Allen Warnungen zum Trotz funktioniert der sogenannte Enkeltrick noch immer: Am Mittwoch gaben sich Betrüger bei einem betagten Ehepaar als Bekannte aus – und erhielten 76.000 Euro in bar.

Wie die Polizei berichtet erhielten die Senioren gegen elf Uhr einen Anruf von einer vermeintlichen Bekannten, die vorgab, sich ein Haus kaufen zu wollen und Geld für den Notar zu benötigen. Die Betrügerin teilte dem Ehepaar mit, dass eine Mitarbeiterin des Notariats das Geld abholen würde.

Eine Stunde später erschien eine Frau an der Wohnanschrift der 79-Jährigen Eheleute und nahm 50.000 Euro Bargeld entgegen. Kurze Zeit später rief die Betrügerin erneut an und teilte dem Paar mit, dass man mehr Geld für den Hauskauf benötige.

Die Unbekannte erschien zum zweiten Mal vor dem Haus der Senioren und erbeutete nochmals 26.000 Euro. Da die vermeintliche Bekannte dem Ehepaar glaubhaft machte, dass sie das Geld am Nachmittag wieder zurückbringen werde, schöpften die Senioren erst Verdacht, als dies nicht geschah.

Die Frau soll etwa 25 Jahre alt, circa 165 cm groß und von normaler Statur sein. Sie hatte einen leichten Bauchansatz (vermutlich schwanger) und trug ein weißes Tuch auf dem Kopf.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegen.

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1 Kommentar

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  1. Da läuft doch was schief: Hat man bei der Bank gepennt, als das Geld dort abgeholt wurde (der Automat spuckt doch wohl soviel nicht aus) und die Senioren nicht vorsichtig gefragt, was sie mit so viel Euronen wollen? Oder haben die alten Leutchen tatsächlich soviel Knete unter dem Kopfkissen, weil sie den Banken nicht trauen bzw. es keine Zinsen mehr gibt? Mit „Leichtgläubigkeit“ allein ist so etwas doch wohl nicht zu erklären.