Schulpolitische Sprecherin der FDP, Annette Glaman

Die FDP Bergisch Gladbach hat ihren „kurzen Draht“ zum Schulministerium in Düsseldorf genutzt, um die wesentlichen Punkte des Medienentwicklungsplans für Schulen abzuklären. Aufgrund der Rückmeldung aus dem Haus von Schulministerin Yvonne Gebauer sieht die FDP hier Anpassungsbedarf.

Diesen hat sie in einem Antrag an den Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport zusammengefasst. Ziel des Antrags ist es, personelle und finanzielle Ressourcen optimal einzusetzen, Lehrkräfte nicht zu überfordern und technische Sonderwege zu vermeiden.

Im Entwurf wird der First-Level-Support (die technische Betreuung der digitalen Geräte) den Lehrkräften aufgetragen – mit einem langen Katalog an Aufgaben. Dafür soll jede Schule eine/n Medienbeauftragte/n benennen.

Das Ministerium meint: Die Verantwortung kann nicht auf die Lehrkräfte abgewälzt werden. Die Stadt muss – in Abstimmung mit dem Land – eine Lösung für den First-Level-Support entwickeln. Hierzu kann die Stadtverwaltung Geld aus dem Digitalpakt nutzen, um beispielsweise externe Dienstleister zu beauftragen. Lehrkräfte, die sich um einen defekten Drucker kümmern, können nicht gleichzeitig unterrichten.

Bei der Benennung der Aufgaben für Medienbeauftragte muss im Hinblick auf deren Schulung das Thema „Datenschutz“ in den Vordergrund gerückt und konkretisiert werden.

Nicht überraschend: Die vorgesehene Breitbandausstattung ist unzureichend. Die vorgesehenen 50 Mbit/s sind für weiterführende Schulen viel zu wenig, 100 Mbits/s sind das Mindestmaß. Für Grundschulen sind 50 Mbit/s erforderlich.

Ebenso unzureichend ist es, dass man in den Klassenräumen mit  mindestens vier Netzwerkanschlüsse (RJ45 – zwei Doppeldosen) auskommen soll. – Nötig sind hingegen mindestens 12 Anschlüsse oder noch besser: W-LAN

Zu kurz gesprungen auch der Standard bei den mobilen Endgeräten: Ein Gerät für 5 Schüler ist für weiterführende Schulen viel zu wenig. Hier ist das Verhältnis 1:1 anzustreben.

Bergisch Gladbacher Sonderwege bei der eingesetzten Lernplattform sind nicht sinnvoll: Nach Rücksprache mit dem Schulministerium ist eine einheitliche Plattform für alle Schulen ausdrücklich erwünscht. Dieses bereits eingeführte System namens „Logineo“ muss auch für den Bergisch Gladbacher Entwurf verbindlich sein.

„Im beruflichen und sozialen Alltag hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Es ist Aufgabe der Schulen, Schülerinnen und Schülern die Fertigkeiten für einen sinnvollen und sicheren Umgang mit digitalen Geräten und Medien zu vermitteln um sie für ihre Zukunft in der digitalen Welt fit zu machen.“, so die schulpolitische Sprecherin Annette Glamann. „Hier besteht für die Stadt als Schulträger zeitnah konkreter Handlungsbedarf, der nicht durch Vorbehalte oder halbherziges Vorgehen ausgebremst werden darf.“

Apropos „Digitalpakt“: Ausdrücklich (und erwartungsgemäß) weist man im Schulministerium darauf hin, dass die notwendige Bedingung für die Auszahlung finanzieller Mittel das Vorliegen eines technisch-pädagogischen Einsatzplans sei, basierend auf dem Medienentwicklungsplan. Die FDP möchte daher von der Verwaltung wissen, wie weit dieser Plan gediehen ist.

Hinweis der Redaktion: Den Medienentwicklungsplan finden Sie hier. 

FDP

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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