Alle Geehrten sowie die Bürgermeister der Städte und Gemeinden mit Landrat Stephan Santelmann

Ob als Unternehmerin, Heimatforscher oder Vorleseoma: Für ihr besonderes Engagement seit mindestens zehn Jahren haben 23 Menschen jetzt die Ehrennadel in Gold des Rheinisch-Bergischen Kreises erhalten. Aus Bergisch Gladbach wurden Maria Miebach, Ursula Wintgens, Hans Peter Müller, Bernhard Ley und Michael Thelen geehrt.

Landrat Stephan Santelmann überreichte auch in diesem Jahr die Ehrennadel in Gold an engagierte Menschen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Insgesamt erhielten 23 Menschen aus den Städten und Gemeinden des Kreises die Auszeichnung.

Dabei brachten sie sich in vielen Bereichen ein: als Unterstützung für Seniorinnen und Senioren sowie Kinder und Jugendliche, im Einsatz für die kulturelle Vielfalt im Rheinisch-Bergischen Kreis oder im Sport, um nur einige Beispiele zu nennen. „Mit Ihrem Engagement setzen Sie sich für eine lebendige, offene und diverse Kultur und Gemeinschaft ein. Damit tragen Sie maßgeblich zu unserer Demokratie bei“, betont Landrat Stephan Santelmann.

Die geehrten Personen haben sich mindestens zehn Jahre lang kontinuierlich im Gebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises eingebracht. Sie engagieren sich mit viel Herz sowie unendlich viel Zeit und leisten einen Beitrag dazu, dass kulturelle Veranstaltungen oder sportliche Trainingseinheiten überhaupt erst stattfinden. Damit tragen die ehrenamtlich Engagierten zum Zusammenhalt innerhalb der Orte bei.

Mit diesem Engagement sind sie Vorbilder. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Landrat Stephan Santelmann den ehrenamtlich Engagierten neben der Ehrennadel in Gold eine Urkunde und den Rheinisch Bergischen Kalender 2020. An der Ehrungsveranstaltung nahmen auch die Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises, Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises sowie der Politik teil.

Die Namen aller Geehrten:

  • Bergisch Gladbach: Bernhard Ley, Maria Miebach, Hans Peter Müller, Michael Thelen, Ursula Wintgens
  • Burscheid: Cornelia Emmerich, Gisela Kupferschmidt, Manuel Machado, Christa Puppe, Gerhard Schauen
  • Kürten: Vincenzo Parente, Kathinka Pasveer, Suzanne Stephens-Janning
  • Leichlingen: Annemarie Ebert, Georg Klose
  • Odenthal: Jürgen Gnest, Claudia Orth
  • Overath: Helmut Krause, Maria Schlüter, Paul Wermelskirchen
  • Rösrath: Claudia Schmidt-Herterich
  • Wermelskirchen: Harald Röntgen, Dirk Stöcker

Im Folgenden finden Sie die Reden zur Ehrung der Bergisch GladbacherInnen. Alle anderen Reden können Sie auf der Webseite des Rheinisch-Bergischen Kreises nachlesen.

Maria Miebach

Maria Miebach liebt Bücher. Als Vorleseoma lässt sie die Kinder der Caritas Kindertagesstätte Ferrenberg an ihrer Leidenschaft teilhaben.

Eigentlich war das Vorleseprojekt für ein Jahr angesetzt. Doch Frau Miebach war den Kindern und Mitarbeiterinnen sehr ans Herz gewachsen, und so kommt sie nun seit zehn Jahren einmal wöchentlich zum Vorlesen in die Kita. Frau Miebach bringt den Kindern Bücher näher. Auch durch die Ausleihe von Büchern. Das hinterlässt einen bleibenden Eindruck: Manche Kinder forderten ihre Eltern schon zu einem Besuch in der Stadtbücherei auf.

