Manche Geschichten der Bibel erzählen von Gewalt, Krieg und blutigen Taten – im Namen Gottes. Wie gehen wir als Christen heute damit um? Dürfen wir solche Geschichten für die Verkündigung überhaupt noch zurate ziehen?

Diesen Fragen soll im März in drei Themengottesdiensten nachgegangen werden, zu denen die evangelische Kirchengemeinde in die Zeltkirche Kippekausen einlädt. Drei „gewaltige“ Bibeltexte – behandelt von drei unterschiedlichen Theolog*innen -, alle aus einem jeweils anderen, reizvollen Lebenshintergrund.

Anschließend können die Zuhörer*innen bei einer Tasse Kaffee oder Tee ihre Fragen, Zweifel und ganz persönlichen Gedanken einbringen und mit den Predigern bzw. der Predigerin ins Gespräch kommen.

10. März, 10.45 Uhr: „David und Goliath“
Mit überlegener Waffentechnologie für Gott und Vaterland
(1. Samuel 17, Pfr. i. R. Hermann Kotthaus, Köln)
Hermann Kotthaus ist bekannt für seine guten theologisch fundierten Predigten und für seine Leidenschaft im Bereich Gemeindeentwicklung. Er engagierte sich als Pfarrer im Projekt „Erwachsen Glauben“, das 2014 im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region mit zahlreichen Kirchengemeinden erfolgreich durchgeführt wurde und war Mitgründer vom Café „Himmel un Ääd“ in Schildgen, das Begegnungen und Vernetzung zwischen Menschen verschiedener Herkunft, Konfession und Weltanschauung fördern will.

17. März, 10.45 Uhr: „Das Gottesurteil auf dem Karmel“
Elia, ein Eiferer für Gottes Recht
(1. Könige 18, Pfarrerin Martje Mechels, Moers)
Nach 15 Jahren Pfarrdienst in der Kirchengemeinde Moers-Asberg, ist Martje Mechels heute im Gemeindedienst für Mission und Ökumene tätig. Sie begleitet Projekte der weltweiten Ökumene, z.B. Partnerschaften in Asien und Afrika, und betreibt Bildungsarbeit in den Gemeinden am Niederrhein. Dabei liegt ihr Schwerpunkt im Themenbereich „Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung“. Aktuell bereitet sie die Eröffnung der Ausstellung „Frieden geht anders“ in Duisburg-Rheinhausen vor.

24. März, 10.45 Uhr: „Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Jünger würden darum kämpfen”
Warum die Wahrheit Jesu eine andere ist.
(Johannes 18,28-38, Pfarrer i. R. Hans-Günther Korb, Remscheid)
34 Jahre lang war H.-G. Korb als Pfarrer in seinem Arbeiter-Stadtteil Remscheid-Honsberg verwurzelt. Auch politisch engagiert, verband er immer christliches und politisches Handeln. Ein Schwerpunkt war die Erneuerung und Belebung seines gefährdeten Stadtteils. Aus seinen Anstößen entstand die „Neue Mitte Honsberg“, ein Gemeinschaftshaus für Vereine, Religionsgemeinschaften und Verbände im Herzen des Stadtteils, wo man sich inzwischen aus guter Nachbarschaft kennt und viele Dinge gemeinsam regelt.

Veranstaltungsort und Kontakt:

Zeltkirche Kippekausen
Am Rittersteg 1
51427 Bergisch Gladbach Refrath
Pfarrehepaar Dwornicki, Tel. 02204/63398, dwornicki@kirche-bensberg.de

Hintergrund-Info:
Die Idee zu der Predigtreihe kam im Bezirksausschuss der Evangelischen Gemeinde in Kippekausen auf. In diesem Gremium arbeiten die gewählten Presbyter*innen des Pfarrbezirks, das Pfarrehepaar sowie weitere engagierte Gemeindeglieder mit.

Anstoß gaben einerseits die Jahreslosung 2019 („Suche Frieden und jage ihm nach“ – Psalm 34,15), andererseits Anfragen von Gemeindeliedern, die angesichts der Berichte über islamistische Terrorakte „im Namen Gottes“ nach dem Verhältnis von christlichem Glauben und Gewalt fragten.

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