zweiter Hauptbahnhof in Köln, wo auch immer, nur nicht in Deutz, und Mülheim böte sich an. Die Hohenzollernbrücke verbreitern und schon hat die DB noch weniger Entschuldigungen für ihre Verspätungen.

    „Das Rheinland investiert Milliarden (?) ohne ein Ziel vor Augen“. Na ja, Übertreibung macht deutlich. Trotzdem wäre das eine oder andere Beispiel hilfreich gewesen. So steht der Satz da wie die Behauptung am Stammtisch, „meiner ist größer“. Auch die statistischen Anleihen mögen den Tatsachen entsprechen, können aber auch zum Beweis des Gegenteils herangezogen werden, wie jeder Statistikstudent weiß. Ich will damit nicht Unwahrheiten unterstellen und die Anlehnung an Zahlen mag ja sinnvoll sein, darf aber m.E. nicht alleiniger Beweis für eine These sein. Gerade mit Bevölkerungszuwächsen hat sich schon mancher Zukunftsbetrachter ins Abseits gestellt (auch und gerade in BG).

    Der Bevölkerungsdruck auf die „dicken Hunde“ mag sehr groß sein. Was aber hat z.B. Köln dagegen bisher getan? Man konnte mit Bergisch Gladbach als Schlafstadt besser leben als selbst neue Wohnmöglichkeiten zu schaffen, was bei einem 30 Jahre alten FNP auch sehr schwierig werden wird. Daran vorbei aber kann es nicht gehen, aber das nur am rande. Nun kommt immer weiter wachsender Verkehr aus Osten und Köln schreit Hilfe, will Bergisch Gladbach zwingen, eine zusätzliche Autobahnanbindung zu schaffen, was es selbst vor 25 Jahren verhindert hat (Mehrheimer Kreuz) und meint, wie Herr Börschel einst äußerte, auf die Bergisch Gladbacher Str. eine Pförtnerampel setzen zu wollen. Und bei solchem Raubrittertum sollen „die kleineren Kommunen“ übernehmen“?

    Wie kann man die Schweiz, die aufgrund ihrer Topographie eine besondere Situation zu bewältigen hat, mit dem Rheinland vergleichen? Schon der Begriff Agglomeration gehört m.E. nicht in die Schweiz, weil dort von Ballungsgebieten, wie wir sie zu bewältigen haben, kaum gesprochen werden kann. Natürlich wird die nun endlich in Angriff genommene Aufgabe sehr groß sein und es wären schon vor Jahren – betrachtet man die 25 Jahre Kommunalverein Köln/Bonn, fällt einem nur der Begriff „Beamte ein“ – Ergebnisse hochbrotnotwenig gewesen, aber uns nun direkt mit der Schweiz in einen Topf zu werfen, grenzt doch wohl an Hybris. Diese Nation spielt, was die Überwindung ihrer Topographie anbelangt, in einer völlig anderen Liga, weil sie dazu schon vor 200 Jahren gezwungen wurden. Wir haben diese Zeit nicht und können auch keine 200 Jahre in 12 – 22 aufholen.

    „Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut“, meint Reimar Molitor. Wem soll es wehtun??? Das kann nicht für BG gelten, weil dessen Verwaltung von einer „integrierten Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung“ nichts halten, womöglich nicht mal wissen, was das sein kann. Und wenn feststeht, dass die Lösung der Verkehrsprobleme der Schlüssel für die (…) kommende Entwicklung im Rheinland darstellt, wird BG bzw. seine Verwaltung das für noch lange nicht gelten lassen.

    Am immer weiter steigenden Verkehr, vor allem auf den Transit-Strecken, ob auf Straße oder Schiene, wird sich nichts ändern, meinen die Fachleute, „weil es bis 2040 nicht gelingen wird , den Personen- und Güterverkehr strikt voneinander zu trennen“. Darum wundert man sich, wenn auf dieser Doppelseite nicht einmal das Kürzel „DB“ auftaucht. Sind die Herren dort so festgefahren, dass selbst Molitor sich mangels Erfolgsaussicht nicht an sie heran traut? Die umliegenden Kommunen mit teilweise wenig bis gar keinem Geld sollen es aber „übernehmen“, wenn die Region immer mehr Probleme mit der Mobilität bekommt. Das ist verkehrte Welt. Wenn der „Kommunalverein Region Köln/Bonn“ in 25 Jahren Milliarden für die Region ausgegeben hat, dann stopfte der Bund ein Vielfaches davon in das bodenlose Fass seiner Staatsbahn, die sie de facto ist. Vor mehr als 30 Jahren wäre es nötig gewesen, sich der Zukunft des immer stärker werdenden Verkehrs zu widmen. Die langen LKW-Transitstrecken wie Hamburg/München, Köln/Berlin, Rotterdam/Süddeutschland etc. müssten längst auf die Schiene verlegt worden sein statt unfähigen CEOs und geldgierigen, ehemaligen Staatssekretären Millionen zu schenken, für die es keinen Gegenwert gab. Die Schweiz – tut mir leid, transportiert über 45% ihres Scherlastverkehrs über die Schiene – was bei uns wenigstens mal angegangen werden sollte.

