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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

16 Kommentare zu “Schlossstraße: Händler bitten um einen Nachschlag”

  1. Wer “böses denkt” könnte vermuten das Herr Metten an einer höheren Anzahl Parkplätzen interessiert ist. Dort könnte “normales Verbundsteinpflaster” verbaut werden. Das Risiko das der andere Belag dem der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone in seiner “Mängelhaftikgeit” auf Sicht ähnlich wird, würde u.U. sinken….
    Es kann natürlich auch sein das Steine anderer Anbieter verbaut werden….., warten wir mal ab…..

  2. Wenn die Händler keine Kundschaft wollen, dann sollen sie es einfach sagen. Früher sind wir mit der Familie in der Schloßstraße spazieren gegangen, einfach so. “Dank” Autoverkehr ist das heute völlig undenkbar. Wer nur auf die alte Generation setzt und Menschen mit Kindern derart abschreckt, dessen Kund*innen sterben halt irgendwann aus.

  3. Mich würde ja mal interessieren – und einem Großteil der interessierten Bevölkerung geht es möglicherweise ähnlich – wo sich denn nun die jetzigen 142 (Stadt) bis 165 (IBH) Parkplätze befinden oder die 65 über 95 und 105 bis 121 hinsollen? Wie viele aus der Schlossberg-Garage zählen zu welcher Erhebung, sind alle möglichen (vielleicht auch wilde) Parkplätze hinzugezählt, wie wird die Situation mit fertigem Schloss-Center und Bensberger Marktplatz sein? Kann das Bürgerportal das mal eruieren? Scheinbar verspürt keiner der Kontrahenten Lust dazu.

    Wenig bis gar nicht helfen Aussagen wie “70% der Besucher kommen mit dem Auto”, was man zu akzeptieren hätte. 1. stimmt das nicht und 2. kann mich niemand zwingen, etwas zu akzeptieren, wovon ich nicht überzeugt bin. Oder “Diese Kommentare leisten (keinen) qualitativen Beitrag zur Diskussion”, wenn Herr Kerckhoff die vielleicht emotionalen Erklärungsbegriffe meint, die die Gegner vieler Parkplätze nennen, weil manchmal Übertreibung deutlich macht. Oder “Das InHK ist für uns die Frage, wie der gesellschaftlich notwendige Transformationsprozess vom Individualverkehr zum autonomen Fahren . . . umgesetzt werden kann”. Bitte? Wurde das InHK nur für die Händler geschrieben, soll bis zum vollständigen autonomen Fahren weiter über Parkplätze diskutiert werden?

    Im Bewusstsein der Händler kommt der Besucher der Schossstraße nur als Kunde, kaum als Mensch vor. Vielleicht sind ja da auch noch die Leute, die die “Straße der Begegnungen” leben wollen. Oder will man an beiden Enden der neu gestalteten Straße Zugangssperren aufstellen und nur die 70% reinlassen, die angeblich mit dem Auto kamen?

    Die Händler hätten längst mit ihren Brüdern und Schwestern von der ISG die Parkpalette an der Steinstraße realisieren können, und alle Diskussion wäre unnötig geworden. Aber die meisten Immobilienbesitzer sitzen lieber eben als sich zu bewegen.

    Nun soll sogar der Entscheidungstermin im Rat verlegt werden, nur weil sich die CDU einmischt, die eigentlich den Entwurf mit 65 Parkplätzen wie alle anderen Parteien favorisiert hatte.

    Armes Bensberg!

  4. Es ist unglaublich!
    Im Planungsausschuss haben alle Parteien betont, wie toll der prämierte Entwurf von Club L94 ist und bedauert, dass es nun beim Beschluss nur noch darauf ankommt, wieviele Parkplätze nach der Umgestaltung der Schlossstraße zur Verfügung stehen.
    Letztendlich haben aber nur die GRÜNEN für den Siegerentwurf in der Fassung 65 Parkplätze gestimmt und alle anderen Parteien für den Kompromißvorschlag der Verwaltung mit 95 Parkplätzen. Aber selbst dieser Kompromiß ist den Händlern nicht genug und die CDU knickt nun gleich nochmal ein und präsentiert sich wie beim FNP als alleine Vertreterin der Wirtschaft. Das Interesse der Bürger, die sich eine fußgängerdominierte Schlossstraße wünschen, ist wieder weniger wert.

  5. Da sagt Herr Metten in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, es solle „eine für Händler, Stadt und Planungsbüro akzeptable Lösung gefunden werden“. Der Bürger scheint in der Gedankenwelt dieser Person keinen Platz zu haben. Wozu gab es denn den gemeinsamen Abstimmprozess? Reine Augenwischerei und Verschwendung von Steuermitteln. Herr Metten scheint nach Gutsherrenmanier zu regieren, dass kommt in der Bevölkerung nicht gut an. Schaut man sich das Wahlergebnis von gestern an, so sieht man das Ergebnis eines solchen Verhaltens.

