Beit Jala hat einen neuen Ort des Friedens und der Freiheit bekommen: Der Bergisch-Gladbach-Platz ist nun eröffnet. Bei der Einweihungsfeier war Lutz Urbach nicht der einzige internationale Gast. 

Die zwei „B“ von Bergisch Gladbach und Beit Jala verschmelzen zu einer Friedenstaube. Die elegant geschwungene Mamorfigur auf dem aufragenden Quader ist das Wahrzeichen des neu geschaffenen Bergisch Gladbach-Platzes in Beit Jala.

Besucher finden ihn in Bir Onah, am alten Stadtbrunnen eingangs des Cremisan-Tals. Einer alten Legende nach sollen Maria und das Jesuskind auf der Flucht nach Ägypten daraus getrunken haben.

Höhepunkt der feierlichen Namensgebung am 14. September war die Enthüllung der Stele, geschaffen vom Bildhauer Akram J. Anastas aus Beit Jala. Die Tafel trägt die Inschrift:

Dieser Platz wurde eingeweiht als ein Symbol der Brüderlichkeit und Kooperation zwischen der Stadt Bergisch Gladbach – Deutschland und der Stadt Beit Jala – Palästina

Rund 150 Gäste waren erschienen. Darunter Bürgermeister Nicola Khamis, Geistliche der orthodoxen und protestantischen Kirchen, Würdenträger der Moscheegemeinde, der im August eingeführte neue Schulleiter von „Talitha Kumi“, Matthias Wolf, Burghard Schunkert, Leiter des „Life Gate“ – Rehazentrums, der stellvertretende Tourismusminister Palästinas sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Aus Bergisch Gladbach war eine kleine Delegation angereist, bestehend aus Bürgermeister Lutz Urbach, dem Initiator der Städtepartnerschaft Axel Becker, dem stellvertretenden CDU Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat von Bergisch Gladbach Lennart Höring und Stephan Dekker vom Bürgermeisterbüro.

Ebenfalls dabei: Friedrich Herweg, Leiter der Städtischen Max-Bruch-Musikschule (Gitarre), und der Dozent Holger Faust-Peters (Violoncello). Beide Musiker spielten vor großem Publikum und begleiteten den Talitha Kumi Chor. Zu den Nationalhymnen von Deutschland und Palästina erhoben sich die Anwesenden. Als Geschenk brachten die Gäste eine Infotafel über Bergisch Gladbach und das Straßenschild „Bergisch Gladbach – Square” mit.

Lutz Urbach unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit wechselseitiger, vor allem kultureller Beziehungen und persönlicher Begegnungen. Die zeitgleich laufenden Deutsch-Palästinensischen Kulturtage an der Strunde (8. – 30. 9.) und der eigens produzierte Dokumentarfilm „Ein Tag in Beit Jala“ sind die aktuellsten Beispiele dafür.

Aber auch die Unterstützung durch Spenden und durch die Bethe-Stiftung für die dringend benötigte Pumpenanlage für „Life Gate” legt Zeugnis für sinnvolle Kontakte ab. Partnerschaft ab. Bürgermeister Nicola Khamis bedankte sich in seiner Rede für das Vertrauen und das Interesse am Schicksal seiner Stadt.

Axel Becker hob in seiner Rede besonders die vielfältigen Begegnungen von Mensch zu Mensch hervor. Er, der auf den 15 Begegnungsreisen seit 2003 unzählige Menschen dort kennen gelernt hat, weiß von zahlreichen Schicksalen und von mutigen und friedfertigen Menschen zu berichten.

Möge ihnen die Friedenstaube auf dem Bergisch Gladbach-Platz Glück bringen! In Sichtweite der Trennmauer und der israelischen Großsiedlung Gilo soll sie der Hoffnung der Menschen auf ein menschenwürdiges Leben Flügel verleihen. Frieden und Respektierung ihrer Menschenwürde sind das, was sie am meisten ersehnen.

Das belegt auch das jährliche „International Festival for Peace“ in Beit Jala, das zeitgleich zur Einweihung des Platzes stattfand. Auch aus weiteren Partnerstädten in Frankreich, Griechenland und Rumänien waren Gäste angereist und präsentierten ihre Beiträge.

Auch hier bestritten Herweg und Faust-Peters einen Teil des Programms und knüpften Kontakte zu einheimischen Musikern. Die weltoffene Atmosphäre und der warmherzige Empfang werden der Delegation aus Bergisch Gladbach in guter Erinnerung bleiben.

Lesen Sie auch die Reden von Bürgermeister Lutz Urbach und Axel Becker zur Eröffnung des Bergisch Gladbach-Platzes in Beit Jala:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. “ Bei der Einweihungsfeier war Lutz Urbach nicht der einzige internationale Gast. “

    Unser Bürfermeister ist also kein Deutscher? Aha!