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Unser Autor hat sich noch einmal an die Feldstraße gestellt. Nach nur einer Minute erwischte er ein Auto, das bei Rot über die Ampel fuhr. Nun hat der ADFC-Vorsitzende ein neuen Vorschlag für die Verkehrssicherheit an dieser Kreuzung.

Wie kürzlich berichtet, lehnte die Stadt die Anregung ab, die Einbahnstraße Feldstraße für den gegenläufigen Radverkehr zu öffnen. Der Knoten Feldstraße/Bensberger Straße sei gefährlich und eine sichere Radverkehrsführung bzw. Einleitung der Radfahrer wäre unmöglich. Die Politik wird im nächsten oder übernächsten Verkehrsausschuss (AUKIV) voraussichtlich der Vorgabe der Verwaltung folgen.

Ist Fahrradverkehr hier wirklich unmöglich? Was macht diesen Knoten so gefährlich? Zweifelsohne gibt es bauliche Gegebenheiten. Man kann beispielsweise als Radfahrer die Feldstraße von der Bensberger Straße aus nicht einsehen. Die Ampelanlage steht mitten auf dem engen Fuß-/Radweg, und die Autofahrer fahren bergab häufig mit hoher Geschwindigkeit noch bei Rot über die Ampel (siehe zum Beispiel die Polizeimeldung „Schwerer Unfall in Heidkamp“ am 15.05.2019).

Um das nachzuvollziehen, habe ich mich an den gefährlichen Knoten gestellt und hatte nach knapp einer Minute das obige Foto geschossen. Radfahrer auf der Bensberger Straße müssen sich unbedingt auf ihre grüne Ampel verlassen. Sie haben dort wenig Reaktionszeit.

Da diesen Knoten auch nicht wirklich viele Autos von der Feldstraße her befahren, stellt sich die Frage, ob diese Straße nicht in eine Sackgasse umgewidmet werden kann. Es würde diesen Knoten direkt entschärfen, die Radfahrer könnten die Feldstraße aufwärts nutzen und die Ampelanlage könnte komplett entfallen. Das würde auch den Verkehr auf der Bensberger Straße freuen.

Ich habe diese Anregung bei der Stadt eingereicht. Auch die Entscheidung, diese Wohnstraße in die Tempo-30-Zone einzubinden, steht noch aus. Vielleicht gibt es ja eine Komplettlösung für eine Verkehrsberuhigung, für Radverkehr und für ein besseres Klima.

Weitere Beiträge zum Thema:

Feldstraße hat keinen Platz für Fahrräder

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Bernhard Werheid

Seit Gründung des ADFC Kreisverbandes RheinBerg-Oberberg e.V. in 2013 bin ich im Vorstand, seit Herbst 2015 Vorstandsvorsitzender.

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1 Kommentar

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  1. Die Feldstrasse zu einer Sackgasse machen? Sorry, gehts noch. Dann müsste der ganze Verkehr aus Herkenrath und Sand kommend, die Sanderstr. runter und die Schlage an der Ampel Sanderstr.-Hauptstr. würde ewig lang werden. Wäre das ökologisch sinnvoll? Ich nutze den „Knotenpunkt“ jeden Tag zweimal und halte das für ziemlich falsch. Auch halte ich es für nicht sinnvoll, die Feldstr. für gegenläufigen Fahrradverkehr zu öffnen. Meiner Meinung nach wäre gegenseitige Rücksichtnahme sehr sinnvoll. Auch viele Fahrradfahrer sind Autofahrer. Und auch für Fahrradfahrer gelten rote Ampeln.