Die Mahnwache in Heidkamp 2015 (Archivfoto)

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht laden Gewerkschaften und der Verband der Nazi-Verfolgten zu einer Mahnwache ein. Am Samstag an der Kirche St. Joseph in Heidkamp.

Schon seit 29 Jahren erinnert diese Mahnwache „Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit” in Bergisch Gladbach an die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 waren in deutschen Städten Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt und vernichtet worden. Damit was das Signal für die industrielle Massenvernichtung von Menschen jüdischer Herkunft gegeben.

Der 9. November sei auch eine Mahnung für die Gegenwart, denn Antisemitismus, Ausländerfeindlichkei und Rechtsextremismus seien noch lange nicht überwunden, heißt es in dem Aufruf. Das habe sich in den vergangenen Monaten erneut bestätigt.

Der geplante Anschlag auf die Synagoge in Halle sowie der Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke seien eine Mahnung, dass der Schatten der Vergangenheit immer noch auf der Gesellschaft lastet, schreiben die Veranstalter.

Der Titel der Mahnwache zeige, dass es um mehr gehe, als um eine reine Erinnerungskultur: „Aus der Vergangenheit lernen und Brücken in die Zukunft bauen. Es geht um ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in sozialer Gerechtigkeit.”

Die Mahnwache beginnt am 9. November um 11 Uhr, an der Kirche St. Joseph, Lerbacher Weg 2 in Heidkamp.

Die Eröffnung übernimmt Walborg Schröder für den VVN-BdA, dem nach eigenen Angaben „überparteilicher Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen”.

Danach sprechen

  • Vizebürgermeister Josef Willnecker (CDU),
  • Adnan Ljura, Integrationsrat
  • Falk Mikosch, Landessprecher der VVN-BdA NRW
  • Patrick Graf, DGB Rhein-Berg

Das Transparent gibt die Aufschrift der Gedenktafel zum ehemaligen Stella-Werk wieder. Archivfoto von 2015

Im Anschluss an die etwa einstündige Mahnwache findet ein kurzer Schweigemarsch zur Gedenktafel am ehemaligen Stella-Werk statt. Die Nationalsozialisten  hatten auf dem Gelände der Stella-Werke in Heidkamp ein wildes KZ betrieben, Menschen gefoltertet und in den Tod geschickt. Ausführliche Informationen zu den Stella-Werken finden sich auf der Website der Stadt.

Später am nachmittag finden am Holocaust Denkmal vor der Villa Zanders zwei weitere Gedenkveranstaltungen statt. Mehr Infos dazu finden Sie hier. 

(Hinweis der Redaktion: Wir hatten für die beiden Gedenken vor der Villa Zanders zunächst einen falschen Tag genannt, auch diese beiden Termine finden am Samstag statt, ab 17 Uhr!)

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Gegen Antisemitismus – in Vergangenheit und Gegenwart

„Fremdenfeindliche Stimmen im Keim ersticken”

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3 Kommentare

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  1. Wir hatten es korrigiert, aber zur Sicherheit noch einmal: alle drei Veranstaltungen, sowohl in Heidkamp als auch vor der Villa Zanders finden am Samstag statt! Sorry für die Verwirrung.

  2. @Gudrun Ignatius: muttu richtig gucken: …. am 9. November um 17 Uhr am Holocaust-Mahnmal im Park der Villa Zanders …… –> Mehr Infos dazu finden Sie hier.

    sind zwei getrennte Veranstaltungen!

  3. ist hier der Fehlerteufel am Werk?
    Wann findet die Gedenkstunde an der Villa Zanders statt?