Bürgermeister Lutz Urbach mit Kordula Kranenpohl und Bernd Kohl

Anwohner der Feldstraße und des Rheinhöhenwegs fordern die Stadt auf, ihr Wohngebiet zu einer Tempo-30-Zone zu machen. Sie übergaben nun eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Lutz Urbach.

Bei dem Straßenzug Feldstraße/Rheinhöhenweg handelt es sich – bis auf ein Autohaus – um eine reine Wohnstraße mit vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern. Dort wohnhafte Familien haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, die nun Bürgermeister Lutz Urbach eine Unterschriftenliste übergeben haben.

Damit unterstützen 118 Anrainer der Feldstraße/Rheinhöhenweg und Eltern der Kita im Rheinhöhenweg dieses Anliegen. Kordula Kranenpohl, Ansprechpartnerin der Initiative, betont:

„Die Tempo-30-Zone ist nicht nur für die Verkehrsberuhigung dieser Wohnstraße wichtig. Am Rheinhöhenweg ist es auch notwendig, die dortige Kindertagesstätte durch eine Temporeduzierung zu sichern. Und über die Feldstraße geht ein Großteil der Schulwege zur Gemeinschaftsgrundschule Oberheidkamper Straße. Zahlreiche weitere soziale Einrichtungen liegen in der Nähe des Straßenzuges. Im Übrigen besteht im gesamten Wohngebiet bereits Tempo 30. Allein unser Straßenzug bildet hier die Ausnahme mit Tempo 50! Die Unterschriftenliste belegt die breite Unterstützung für das berechtigte Anliegen der Initiative.“

Die Initiative wundert sich über die von der Stadt durchgeführten Verkehrszählungen, die angeblich keine Notwendigkeit für eine Geschwindigkeitsbeschränkung belegen.

Am Rheinhöhenweg wurde im Februar/März dieses Jahres netto an 11,5 Tagen bis einschließlich Karnevalssonntag gezählt. Dabei waren von allen Fahrzeugen (8.389) 80 Prozent schneller als 30 km/h.

Auf der Feldstraße fand die Zählung im April an netto 6,5 Tagen statt, wobei auch noch der Anfang der Osterferien in den Zeitraum fiel. Im Messzeitraum wurden 14.766 Fahrzeuge gezählt, davon fuhren 58 Prozent schneller als 30 km/h.

Die Messstelle in der Mitte des 1.100 m langen Straßenzuges gibt nicht das vollständige Bild der Verkehrsbelastungen in der Feldstraße wieder. Gerade im unteren Teil wird nach Beobachtungen von Anliegern schneller gefahren, um zum Beispiel noch die grüne Ampelphase an der Bensberger Straße zu erreichen.

Die Zählungen haben zudem das von den Anwohnern wahrgenommene hohe Verkehrsaufkommen bestätigt. Die Wohnstraße ist eine beliebte Durchfahrtstraße und Ausweichstrecke, um den Verkehr auf der Hauptstraße und der Bensberger Straße zu umgehen und abzukürzen.

Die hohe Zahl an Pkw und Lkw mit dem damit verbundenen massiven Lärm und den Abgasen belegen die Berechtigung des Bürgeranliegens für eine einheitliche Zone Tempo 30 im gesamten Wohngebiet mit Feldstraße/Rheinhöhenweg.

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Bernhard Werheid

Seit Gründung des ADFC Kreisverbandes RheinBerg-Oberberg e.V. in 2013 bin ich im Vorstand, seit Herbst 2015 Vorstandsvorsitzender.

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4 Kommentare

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  1. 30er Zone hat nichts mit Egoismus zu tun. Lediglich die Geschwindigkeit wird etwas angepasst… Niemand verbietet Ihnen dort weiterhin mit ihrem SUV lang-zufahren.
    Ich empfehle Ihnen, sich mal für 20 Minuten an die Feldstraße zu stellen. Ihnen werden dutzende Raser begegnen und sie werden dieses massive Problem begreifen.

  2. Egoismus pur! Wie hoch war der Anteil der Kita-Mütter bei den 80 % die zu schnell waren???
    Es ist doch besser, wenn sich der Verkehr nicht nur auf einer Spur staut, sondern sich verteilt!

  3. Wir wohnen seit 3 Jahren in Bergisch Gladbach (leider) Laurentiusstr.
    Zone 30
    Zone 30 wird von keinem Autofahrer beachtet
    es brausen sogar die größten LKW´s hier durch

    Soviel ZU ZONE 30

  4. Alle wollen mobil sein! Nur kein Verkehr vor meiner Haustür!
    Egoismus in seiner höchsten Form. Was sollen den die Anwohner der Bensberger Straße sagen?