Stadträtin Claudia Casper hat alle 34 Schulen im Stadtgebiet mit der Bitte angeschrieben, auf Abfälle in ihrer Umgebung zu achten. Dabei gehe es nicht darum, zu belehren, sondern das Thema Sauberkeit stärker ins Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu rufen.

Die CDU-Stadtratsfraktion hat sich an die Schulleitungen aller 34 Schulen im Stadtgebiet mit der Bitte gewandt, das jeweils angrenzende Gelände auf Plastikmüll, Papierreste, Zigarettenkippen und andere Abfälle kritisch in den Blick zu nehmen.

„Es gibt Schulen, die augenscheinlich im Bereich ihrer Grünanlagen und Parkplätze auf die Beseitigung von Wegwerfmüll aller Art achten und deshalb einen insgesamt gepflegten Eindruck hinterlassen. Es gibt aber auch gegenteilige Eindrücke“, schreibt Claudia Casper in einem Brief, der am 11. März den Schulleitungen zugeleitet wurde. Sie ist die Beauftragte der CDU-Fraktion für mehr Sauberkeit im Stadtgebiet.

Ihr gehe es nicht darum, „sozusagen mit dem erhobenen Zeigefinger belehrend zu wirken“, bemerkt die CDU-Politikerin zu der Brief-Aktion. Denn sie wisse sehr wohl, welches Bündel an Aufgaben die Lehrkräfte an den Schulen zu schultern hätten. Mit dem Brief wolle sie allerdings anregen, dass das Thema Sauberkeit stärker ins Bewusstsein der Kinder, Jugendlichen und auch der Erwachsenen gerückt werde. Dafür sei das Umfeld Schule eine sehr wichtige Adresse.

Die CDU-Stadträtin in ihrem Brief wörtlich: „Es gibt halt leider die Wegwerfmentalität mit dem Ergebnis, dass die an Straßenrändern, Haltestellen, an Parkplätzen, Spielplätzen und in Parks achtlos weggeworfenen Papier- und Plastikabfälle für einen ungepflegten Eindruck sorgen. Auch Zigarettenkippen sind an vielen Stellen ein ernsthaftes Problem.“

Weiter heißt es an die Adresse der Schulleitungen: „Für eine Antwort, wie Sie das Thema Abfälle in den Außenbereichen Ihrer Schule händeln oder inwieweit Sie hier ausschließlich die Stadt in der Pflicht sehen, wäre ich dankbar.“

Abschließend bietet sich die CDU-Politikerin bei Bedarf als Gesprächspartnerin und Vermittlerin zum Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) an. Sie sei überzeugt, dass ein Mehr an Sauberkeit im Stadtbild von Bergisch Gladbach möglich werden könnte, „wenn wir alle dies zum Schutz unserer direkten Umwelt wirklich wollen“, betont Casper.

Der Bürgerportal-Stammtisch zum Thema:

Stammtisch: Wie wird GL angenehm anders?

Aktueller Beitrag der Serie „Unangenehm anders“:

Auf der Kippe

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2 Kommentare

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  1. Guten Tag Herr Gebhardt,
    nun nehmen Sie doch mal ein wenig Gas raus und lesen nochmals ganz in Ruhe nach, was die CDU-Stadträtin Claudia Casper in ihrem Brief an die Schulen schreibt. Das ist kein „Aufruf“, sondern ein Angebot, bei eventuellen Problemen in Sachen Sauberkeit rund um das Schulgelände gemeinsam nach Abhilfe zu suchen. Das ist doch positiv!

    Es ist auch gut, wie ich finde, dass immer mehr freiwillige Zusammenschlüsse und Gruppen in unserer Stadt Müllsammel-Aktionen organisieren und nicht nur „nach der Stadt“ rufen. Diese Bürgerinnen und Bürger krämpeln die Ärmel hoch und räumen – ganz selbstlos – einfach Abfälle aller Art fort, die andere Menschen achtlos an vielen Stellen „entsorgen“. Wir alle sind „die Stadt“ und tragen Mitverantwortung!

    Insofern ist es zu begrüßen, dass durch den Brief von Frau Casper vielleicht auch in einigen Gladbacher Schulen die Wegwerfmentaltät stärker zum Thema wird. Auch das ist doch positiv!

    Die Schulsanierungen, die Sie ansprechen, sind auch wichtig wie so vieles andere. Sie kosten halt eine Menge Geld, das da sein muss. – Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende. Und: Bleiben Die heiter.

  2. Betreff: CDU wendet sich in Sachen Sauberkeit an Schulen

    Wie soll das denn gehen? Die Schulen als solche sind seit Jahren mehr oder weniger verwahrlost und durch einen Aufruf soll jetzt weniger Müll anfallen? Dann können wir auch direkt zum Weltfrieden aufrufen…..
    Vielleicht sollte die Stadt sich endlich mal des Themas „Gute Schule 2020“ annehmen und die Mögflichkeiten umsetzen. Ich versuche seit Jahren, sowohl die zuständigen Mitarbeiter in der Verwaltung als auch den Herrn Bürgermeister, hier mal einen Anfang zu machen und zumindest die Toiletten mal auf „geruchsfrei“ umzustellen, leider ohne irgend einen Erfolg.
    In anderen Städten wurden meine Vorschläge und Lösungsansätze tatsächlich angenommen und, siehe da, der Zustand der Toilettenanlagen hat sich erheblich verbessert und auch die Akzeptanz der Schüler ist offensichtlich gegeben. Die allgemeine Verschmutzung in der Schule ist nach meinen Beobachtungen deutlich zurückgegangen.
    Ich habe mir vor ein paar Jahren mal die Toiletten der Gladbacher Schulen angesehen und war entsetzt. Die Anlagen auf dem NCG sind seit über 50 Jahren die gleichen. Ich kann das beurteilen, weil ich dort selber auf die Schule gegangen bin und es damals schon ekelhaft gestunken hat.
    Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, kümmere mich dann aber soch lieber um Städte und Gemeinden, die für solche Dinge ein offenes Ohr haben.

    Vielleicht ändert sich das ja auch mal in Bergisch Gladbach……