Christian Buchen

Der IT-Manager und Stadtrat Christian Buchen hat sein Interesse angemeldet, bei der Bürgermeisterwahl im Herbst 2020 für die CDU als Nachfolger von Lutz Urbach anzutreten. Auch bei anderen Parteien kommt die Personaldebatte in Fahrt. 

Er habe am Montagabend seine Kollegen in der CDU-Fraktion informiert, bestätigte Christian Buchen im Gespräch mit dem Bürgerportal. Heute Abend folge die Anmeldung in einer Parteiausschuss-Sitzung.

Nachdem Amtsinhaber Lutz Urbach im April angekündigt hatte, für eine dritte Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen, sei er von verschiedenen Seiten auf eine Kandidatur angesprochen worden, berichtet Buchen. Er habe seinen Urlaub genutzt, um in sich zu gehen – und habe sich für die Bewerbung für das Bürgermeisteramt entschieden.

Weitere Kandidaten innerhalb der CDU, die eine Findungskommission eingesetzt hatte, sind bislang nicht bekannt. Die Entscheidung, wer für die CDU antritt, fällt am 6. November bei einer Mitgliederversammlung im Spiegelsaal des Bergischen Löwen; bis dahin können sich Kandidaten noch melden.

2020 werden die Karten neu gemischt

Mit dem Verzicht von Urbach und den Verschiebungen im Parteigefüge werden die Karten im Herbst 2020 in Bergisch Gladbach ganz neu gemischt. Die neu gegründete FWG tritt zum ersten Mal an, ebenso voraussichtlich die AfD.

Die Grünen und die FDP haben bislang noch nicht entschieden, ob sie mit einem eigenen Kandidaten aufwarten wollen. Bei der SPD ist u.a. der Beigeordnete und Kämmerer Frank Stein im Gespräch. Er selbst äußert sich dazu bislang nicht öffentlich. Auch bei der SPD fällt die Entscheidung bei einer Mitgliederversammlung voraussichtlich im November.”

„Auch nicht mehr so jung”

Buchen ist 39 Jahre alt und arbeitet als IT-Manager. Vor zwei Jahren war er von seinem Arbeitgeber Obi zu einem Schweizer Unternehmen gewechselt, von dessen Kölner Büro aus er für die Koordinierung großer IT-Programme verantwortlich ist. Verwaltungserfahrung hat der Diplom-Wirtschaftsinformatiker nicht.

Buchen hatte sich 2016 partei-intern für die Nachfolge von Wolfgang Bosbach als Bundestagskandidat beworben, in der Stichwahl aber gegen Hermann-Josef Tebroke verloren. Damals war auch sein Alter ins Feld geführt worden. Zur Bürgermeisterwahl werde er 40 Jahre als sein, sagt Buchen jetzt – und damit „gar nicht mehr so jung”. Urbach war 42, als er zum ersten Mal gewählt worden war.

Christian Buchen wohnt seit 1987 in Bergisch Gladbach, in Herkenrath. Er ist im Stadtrat stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. Zudem ist er Vorsitzender des wichtigen Ausschusses für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV), den er auch bei sehr langen Tagesordnungen mit einer auffallend klaren Sitzungsführung auf Kurs hält.

Der 39-Jährige ist Mitglied der KJG Herkenrath und jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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5 Kommentare

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  1. Was gegen Christian Buchen spricht: 1. Er hat keine Kinder. Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass PolitikerInnen in wichtigen Ämtern selbst Kinder haben. Eltern-Politiker haben einen stärkeren Durchsetzungswillen für generationengerechte, nachhaltige, Kinder willkommen heißende und Familien fördernde Politik. 2. Ein Wirtschaftsinformatiker hat Zahlen und Maschinen im Fokus, nicht den Menschen.

  2. Auch ich unterstütze Christians Bewerbung.

    Ich schätze seine Werte, seine Kommunikationsfähigkeit und rhetorischen Fähigkeiten.
    Ich halte es für sehr wichtig, dass mal wieder jemand aus der Privatwirtschaft die Geschicke unserer Stadt leitet.

    Ich denke gerade im IT Bereich könnte er im Sinne der Bürger vieles in der Stadtverwaltung erreichen und diese endlich ins 21. Jahrhundert bringen.

  3. Ich unterstütze mit Freude die Kandidatur von Christian Buchen für das Amt des Bürgermeisters in Bergisch Gladbach, weil er nach bei den Menschen und innovativ ist. Er hat einen klaren Blick für das, was notwendig ist und hat einen klaren, verbindlichen Wertekodex! Er ist eine gute Wahl für die Zukunft.

  4. Es wäre schön, wenn man in der Auswahl eher auf politische Inhalte sowie Einstellung und Weitsicht und weniger auf das Lebensalter achten würde.

    Auch auf bundespolitischer Ebene werden merklich mehr jüngere Personen wahr genommen.

    In Nachbarstädten hat dies ja auch recht gut funktioniert. (Monheim)

    Auch ist es an der Zeit andere Wege zu gehen.
    Das können jüngere Kandidaten oft besser erkennen und müssen es ja auch (Lebens-) länger vertreten.