  6. Sehr geehrter Herr Kerkhoff,

    mit Ihrer Forderung nach mehr als 120 Parkplätzen auf der Schlossstraße -und dem entsprechenden Stellplatzkonzept- würde im Grunde alles erst einmal beim heutigen Zustand bleiben, nur halt mit einem neuen Straßenpflaster und mit einer Investition von mehreren Millionen Euro. Autos hätten auch zukünftig Vorrang vor den Menschen.

    Damit wäre Entwurf der „Straße der Begegnungen“ weitgehend gekippt und sein Ziel, die Aufenthaltsqualität für die Menschen zu verbessern, nicht zu erreichen.

    In Ihrem Kommentar begründen Sie Ihre Forderung, Ihr „Werben“, im Wesentlichen damit, dass mit der Umsetzung des derzeitigen Entwurfs gewartet werden muss bis der „gesellschaftlich notwendige Transformationsprozess vom „Individualverkehr“ zum „autonomen Fahren“erfolgreich in Bensberg umgesetzt werden kann“.

    Dies stünde natürlich in weiter Ferne. Die Finanzierung eines solch langwierigen und ungewissen Prozesses durch Fördermittel ist sicherlich schwer vorstellbar.

    Ein Warten auf „autonomes Fahren“ ist dabei aber praktisch auch gar nicht notwendig: Bereits heute kann jede Besucherin/jeder Besucher mit dem eigenen, „individuellen“ Auto vorfahren, auf der Schlossstraße oder im direkten Umfeld parken und dann z.B. einkaufen oder ein Restaurant besuchen. Alles ist mit dem heutigen „Individualverkehr“ erreichbar und wird damit auch zukünftig erreichbar sein, selbst wenn mehr als die von Ihnen genannten 70% mit dem Auto kämen. Es gibt -auch nach Aussage der Stadt- derzeit und zukünftig mehr als genug Parkplätze. Sie kenne diese Aussage.

    Darüber hinaus erwartet das Konzept „Straße der vielen Begegnungen“ an keiner Stelle „Autonomes Fahren“. Vielleicht sprechen Sie die Stadtverwaltung oder „L94“ einmal an, um diesen Punk abzusichern.

    In jedem Fall begrüßen kann man andererseits das von Ihnen genannte Ziel, „das beste Ergebnis für Bensberg zu erreichen und alle gesellschaftlichen Gruppen … mitzunehmen“.
    Grenzen Sie uns Bürger dabei aber bitte nicht -wie in Ihrem Kommentar- als „interessierte (und nicht betroffene) Betrachter“ aus.

    Die Bürger, bringen sich -z.T. seit 2016- in den InHK-Gestaltungsprozess ein. Die, die ich kenne oder höre, wollen im Zentrum „Ihres Bensberg“ einfach mal wieder angenehm leben, sich wohlfühlen und entspannt einkaufen können.

    Das ursprüngliche Konzept der “Straße der Begegnungen” trägt dem Rechnung, ein langwieriges Warten nicht.

  7. Nicht ungeschickt wie hier die Händler „versachlicht“ versuchen, die Frage nach der „Anzahl der Parkplätze“ in Konkurrenz zum „Erlebniseinkauf und zur Aufenthaltsqualität“ auf der Schlossstrasse zu verbinden mit dem gesellschaftlich notwendigen Transformationsprozess, um vom „Individualverkehr“ zum „autonomen Fahren“ zu kommen und tatsächlich aber abenteuerlich das InHK dafür bemühen, zu diesem Zweck das Vehikel zu sein. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen.

    Das war im Erstellungsprozess des InHK zu keiner Zeit die Diskussion und in Rede. Auch nicht bei dem internationalen Wettbewerb und bei der Prämierung des Siegerentwurfs.

    Die dramatische Veränderung der Altersstruktur durch die Babyboomer und die Wirkung des online Handels, bis hin zur gesellschaftlichen Veränderung hin zum Erlebniseinkauf mit der dafür erforderlichen Aufenthaltsqualität,, das waren dann schon eher die nachvollziehbaren Argumente für eine solche Planung.

