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Für die Sicherheit der Radfahrer machen sich Polizei und ADFC gemeinsam stark: Bei der Aktion „Lichtblick” überprüften sie die Beleuchtung der Radler. Wer gut ausgerüstet war, wurde mit einer Tüte Brötchen belohnt.

Am frühen Morgen postierten sich  Beamte der Kreis-Polizei sowie Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. am Eingang der Fußgängerzone in Höhe des Driescher Kreisels, um den Radfahrenden zu helfen, dass ihnen ein Licht aufgeht.

Diejenigen, die sich trotz widriger Wetter- und Lichtverhältnisse umweltfreundlich auf ihre Räder geschwungen hatten,  wurden im eigenen Interesse über die Wichtigkeit einer funktionierenden Beleuchtung aufgeklärt. Die  meisten Radfahrerinnen und Radfahrer, die an diesem regnerischen Morgen von Polizei und ADFC angesprochen wurden, waren auf vorschriftsmäßig ausgestatteten Fahrrädern und Pedelecs unterwegs. Sie durften sich daher über eine Tüte Brötchen „als Belohnung“ freuen.

Beleuchtung: mangelhaft

Lediglich bei 18 Radfahrenden wurden Mängel an der Beleuchtung beanstandet. Diesen Radlern war teilweise nicht klar, dass zu einer vorschriftsmäßigen Beleuchtung – neben einem funktionierenden Scheinwerfer und einer Rückleuchte (inkl. Energieversorgung durch Batterie/Akku-/Seiten- od. Naben-Dynamo) – auch diverse Reflektoren gehören: jeweils ein Reflektor vorne (weiß) und hinten (rot), 4 gelbe Reflektoren an den Pedalen sowie jeweils 2 gelbe Speichenreflektoren an Vorder- und Hinterreifen oder alternativ seitliche Reflexstreifen.

Zwei Personen zogen mit dem Hinweis darauf, dass es doch schon hell genug sei –  recht widerwillig die ordnungsgemäß mitgeführte Batteriebeleuchtung aus ihren Taschen. Die freundliche Polizistin machte ihnen jedoch verständlich, dass bei herbstlichen Witterungsverhältnissen eine zusätzliche Absicherung durch Licht durchaus sinnvoll sei, ergänzt durch auffällige, reflektierende Kleidung. Erleuchtet setzten die Radler ihren Weg fort – jetzt gut sichtbar durch Fahrradlampen sowie eine weiße Sicherheitsweste, die der ADFC ebenfalls gratis verteilte.

Polizei drückt Augen zu – ADFC bringt Licht ins Dunkel

Im Rahmen der Aktion sahen die Freunde und Helfer der  Polizei von Erhebung von Bußgeldern in Höhe von 20 Euro für fehlende bzw. nicht betriebsbereite Beleuchtung und/oder fehlende bzw. nicht betriebsbereite Reflektoren ab. Der ADFC RheinBerg-Oberberg e.V. stellte sein Licht nicht unter den Scheffel, sondern befestigte es in Form kostenloser Fahrradlampen an den Lenkern der „Lichtsünder“.

Alle Beteiligten – Polizei – ADFC und Radfahrende –  zeigten sich sehr zufrieden mit der Aktion. Als echter „Lichtblick“ ist zu sehen,  dass erstaunlich viele Menschen zu früher Stunde – quasi bei Nacht und Nebel – mit dem Rad auf der Straße waren und im Gegensatz zu Erfahrungen in anderen Städten radelte die Mehrheit ordnungsgemäß beleuchtet und weithin gut sichtbar durch.

Der ADFC ist ein Verband von RadlerInnen, die das Ziel verfolgen, den Verkehr fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. Neben seinem Engagement für eine umweltbewusste und damit nachhaltige Mobilität berät der ADFC in allen Fragen rund ums Fahrrad. Eine Vielzahl von geführten Radtouren läßt...

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2 Kommentare

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  1. Schade, dass sich der ADFC für so eine Aktion nicht zu schade war. Eigentlich ist dort bekannt, dass mangelhafte Beleuchtung eigentlich nie der Grund für schwere Unfälle ist. Ich fahre sogar tagsüber mit Licht – Nabendynamo sei Dank. Meine ganze Familie ist so unterwegs. Trotzdem wird man “übersehen”. Es liegt nicht an der Sichtbarkeit, sondern an der mangelhaften Aufmerksamkeit der Autofahrenden. Aber um da anzusetzen, müsste die Polizei ja richtig arbeiten …

  2. Die Aktion fand ich sehr gut.
    Man hätte vielleicht an einem anderen Ort kontrollieren können.
    Richard Zanders str.
    Gegen 22Uhr.
    Jeden Abend täglich Radfahrer ohne Licht das ist schon normal