Die Schüler mit ihren Lehrern Astrid Gaßmann und Jörn Wendland, links Kinderheimleiter Klaus Landen

Schüler der GGS Bensberg haben eine ordentliche Summe Geld erlaufen, die sie jetzt im Heilpädagogischen Kinderheim übergaben – und sich beim neuen Leiter Klaus Landen schlau machten, wie es in einem Heim zugeht.

Für 14 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Bensberg (Montessori-Zweig), wurde diese Scheckübergabe ein ganz besonderes Ereignis. Wie ein Schulausflug gestaltete sich der Fußweg von der Schule in das Heilpädagogische Kinderheim in der Broicher Straße.

Hier erwartete die Kinder, Lehrerin Astrid Gaßmann und Lehrer Jörn Wendland bereits Klaus Landen, der Leiter des Kinderheims. Bei einem kleinen Imbiss ergab sich ein aufschlussreiches und unterhaltsames Gespräch im Hinblick auf die Spendensumme für das Kinderheim in Höhe von 500 Euro.

Jeweils zwei Kinder der Klassen 1 bis 4 waren mit ins Kinderheim gekommen. Sie erzählten voller Begeisterung, wie es gelang, den Spendenbetrag zu sammeln. Dieser stammt aus einem sportlichen Wettbewerb im Sommer 2018, einem Runden-Laufen um den Saaler Mühlen See.

Mädchen und Jungen schafften hier gemeinsam so viele Runden, das 500 Euro in den Spendentopf kamen. Dies wiederum ermöglichten die Eltern, die je gelaufene Runde ihres Kindes 50 Cent spendeten. Oskar lag mit acht Durchgängen bei den Jungen an der Spitze, Josefine schaffte stolze vier Runden um den See.

Für das Gruppenfoto zur Scheckübergabe ging es zu Beginn des Empfangs in den großen Garten des Kinderheims. Bei leckerem Gebäck und einem Erfrischungsgetränk folgte für die kleinen Gäste eine Plauderrunde mit Klaus Landen.

Hier ging es z.B. um Themen wie: Hat jedes Kind ein eigenes Zimmer, einen Fernseher? Wird hier auch Geburtstag, Karneval und Weihnachten gefeiert? Wann muss man ins Bett? Wird immer gemeinsam gegessen, wie viele Kinder sind hier und wie lange haben sie Schulunterricht?

Auf all diese Fragen gab es meist diese Antwort: „Hier ist es fast wie bei euch zu Hause. Vieles ist feste geregelt, einiges hingegen abhängig davon, wie alt man ist und auf welche besondere Situation man sich einstellen muss.“

Dass die 500 Euro-Spende für die Anschaffung von Spielsachen oder als Zuschuss für Ausflüge genutzt wird, finden Kinder und Lehrer super. Auch die Idee zu einem Treffen, einer gemeinsamen Aktivität, begeisterte die Runde.

Klaus Landen ist seit einem halben Jahr Leiter des Kinderheims. Er übernahm die Aufgabe als Nachfolger von Hanna Dirk, als diese in den Ruhestand verabschiedet wurde. Er freut sich darüber, das bereits nach sechs Monaten alle Beteiligten (Vorstand, Team, Kinder und er selbst) feststellen: „Wir passen gut zu einander“. Das bedeutet, das Heilpädagogische Kinderheim in der Broicher Straße hat eine feste neue Leitung.

Landen hat Heilpädagogik studiert, ist ausgebildeter Mediator und führte 17 Jahre eine Jugendhilfe-Einrichtung im süddeutschen Raum. Außerdem kann er auf 12 Jahre pädagogischer Tätigkeit in einem Kinderheim im Bergischen Land zurückblicken. Seine Verbindung ins Bergische und zu Köln ist auch geprägt durch Familienbande.

Dass ein Wechsel in der Heimleitung auch schwierige Momente mit sich bringt, ist völlig klar, sagt Landen im Gespräch. Er steigt mit Begeisterung und neuen Ideen in die guten Strukturen des Hauses ein, die Hanna Dirk geschaffen hatte. Dass die Ideen erfolgreich umgesetzt werden können, wünscht sich der Fan des 1 FC Köln, wo Treffer auch unbedingt erwünscht sind.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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