    Gegen eine flexible Handhabung ist tatsächlich ja nichts ein zuwenden, die wird ja durch die Laufzeit des Vorhabens fast erzwungen, allerdings gegen die nachfolgende Argumentation schon:
    Zitat: Solange 70% der Bergisch Gladbacher Bürger den PKW zum Einkauf benutzen haben wir alle diese Realität zu akzeptieren und zwar unabhängig davon ob es uns gefällt oder nicht. Der interessierte Betrachter kann dies kommentieren, der betroffene Händler, die Verwaltung und die Politik haben sich (auch) dieser Herausforderung zu stellen.

    Es ist ein Fehlschluss diese 70% als Argument heranzuziehen für mehr Parkplätze auf der Schlossstrasse, abgesehen davon sind es Zahlen von 2013 und die Veränderungen sind seit dem gewaltig. Der eigentliche Punkt aber ist, dass nirgendwo geschrieben steht und es hat auch niemand der gesellschaftlichen Gruppen einen Anspruch darauf, dass diese Parkplätze zu Lasten der Aufenthaltsqualität auf der Einkaufsstraße vor den Geschäften vorzuhalten sind, der Straße der vielen Begegnungen. Die Investition zielt in die Zukunft.

    In jedem Fall kann man das Ziel nur begrüßen, das Beste Ergebnis für Bensberg zu erreichen und alle gesellschaftlichen Gruppen mitzunehmen.

    Dabei kann und darf aber das eigentliche Ziel, die Umwandlung der Schlossstrasse in die Straße der vielen Begegnungen, nicht auf der Strecke bleiben.

  8. Eine Straße sollte vorrangig dem fließenden Verkehr dienen. In einer Fußgängerzone sind das Fußgänger (und meinetwegen gerne auch rücksichtsvolle Radfahrer). “Freilaufende” Kinder zwischen Parkplätzen (=Sichthindernissen) und den fahrenden Autos finde ich nicht so toll. Fahrende, stinkende Autos sind für die Aufenthaltsqualität ebenfalls nicht förderlich. Demnach müssen Parkplätze abseits der Verkehrswege eingerichtet werden. Je weniger Parkplätze in der Fußgängerzone gebaut werden, desto höher ist der Druck ein nahes Parkhaus zu bauen.

  9. … die Schlossstrasse als DriveIn ShoppingMall. Dann sollte man im Zuge des InHK Bensberg auch fairerweise die „Schloss“strasse in „Park“strasse umbenennen.

  10. IBH und ISG stehen für eine Versachlichung der Diskussion. Das InHK und die darin als ein Element von vielen enthaltene Neugestaltung der Schloss Strasse ist weitaus mehr als nur eine „Parkplatzdiskussion“, „Selbstzweck“, “Lust an der Diskussion“, „beparkbare Fussgängerzone“, „Absurdum“, „Anmaßung“, „Angstraum“ oder die Frage ob “die Händler SUV’s fahren“. Diese Kommentare werden weder dem Kern des InHK gerecht noch leisten sie einen qualitativen Beitrag zur Diskussion.

    Das InHK ist für uns die Frage wie der gesellschaftlich notwendige Transformationsprozess vom „Individualverkehr“ zum „autonomen Fahren“ erfolgreich in Bensberg umgesetzt werden kann. Dieser Prozess hat einen Anfang und ein Ende und benötigt Zeit. Wir werben dafür am Tag „1“ der Realisierung mit 121 Stellplätzen zu beginnen und diese dann unter Ausnutzung des Siegerentwurf Konzeptes der „multifunktionalen“ Fläche „Zug um Zug“ den sich ändernden Bürger Bedürfnissen anzupassen. Der Entwurf erlaubt aus unserer Sicht genau diese Flexibilität.

    Solange 70% der Bergisch Gladbacher Bürger den PKW zum Einkauf benutzen haben wir alle diese Realität zu akzeptieren und zwar unabhängig davon ob es uns gefällt oder nicht. Der interessierte Betrachter kann dies kommentieren, der betroffene Händler, die Verwaltung und die Politik haben sich (auch) dieser Herausforderung zu stellen.

    Der Wandel von Innenstadtstrukturen und Mobilität erfolgt nicht abrupt.

    Konzepte und Lösungen zum „wie“ liegen (noch) nicht vor und müssen von allen Beteiligten entwickelt werden. All das benötigt Zeit. Deswegen ist es notwendig „Zug um Zug“ vorzugehen um das beste Ergebnis für Bensberg zu erreichen und alle gesellschaftlichen Gruppen, auch die Händler“ mitzunehmen.

    Für das Gelingen diesen Prozess setzen wir uns ein.

