So könnte das künftige Verwaltungsgebäude im Neuborner Busch aussehen

In einem offenen Brief wendet sich der Bensberger Fotograf und Hobbyimker Markus Bollen an die Führung von Krüger: Der im Rahmen des FNP diskutierte Plan, im Neuborner Busch ein Verwaltungsgebäude und ein Parkhaus zu errichten, könnte durch zwei Maßnahmen umweltverträglicher gestaltet werden: Mit einer Begrünung der bestehenden Fassaden und Flächen sowie einem Mobilitätsangebot an die Mitarbeiter.

Wir dokumentieren den offenen Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsleitung der Fa. Krüger,

darf ich einem offenen Brief Ihnen zwei Anregungen senden, mit denen Ihre Glaubwürdigkeit als Unternehmen weiter erhöht werden kann?

Das Foto oben zeigt den Plan, in einer Form die tatsächlich realisiert wird. Das ist das Lager, seit Jahren eine Realität, die jeder jeden Tag sehen kann:

Ich habe nie verstanden, warum ein Lager für Getränkepulver geschützt werden muss wie ein Munitionsdepot der Bundeswehr:

Darf ich Sie an Ihre Verantwortung erinnern: krueger-unternehmen.de/de/qualitaet?

Ich habe auch nicht verstanden, warum damals bei einem solchen Bau in ein Landschaftsschutzgebiet keine Auflagen gemacht wurden, diesen einigermassen umweltverträglich in die Landschaft einzupassen, oder warum die Umsetzung solcher Auflagen nicht kontrolliert und im Zweifelsfall angemahnt wird.

Diese seit Jahren ungenutzten vertikalen Flächen sind eine riesengroße Chance!

Vor allem seit nach dem Fall der jahrzehntealten Efeuwand vor der Zanders Hauptverwaltung sich herausstellte, dass das Mauerwerk KEINEN Schaden genommen hatte, gibt es nur Argumente dafür, warum die riesigen Wände, des seinerzeit ins Landschaftsschutzgebiet gebauten Lagers begrünt werden sollten.

Wenn Sie die Flächen um das Lager oder die Produktionshallen mit Blumenwiesen verschönern wollen, helfen wir Ihnen gerne!

Machen Sie die Fa. Krüger zu einem Pilgerort für Interessierte, die sehen wollen wie umweltverträglich man in der Nähe eines Landschaftsschutzgebietes bestehende Bauten und Flächen verschönern kann!

Schade finde ich auch, dass bei der Suche nach einem Grundstück für den Verwaltungsneubau, Kindergarten und Parkhaus ökonomische Gründe dafür sprechen, diese neuen Gebäude in ein Landschaftsschutzgebiet zu bauen.

Eigentlich müsste der Boden in einem Landschaftsschutzgebiet deutlich teurer sein, als die Flächen benachbarter Industriegelände.

Seit der Entscheidung zum Hambacher Forst sollte auch in Bergisch Gladbach die Abholzung von Wald für eine industrielle Nutzung anders bewertet werden.

Noch ein praktischer Tipp zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit: Den Anlieferverkehr und den Abtransport fertiger Güter per LKW wird man bis zur Fertigstellung der unterirdischen Gütertransportvariante Cargo Cap nicht abbauen können.

Aber die Fahrten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten deutlich umwelt- und  verkehrsfreundlicher ausfallen. Viele Firmen nutzen das Rad Leasing Angebot schon, sogar ein Autobauer wie BMW in München, die Stadtverwaltung plant es auch, warum nicht auch die Fa. Krüger? Zum Beispiel per Jobrad.

Warum über die Erhöhung der Glaubwürdigkeit nachdenken?

Ich bin sicher, es wird das Image in der Bevölkerung und Kundschaft generell verbessern, bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern helfen, die Suche nach Kooperationspartnern erleichtern.

Ich denke auch für jeden Politiker stellt sich nach den Wahlen in Bayern und Hessen heute mehr denn je die Frage nach der eigenen Glaubwürdigkeit.

Es müssen Entscheidungen gefällt werden, die für jeden Bürger nachvollziehbar und nachhaltig zum Nutzen der Gemeinschaft sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg und weiterhin gute Geschäfte!

