Auf dieser Wiese soll das neue Gebäude der PSK gebaut werden

Die Freien Wähler setzen sich für eine ganze andere Idee ein, um die Konflikte rund um die Erweiterung der Psychosomatischen Klinik zu lösen: Eine Verlagerung der gesamten Klink auf das Wachendorff-Gelände.

Um den Erhalt von Schlodderdeichs Wiese, den Verbleib der Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) in Gronau sowie die Erweiterungspläne der Psychosomatischen Klinik gibt es seit inzwischen mehreren Jahren Auseinandersetzungen zwischen den Trägern, der Stadt und der Bürgerinitiative Schlodderdeichs Wiese/Gronau.

Die Psychosomatische Klinik will eine Erweiterung auf der Grünfläche Schlodderdeichs Wiese mit einer Zuwegung durch die beiden Gebäudekomplexe der GWK. Die GWK befürchtet, falls es dazu kommt, den Verlust von 450 Arbeitsplätzen. Sie sieht durch den entstehenden Durchgangsverkehr eine Gefährdung des von ihr betreuten Personenkreises.

Die lokale Bürgerinitiative protestiert seit langem gegen eine Überbauung der dahinter liegenden Wiese und sieht die Gefahr, dass eine klimatisch wichtige Naturfläche unwiederbringlich zerstört wird.

B-Plan für Wachendorff-Gelände ändern

Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach FWG spricht sich für eine umfassende Lösungsmöglichkeit für Schlodderdich aus, die allen Beteiligten gerecht werden. So könnte die Naturfläche Schlodderdeichs Wiese erhalten bleiben, die Psychosomatische Klinik die notwendige Erweiterung bekommen und die GWK ihre Zuwegung zwischen den Gebäuden behalten.

Für das Gelände der ehemaligen Papierfabrik Wachendorff in Gronau ist im Bebauungsplan die Nutzung durch ein Altenheim sowie durch ein Parkhaus mit 250 Plätzen festgelegt. Dieser Bebauungsplan könnte so umgewidmet werden, dass dort ein Neubau der Psychosomatischen Klinik erfolgen kann.

Eine solche Absprache müsste mit dem aktuellen Investor, der kürzlich das Wachendorffgelände erworben hat, getroffen werden. Darüber hinaus ist dieser Vorschlag selbstverständlich auch mit der Psychosomatischen Klinik zu erörtern. Der Vorteil: Die Wachendorff-Fläche bietet durch ihre Größe auch in Zukunft ausreichende Standortsicherheit für die Klinik.

Parallel würde die Stadt die Straßenfläche zwischen den beiden Gebäudekomplexen der GWK veräußern. Sie kann dann weiterhin als Hol- und Bringparkplatz genutzt werden.

Das wiederum würde Schlodderdeichs Wiese als Naturfläche erhalten. Außerdem würde eine Renaturierung der Strunde im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ermöglicht. Schließlich kann die vorgesehene Radpendlerroute Richtung Köln in Angriff genommen werden. Ihre Trasse könnte südlich der GWK-Gebäude verlaufen.

Urbachs Vorschlag hat Nachteile

Der jüngste Lösungsvorschlag von Bürgermeister Urbach, die Zufahrt zur PSK auf der Fläche südlich des GWK-Verwaltungsgebäudes einzurichten, ist wegen der Nähe zur Strunde hingegen problematisch, zumal diese Fläche baumbestanden ist. Dies bedeutet eine weitere Versiegelung in Gewässernähe.

Im Stadtplanungsausschuss vom 4. Dezember d.J. wurde seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Idee der Verlagerung auf das Wachendorff-Gelände bereits ins Gespräch gebracht. Eine Diskussion darüber wurde vom Ausschussvorsitzenden Höring (CDU) aber abgelehnt, weil eine Zuständigkeit des Ausschusses nicht gegeben sei.

Das mag rechtlich stimmen, allerdings kommt der Stadt hier klar die Verantwortung zu, zu einer gangbaren Lösung beizutragen und entsprechende Gespäche zu führen. Darauf muss auch die Politik hinwirken. Die Stadt ist dies den Bürgern, dem Erhalt der Arbeitsplätze in der GWK und auch dem berechtigten Interesse der Standortsicherung der Psychosomatischen Klinik schuldig.

Insofern ist zu begrüßen, dass sich der Bürgermeister um Lösungsmöglichkeiten bemüht. Er sollte dabei aber auch den Vorschlag zur Umwidmung des Wachendorffgeländes ernsthaft mit den Beteiligten prüfen.

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1 Kommentar

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  1. Diese Idee haben die Grünen immer wieder in den Ausschüssen vorgetragen.
    Uns wurde beschieden, dass wir nur über die Aufstellung dieses B-Plans zu entscheiden hätten und nicht über einen möglichen alternativen Standort.
    Den müsste die Klink schon von sich aus vorschlagen.
    Die Klinikleitung war auch in unserer Fraktion und hat für Ihre Pläne geworben, dabei lehnten sie den Standort Wachendorff kategorisch ab. Dies wäre viel zu weit weg, würde die Idee der Zusammenlegung der 2 Klinkstandorte konterkarieren, denn dann hätte man ja wieder 2 Standorte.
    Bequemlichkeit (5min Fußweg für das Personal) soll also wieder Naturschutz schlagen.
    Von der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zum Schutz der Strunde und ihrer Ufer sind wir meilenweit entfernt.