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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

6 Kommentare zu “Parkplätze in der Schlossstraße: 95 plus x”

  1. Die bereits einige Zeit andauernde Diskussion um den vermeintlichen Bedarf an Parkplätzen in der Bensberger Schlossstraße löst zumindest Erstaunen wenn nicht gar Kopfschütteln aus. Zuerst variierende “vorweihnachtliche Wunschzettel” der örtlichen Händler und nun soll es ein Prüfauftrag der Politik richten. Bedauerlicherweise bleibt der starke Eindruck haften, dass dies beinah wie eine Parallele zum Politikbetrieb in Bund und Ländern anmutet. Die Politik hat den Kontakt zur Wählerschaft verloren, die Händler den zum Kunden. Wäre nicht längst einmal Innehalten und neues Nachdenken angezeigt? Gewiss ist eine Grundangebot an Parkplätzen nicht unbedingt verzichtbar. Wenn die örtlichen Händler jedoch längerfristig gegen die Onlinekonkurrenz bestehen wollen, kann der Kunde wohl eher mit einem differenzierten Warenangebot, denn mit Parkplätzen zum Kauf angeregt werden. Leider sind die städtebaulichen Rahmenbedingungen in Bensberg kein Pfund, mit dem dieser Standort bzw. die Händler wuchern können. Also muss in erster Linie das Angebot stimmen. Wie wenig bedeutsam Parkplätze sind, merkt man schnell, wenn man als Konsument z.B. in Köln unterwegs ist. Schnell sind dort 4-6 km fußläufig zurückgelegt; geht also. Moderne und aktuelle Überlegungen in der Stadtentwicklung sind heute darauf ausgerichtet, die Zentren möglichst von automobilem Verkehr freizuhalten. Also nochmals: Bitte innehalten und eine Stadtentwicklung mit Nachhaltigkeit ansteuern.

  2. Mit „95plus x“ soll der Entwurf der „Straße der Begegnungen“ nun auf Wunsch der Politik weiter verfremdet werden, trotz klarer Empfehlung des Planungsausschusses und der Stadtverwaltung.

    Erstaunlich ist dies, da noch am vergangenen Wochenende die Herren Krell (FDP) und Waldschmied (SPD) im Kölner Stadtanzeiger begründet erklärt haben, dass sie die Empfehlung der Stadtverwaltung mit 95 Parkplätzen unterstützen werden.
    Abgestimmt haben sie gestern anders.

    Besonders irritierend ist es dabei zu hören, dass sich alle Parteien der „Qualität“ der Schlossstraße verpflichtet sehen. Das wurde gestern mehrfach ausdrücklich betont. CDU (und damit auch SPD) und FDP wollen dabei offensichtlich möglichst viele Autos auf der Straße sehen, Grüne und Linke dagegen möglichst wenige.

    Da mag manche/r Bürger/in ratlos zurückbleiben.

  3. Anderswo wird darüber diskutiert, wie Innenstädte möglichst lebenswert und autofrei gestaltet werden können – aber in Bergisch Gladbach gilt offenbar eine andere Zeitrechnung. Bedauerlich, zumal das Thema dann wohl in naher Zukunft erneut auf die Tagesordnung kommen, und erneut Kosten für Planung und Umbau anfallen werden.

    Was bei bei Debatte mal wieder völlig hintenrunterfällt, ist die Erreichbarkeit der Schloßstraße mit dem Fahrrad. Bisher gab es je zwei Zugänge aus Nord- und Südrichtung: Am Kino, über die Galerie zum Markt, durch den kleinen Tunnel und die Gartenstraße, sowie am Irish Pub. Wieviele bleiben nach der Umgestaltung erhalten?

  4. 65, 95, (95+ aber weniger als 130!). Tritratrullala, Kasperle war wieder da.

  5. Nun also soll der Debattierclub weitergehen, welch ein Fortschritt. Die GroKo hustet und der Rat bekommt Bronchitis. Jetzt heißt es 95+ aber nicht bis 130. Hält man sich an die Mitte, geht es Richtung 110 Parkplätze, aber würde der Begriff Mitte rechnerisch anders ausgelegt, wird man sich nicht wundern, man lebt ja in Bergisch Gladbach. Nun sollen die Architekten wieder ran, die, kann man sich vorstellen, der Diskussion auch langsam müde sind. Alles aber ohne zeitlich Verzögerung! Wie das wohl geht, wenn eigentlich heute der Rat entscheiden soll. Aber der ist ja von der GroKo blockiert.

    Neu und sogar positiv ist, wenn es denn stimmt, das im zukünftigen Debattierclub “Interfraktioneller Arbeitskreis Schlossstraße” auch “Anwohner” und sogar “Bürgerinitiativen” ins Boot sollen. Die standen vorher auf keinem Zettel.

  6. Was für ein Anachronismus! In Zeiten, in denen Stadtzentren von Automief und Schadstoffen überfrachtet werden und Fahrverbote drohen, holt Bensberg die Verursacher dieses Übels in die Einkaufszone. Es ist nicht zu fassen. Der „Spass“ am Shoppen dürfte vorprogrammiert sein.

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