    Markus Kerckhoff (IBH / ISG)

  11. Toller Beitrag Herr Timme!
    das die Aufenthaltsqualität einer Einkaufstrasse das Kaufverhalten entscheidender beeinflusst, als die Parkmöglichkeit direkt vor der Tür,sehe ich überall dort, wo Einkaufsorte noch zum Verweilen einladen. (Gott sei Dank gibt es in anderen Orten noch “Entscheider/innen” , die bei der Planung so weit- und umsichtig waren.) In Bensberg verkennen die Einzelhändler seit Jahren auch das Käuferpotential,das sie u.a. – bei ansprechender Fassaden- und Schaufenstergestaltung durch Gäste des 5 Sterne Schlosshotel, sowie das Hotel Malerwinkel und andere touristische Attraktionen in der Nähe gewinnen könnten.
    gewinnen könnten. In den letzten Jahren haben sich dazu sehr viele ältere Menschen angesiedelt ( Serviceresidenz, Carpe diem, Anwohner Schlossstrasse…) , für die das Einkaufen hier in der Tat ein “Angsttraum” ist. Ebenso für Mütter mit Kindern.
    Offensichtlich können und wollen die Bensberger Händler in Zukunft auf all dieses Kundenklientel verzichten. Kommentar eines Einzelhändlers:” Wir leben nicht von den paar Bensbergern.”

  12. Sollen die Händler mit ihren SUV‘s vor der Türe ersticken. Wir fahren Fahrrad, aber bestimmt nicht in die Bensberger Parkzone. In Bergisch Gladbach gibt es eine richtige Fußgängerzone in der wir auch unseren Platz und unsere Zeit haben.

  13. Selbst der geneigte Leser wird müde. Eine erneute Parkplatzdiskussion mit Vorlage der 999sten Zählung und des zigsten Konzepts scheint nur noch Selbstzweck zu sein und die Lust der Argumentierenden an ihrer Diskussion zu befriedigen – und das 5 Tage vor der Entscheidung im Rat. IBH und ISG scheren sich nicht darum, den Wünschen ihre Kunden nachzukommen, die sich eindeutig gegen zu viele Parkplätze (121) entschieden haben. Nein, sie behaupten, ohne 121 Parkplätze einzugehen wie die Primel ohne Wasser. Das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein und die Tatsache, dass man das Problem nicht längst in eigenen Reihen (die der ISG) mit einer Parkpalette an der Steinstraße gelöst hat, stellt ein Armutszeugnis aus. Die Stadt sollte bei Ihrer Haltung bleiben. Maximal 95 Parkplätze (fast 50% mehr als die Bevölkerung will), den Rest bis zur Wunschzahl von IBH und ISG kann man an der Steinstraße realisieren.

  14. Unfassbar. Da schreibt man einen Wettbewerb zur stadtplanerischen Gestaltung der Schlossstraße aus. Der Sieger Club L 94 legt einen viel gelobten Entwurf vor, der unser heruntergekommenes Bensberg zu altem Glanz und gewünschter Verweildauer im Außenbereich führen soll.

    Jetzt ist es wie beim FNP Flächennutzungsplan. Gewerbe und Industrie, Makler, Immobilienunternehmen und andere am reinen Profit Interessierte maßen sich an, alles wieder so hinzurücken, dass bloß nicht IHR Gewinn geschmälert wird.

    Das Siegerbüro CLUB L 94 hat jedoch den Bürger und die Lebensqualität der Stadt in den Mittelpunkt gestellt. Die Schlossstraße als Boulevard der Begegnungen. Was für eine schöne wünschenswerte Lösung! Und da wo Menschen zusammenkommen und schlendernd die Stadt genießen, da wird mit Sicherheit auch Umsatz gemacht im Interesse der Händler.

  15. Was wollen „die Bensberger“ eigentlich ? Seit Jahren das Lamento das nichts passiert, jetzt soll und wird „was passieren“, jetzt wollen „die Händler“ eine „beparkbare Fußgängerzone“ (die auch noch schic und schön sein soll), das ist schon ein Absurdum schlechthin. Wenn man diesen Händlern 160 Parkplätze anbieten würde dann wären 200 besser…..
    Da muß doch mal jemand der was davon versteht sich durchsetzen und eine Entscheidung treffen. Vielleicht können die Händler Ihre SUV‘s ja auch außerhalb der Fußgängerzone parken……

  16. Mit zunehmender Verweildauer des Kunden wächst nachweislich der Gesamtumsatz am Einkaufsort. Entscheidend ist hierbei die Aufenthaltsqualität der Einkaufsstraße. Mit zunehmender Parkplatzanzahl sinkt diese jedoch. Bestes Beispiel ist die Schlossstrasse, die leider mittlerweile zu einem Angstraum für Fußgänger und Radfahrer verkommen ist. Das Einkaufserlebnis beginnt nicht erst im sondern bereits vor dem Geschäft auf der Straße durch die Präsentation der Schaufensterauslagen.

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