Claudia Casper, Beauftragte der CDU-Fraktion für mehr Sauberkeit in Bergisch Gladbach, begrüßt die NRW-Pläne für hohe Bußgelder. Sie fordert, „Kippen-Sünder“ auch in Bergisch Gladbach hart zu bestraft.

Für eine drastische Erhöhung der Bußgelder, um das Wegwerfen von Zigarettenkippen zu ahnden, spricht sich die Beauftragte der CDU-Stadtratsfraktion für mehr Sauberkeit im Stadtgebiet, Claudia Casper, aus. „Angesichts der krassen Verschmutzung in der Fußgängerzone, in Parks, auf Gehwegen, in Bushäuschen und leider auch auf Spielplätzen mit den Resten von Zigaretten sollte das Ordnungsamt hart durchgreifen und Bußgelder in dreistelliger Höhe verhängen, wenn Raucher erwischt werden, die ihre Kippen achtlos fortschnippen“, fordert die Christdemokratin in einer Pressemeldung.

Sie reagiert damit auf die Ankündigung der nordrhein-westfälischen Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU), in einem neuen „Bußgeldkatalog Umwelt“  diesbezügliche Strafen von derzeit 25 Euro auf 100 Euro anzuheben. Sie sei mit der Ministerin der Meinung, dass der „öffentliche Raum kein Aschenbecher ist“, unterstreicht die Stadträtin.

Zu ihrer bisherigen Arbeit in Bergisch Gladbach stellt Claudia Casper fest: „Wir haben an vielen Stellen in unserer Stadt leider eine Unmenge von Kippen-Abfällen. Das können und dürfen wir nicht länger tatenlos hinnehmen.“ Sie appellierte deshalb an die Verwaltung, die zu erwartenden Vorgaben aus dem NRW-Umweltministerium, deren Eckdaten schon jetzt bekannt seien, offensiv  umzusetzen. Der richtige Weg sei ein gestaffeltes Bußgeld, so ihr Vorschlag.

Filterkippen auf Spielplätzen

So sollten Raucher und Raucherinnen, die in Fußgängerzonen oder an Bushaltestellen beim „Entsorgen“ ihrer Kippe erwischt würden, mit mindestens 100 Euro Strafe bedacht werden.

Die CDU-Politikerin weiter: „Deutlich höher muss das Wegwerfen von Zigarettenkippen auf Kinderspielplätzen geahndet werden. Wir wissen von Müllsammelaktionen zum Beispiel an der Saaler Mühle, dass am Rand des dortigen Spielplatzes eine Unmenge von Kippen im Spielsand lagen. Die Gefahr besteht, dass kleine Kinder diese Filterreste, in denen hohe Schadstoffkonzentrate stecken, in den Mund nehmen und verschlucken. Das hat mitunter fatale Folgen.“

Auch das Grundwasser könne durch die nur langsam abbaubaren Kippen mit ihren Giftresten Schaden nehmen. „Die Trinkwasserversorgung in Bergisch Gladbach wird dem Grundwasser entnommen“, gibt Claudia Casper zu bedenken. „Dieses Faktum verpflichtet uns alle, unsere Böden keinesfalls mit Schadstoffen aus Zigarettenresten zu belasten, wie das gegenwärtig aber geschieht.“

Auch das achtlose Wegwerfen von Plastikbechern, Papptellern, leeren Dosen, Flaschen und anderem Müll sowie das Ausspucken von Kaugummis sollte in dem NRW-Bußgeldkatalog mit hohen Strafen belegt werden. „Wir wissen vom jüngsten ‚Putztag der Stadt‘ aber auch von anderen Aktionen, dass viele Bürgerinnen und Bürger für das Sauberhalten unserer Stadt sensibilisiert sind und aktiv an der Müllbeseitigung mitmachen; da ist ein breites Engagement zu spüren“, hebt die CDU-Politikerin hervor.

Allerdings sei das nur die eine Seite der Medaille; die andere laute: „Unsere Verwaltung ist ebenso in der Pflicht. Das Ordnungsamt sollte mitziehen und beweisen, dass es in der Lage ist, Umwelt-Sünder zur Rechenschaft zu ziehen.“

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1 Kommentar

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  1. Endlich!
    Denn einen anderen Weg, um die höchst umweltschädliche Vermüllung öffentlicher Plätze wirksam an der Wurzel des Übels zu packen, sehe ich leider nicht:
    Immer wieder frage ich mich, wenn ich stark vermüllte Stellen entdecke, ob deren Verursacher immer noch nicht gehört haben, dass 80% des Plastikmülls in den Meeren vom Land kommt, wie qualvoll die Meeresbewohner am Plastikmüll sterben und dass sie den Plastikmüll später auf ihrem Teller wiederfinden werden. Warum machen Menschen das? Wenn sie anders nicht begreifen, dass sie mit ihrem achtlosen Verhalten an ihren eigenen Lebensgrundlagen sägen, dann haben sie es nicht anders verdient.

    Galina Giannikopoulos