Gut 100 neue OGS-Plätze hat die Stadt gemeinsam mit den Schulträgern geschaffen – doch der Zuwachs reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf im nächsten Schuljahr zu decken. Die Stadt arbeitet an Alternativen – aber derzeit sind 192 Kinder nicht versorgt.

Die aktuellen Zahlen legte die Stadtverwaltung jetzt im Jugendhilfeausschuss vor, als Antwort auf eine Anfrage des Jugendamtselternbeirats. Der Ausschuss nahm die Zahlen ohne Nachfragen oder Diskussion hin.

2935 OGS-Plätze können die 20 Grundschulen in der Stadt im Schuljahr 2019/2020 anbieten. Das sind gut 100 mehr als im Vorjahr, damals waren es 2826 Plätze (plus 113 bei der Waldorfschule und der Fröbelschule.

Doch der Bedarf ist noch schneller gewachsen. „Insgesamt gibt es ein Defizit von ca. 190 Plätzen”, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Das heißt jedoch nicht, dass zum Schuljahresbeginn tatsächlich 190 Kinder außen vor bleiben. Einige Schulen, etwa in Hand und in der Stadtmitte, melden sogar noch freie Plätze (siehe Tabelle unten).

Erstens, so die Stadtverwaltung, zeige die Erfahrung, dass einige Familien ihre Anträge wieder zurückziehen. Etwa, weil einige Viertklässler abgemeldet werden und neue OGS-Kinder nachrücken können.

Zweitens bemüht sich die Stadt um alternative Lösungen. Einig davon listet sie zurückhaltend als „Ideen/Planungen” in der Antwort auf. Dazu gehören:

  • Die OGS Hebborn hat ein Konzept zur Nutzung der Aula für das Mittagsessen erarbeitet. Die Stadt prüft, ob sich das technisch umsetzen lässt und welche Kosten entstehen.
  • An der GGS Katterbach gibt es die Idee, die Umkleideräume des ehemaligen Sportvereins Inter 96 umzubauen und dann für das Mittagessen zu nutzen. Auch hier steht die technische Prüfung aus; zudem ist unklar, ob die Küche dafür genügend Kapazitäten hat.
  • Übermittagbetreuungen sind auch in der KGS Sand, EGS Bensberg und GGS Moitzfeld angedacht.
  • Aufbau eines Containers an der KGS In der Auen
  • Planung und Bau eines Mensagebäudes an der GGS Heidkamp. 

Zuletzt war die alte Hausmeisterwohnung der OGS an der Strunde umgebaut worden, in der GGS Gronau waren Container aufgestellt worden.

Eine grundsätzliche Verbesserung der Situation ist kurzfristig nicht zu erwarten. Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an einem „integrierten Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplan“. Der soll bis zu den Sommerferien vorgelegt werden – und die Basis für den Bau neuer Schulen sein.

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