    „Intelligentes Mobilitätsmanagement wird zukünftig vor allem (…) in Köln, Bonn und Leverkusen“ (…) zu einem deutlichen (…) Rückgang der PKW-Anteile führen“. Per Definition ist Bergisch Gladbach auch eine Großstadt. Darum freuen wir uns, wenn 2040 sehr viel weniger Verkehr in BG die Straßen verstopft. Dies soll auch und vor allem durch Car-Sharing, autonomes Fahren, E-Bikes und was weiß ist funktionieren. Bis 2040 aber sind so viel mehr Menschen – vor allem Kinder – von den Schadstoffausstößen derart gesundheitlich geschädigt, dass dann der motorisierte Individualverkehr fast zur Nebensache wird. Ich lese von keinem Konzept, dass morgen beginnt, dass übermorgen viele Autos von der Straße weghält, und uns in Zukunft mit den Problemen, die uns immer mehr Straßen, immer mehr Transit auf diesen Straßen, immer mehr Kleintransporter, weil es so geil ist, 10 Kleider jede Woche zu bestellen, um die dann wieder zurückzuschicken, bringen, in Ruhe lässt.

    Die Herren Broesi und Benden fordern, „Einfamilienhaus-Teppiche“ nicht mehr zuzulassen, weil sie zu viel Fläche verbrauchen und noch mehr Individualverkehr erzeugen. Die kleineren Städte müssten urbaner werden, „Junge Familien, die aus Köln wegziehen, tun das mit Bauchschmerzen“, behaupten die Herren. Was diese Bauchschmerzen verursacht, schreiben sie nicht. Vielleicht denken sie anders, wenn sie mal den Wohnungsmarkt in BG betrachten, den Junge Familien aufsuchen, weil sie lieber in ein bisschen Grün als in Betonsilos wohnen wollen. Das mag für “Köln“ gut sein, die drittgrünste Stadt Deutschlands aber soll Ihr schönes Attribut verlieren, weil Köln Bauchschmerzen im wahrsten Sinn hat und von frühzeitigen Planungen Abstand hielt.

    In Bergisch Gladbach gäbe es zweifelsohne mehr Pendler, wenn man sie ließe. Das Haupthindernis (neben den Naturschützern) für einen zweigleisigen Ausbau der S11 nach BG heißt „DB“. Die ganzen Vorbehalte, Bedenken, vorgeschützten rechtlichen Problemen und Fachkräftemangelbehauptungen der Bahn halten diesen Ausbau seit vielen Jahren in ihren Fängen. Man kann zwar nicht behaupten, die Stadt BG würde da wesentlich schneller agieren – ihr dienen die Bedenken der Bahn auch als Alibi – aber immerhin ist dieses Thema dort nicht mehr verhandelbar, das 2. Gleis muss her.

    Spät, aber besser als nie, werden hier Themen endlich angesprochen und mit dem Zeitdruck verbunden, unter dem sie leiden.. Trotzdem wird mir zu viel von 2030 oder 2040 geschrieben und scheinbar ignoriert, dass 2020 wieder 2 Jahre vergangen sind, ohne dass etwas Wirkungsvolles begonnen hat oder dass die Bevölkerung spürt, dass etwas Verbesserndes passieren wird. Ich habe es schon mehrmals in diese Zeitung geschrieben und auch im Bürgerportal Bergisch Gladbach veröffentlicht: Das Fachmagazin „auto, motor und sport“ (!!!) machte im vergangenen Jahr in einem großen Artikel darauf aufmerksam, wie in anderen Ländern Pendlerprobleme gelöst werden: MIT EINER ODER MEHREREN SEILBAHNEN!!!

    Rolf Havermann