Die Studierenden werden immer jünger. Foto: Oliver Siebenborn

Immer früher gehen junge Menschen auf die Suche nach einem passenden Studienplatz. Und immer häufiger sind die Eltern in die Entscheidungsfindung involviert. Die Fachhochschule der Wirtschaft veranstaltet daher nun regelmäßig Eltern-Infoabende.

19 Jahre ist das Durchschnittsalter, mit dem junge Menschen heute in Deutschland mit dem Studium beginnen. Laut den Statistiken des Bundesbildungsministeriums lag das Alter im Wintersemester 2008 noch bei 21,3 Jahren. Das heißt auch, dass sich die jungen Menschen heute schon spätestens im Alter von etwa 17 Jahren mit der Frage beschäftigen sollten, was sie studieren wollen und welche Studienform die richtige für sie ist.

Zunehmend ziehen angehende Abiturienten dabei ihre Eltern zu Rate, und damit die angemessen mitreden können, veranstaltet die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) regelmäßig Infoabende – ausschließlich für die Eltern.

„Mein Sohn macht nächstes Jahr Abitur, und ich kann mir für ihn eine Ausbildung, aber auch ein Studium vorstellen“, sagte eine vierfache junge Mutter aus Overath, die in der letzten Augustwoche zum Eltern-Infoabend der FHDW gekommen waren. „Daher interessieren wir uns für ein duales Studium.“

Dass Eltern heute immer häufiger in die Karriereplanung der jungen Menschen involviert sind, stellt Dr.-Ing. Alexander Brändle auch auf den zwei Mal jährlich stattfindenden Tagen der offenen Tür fest. „Es kommt immer mehr vor, dass die zukünftigen Abiturienten gemeinsam mit ihren Eltern kommen“, berichtet der Leiter des FHDW-Campus in Bergisch Gladbach. „Aus diesem Grund haben wir den Eltern-Infoabend eingerichtet.“

Hohe Chancen auf einen Arbeitsvertrag

In einer ausführlichen Präsentation stellte Brändle den Eltern, die vorwiegend aus dem Rheinisch-Bergischen und dem Rhein-Sieg-Kreis gekommen waren, die Pros und Contras eines dualen Studiengangs vor.

Ein duales Studium an der FHDW eignet sich vor allem für Studierende, die eine überdurchschnittliche Begeisterung für ihr Studienfach mitbringen – die sich am Ende bezahlt macht: „90 Prozent unserer Absolventen haben noch vor Beendigung des Studiums einen Arbeitsvertrag in der Tasche“, so Brändle.

Das liegt vor allem daran, dass die jungen Menschen während der drei- bis sechsmonatigen Praxisphasen stark in die operativen Prozesse eines Unternehmens eingebunden werden und eine oder mehrere Unternehmenskulturen über drei Jahre (so lange dauert das duale Studium) kennengelernt haben.

Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die Praxisphasen in den drei Jahren bei ein und demselben oder bei wechselnden Unternehmen absolvieren. „Der hohe Praxisanteil unseres dualen Studiums macht die Absolventen interessant für die Wirtschaft, weil sie schneller in die Abläufe in Unternehmen integriert werden können“, so Brändle.

Der Eltern-Infoabend endete mit einem Rundgang durch die Räume der Fachhochschule im Zentrum von Bergisch Gladbach und mit vielen Einzelgesprächen der Eltern mit Brändle und Prof. Dr. Frank Wallau, an der FHDW Dekan für Betriebswirtschaft. „Es war sehr interessant, und alle Bereiche wurden vorgestellt“, so die junge Mutter aus Overath.

Ein wenig überrascht war sie vom wenig werblichen Charakter der Veranstaltung. „Es war sehr authentisch, sehr ehrlich und es wurde auch auf die Fallstricke bei einem dualen Studium hingewiesen. So können wir uns jetzt Gedanken machen, ob es das Richtige für meinen Sohn ist.“

Die nächsten Termine:

Der nächste Infoabend zum dualen Studium (für Schülerinnen, Schüler und Eltern) findet am Donnerstag, 12. September um 18 Uhr an der FHDW statt.

Am Samstag, 28. September, stellen sich ab 10 Uhr auf dem Tag der offenen Tür auch über 40 FHDW-Partnerunternehmen vor Ort vor, die noch aktuell Stipendien zu vergeben haben. In der Regel übernehmen diese Unternehmen auch die Studiengebühren und zahlen den Studierenden ein Gehalt.

FHDW

FHDW Fachhochschule der Wirtschaft in 51465 Bergisch Gladbach, Hauptstr. 2, Mail info-bg@fhdw.de, im Web http://www.fhdw.de/

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