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7 Kommentare

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  1. Mit der grünen Politik habe ich so meine Probleme. Doch Wälder und Landschaften müssen geschützt werden. Sie sind für unser alle Wohlbefinden unverzichtbar. Verzichtbar sind allerdings Zeitgenossen, die glauben den Planeten für ihre Bereicherungsziele missbrauchen zu können. Noch überflüssiger sind Politiker und Verwaltungen, welche dabei behilflich sind.

  2. Was sich die Stadt in der Sache der Krüger- Gruppe leistet ist instinktlos und von wenig Weitsicht geprägt. Der Wähler hat nun das Sagen. Aus Mehrheiten können ach Minderheiten werden. Wenn es auch für unseren Busch zu spät sein wird, so muss eine Reaktion doch kommen.

  3. Das erste Bild zeigt, wie sich die Firma Krüger das künftige Verwaltungsgebäude im Neuborner Busch vorstellt. Quelle: Krüger

  4. Das erste Bild ist ein Gebäude von einer anderen Firma und nicht das Hochregallager der Firma Krüger. Bitte besser Recherchieren.

  5. Ich wird immer von Vorteil sein, wenn man in die Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Sache einsteigt, indem Vorzüge für beide Seiten erörtert werden. Das kann sogar bei den Diskussionen über einen FNP-E. zur Entkrampfen führen, wie ich selbst schon erfahren konnte. Einem Industriekapitän aber das widersinnige Abholzen eines Waldes gegen erhebliche bedenken aller möglichen Institutionen und vor allem gegen die Bevölkerung zu erlauben, zeugt von erheblicher Ignoranz gegen diese Institutionen und Menschen, ja von einer Industriehörigkeit, die sogar in BGL ihresgleichen sucht.

    Das mit Vorschlägen zum besseren Verständnis für den Waldräuber und seine Gehilfen zu verbrämen, trifft die Menschen vor Ort und im weiten Umfeld ins Mark. Ich habe selten solch eine Prosa gelesen, die einem Unternehmen helfen will, seine alles Mögliche bedrohenden Absichten durchzusetzen und dafür auch noch das Verständnis erbittet. In meinen Augen, Herr Bollen, haben Sie weder dem Unternehmen noch der Stadt, den Anrainern, der Bevölkerung sowie den Pflanzen und Tieren geholfen, die alle auf den Neuborner Busch angewiesen sind.

  6. Wer den Brief von Markus Bollen aufmerksam liest, wird feststellen, dass er KEINESWEGS vorschlägt, die Fassaden der geplanten Krüger-Neubauten besser zu nutzen, sondern den Zustand des bestehenden Hochregallagers bemängelt. Für dieses Hallenmonster hat Krüger bereits vor Jahren große Waldflächen vernichtet. Die gigantische Fassade sollte begrünt werden – der aktuelle Anblick entspricht einfach nur einer trostlosen ökologischen Wüste.
    Der jetzige Plan, weitere Gebäude und ein Parkhaus im Landschaftsschutzgebiet zu errichten und dafür große Restbestände des Waldes Neuborner Busch zu roden, ist nach wie vor komplett abzulehnen!

  7. “Es müssen Entscheidungen gefällt werden, die für jeden Bürger nachvollziehbar und nachhaltig zum Nutzen der Gemeinschaft sind.”

    Meiner Meinung nach wird Bergisch Gladbach schon seit Jahren nach Gutsherrenmanier regiert. Der Flächennutzungsplan ist doch ein schönes Beispiel dafür: 2300 Einsprüche und Einwendungen der Bürger werden mit einem Wisch vom Tisch gefegt. Bürgerinitiative – selten so gelacht.

    Krüger will Expandieren ? Kein Problem – Landschaftsschutzgebiet ? Naturschutzgebiet ? Ach alles Quatsch – Pauken wir schon durch – der Bürger ist doch gar nicht Mündig – was interessiert den das überhaupt ?

    Die Vorschläge von Herrn Markus Bollen sind ja Ehrenwert – aber eines steht Fest: Der Krüger-Bau wird genau so kommen wie Krügen den auch haben will – es wird nicht eine einzige Änderung geben.