Mit Geduld nimmt sich Maria Miebach den Kindern mit Migrationshintergrund an. Das Vorlesen in gemütlicher Runde trägt dazu bei, dass diese die deutsche Sprache leichter lernen.

Frau Miebach kommt nicht nur zum Vorlesen, sondern auch, wenn es etwas zu feiern gibt. Dann bringt sie selbst gebackenen Kuchen mit. Bei regelmäßigen Ausflügen in den Garten ihrer Vorleseoma lernen die Kinder viel über die Natur. Frau Miebach berichtet dann stolz und leidenschaftlich von ihren Gewächsen.

Auf die Vorleseoma Maria Miebach können sich die Kinder und Erzieherinnen zu jeder Zeit verlassen. Sogar ein Oberschenkelhalsbruch hielt sie nicht von ihrem Ehrenamt ab: Frau Miebach kam zwischen ihren Rehasport-Einheiten auf Krücken in die Kita.

Maria Miebach ist fester Bestandteil des Kita-Teams geworden und vor allem für die Kinder, die keine Oma haben, eine enorme Bereicherung. Deswegen überreichen wir ihr heute überaus gerne die Ehrennadel in Gold.

Ursula Wintgens

Ursula Wintgens ist Unternehmerin mit Herz. Sie ist Inhaberin des Rewe-Markts in Bensberg, der seit 20 Jahren besteht. Ihr Erfolgsmodell ist Mitarbeiterzufriedenheit und Kundennähe.

Mit ansteckend guter Laune, Tatkraft und Teamgeist hat sie das Unternehmen zum Erfolg geführt. Ihre Angestellten genießen das familiäre Umfeld und das ausgezeichnete Miteinander. Unter dem Motto „Hand in Hand – egal aus welchem Land“ beschäftigt Frau Wintgens 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zehn Nationen. Auch bei der Ausbildung gibt sie jungen Menschen mit Migrationshintergrund eine Chance.

Darüber hinaus unterstützt Frau Wintgens seit vielen Jahren Vereine und Organisationen in der Region. Gemäß ihrem Lebensmotto „Geben gibt“ sammelt sie regelmäßig Spenden für Kindergärten und -heime, Senioreneinrichtungen oder Flüchtlingsunterkünfte und unterstützt jedes Jahr soziale Projekte.

Mit kreativen Aktionen unterstützt sie Projekte und Institutionen wie das Heilpädagogische Kinderheim Bensberg, die Tafel in Bergisch Gladbach, das Bensberger Hospizzentrum oder die Vereine TuS Moitzfeld und FC Bensberg – um nur einige zu nennen.

Mit ihrem Ideenreichtum und ihrer zupackenden Art ist Frau Wintgens für viele Menschen eine wichtige Stütze. Dafür zeichnen wir sie heute aus.

Hans Peter Müller

Liebe Damen und Herren, die wichtige Arbeit von Heimatforschern fördert das Geschichtsverständnis und stärkt das Heimatgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Mit Hans Peter Müller haben wir heute einen außerordentlich engagierten Heimatkundler bei uns. Er taucht in Archive ein, sichtet private Nachlässe oder führt Interviews – in akribischer Arbeit sammelt er umfangreiche historische Informationen über Refrath.

Seit 1990 ist Hans Peter Müller Mitglied des Bürger- und Heimatvereins Refrath. Fast ein Jahrzehnt, von 2008 bis 2017, war er 1. Vorsitzender. Das Refrather Archiv betreut er auch heute noch.

Hans Peter Müller hat nicht nur Wissen über den Ort gesammelt, sondern auch großartig zu dessen Vermittlung beigetragen. Über 40 Infotafeln und einige Bücher und Broschüren haben ihm die Refrather zu verdanken. Und auch die Kleinsten begeistert er mit seinem Buch „Unser Refrath für kleine und große Kinder“ für die Heimat.

Bei Führungen in Refrath und Bergisch Gladbach vermittelt er zudem anschaulich und informativ regionale Besonderheiten. Was wäre ein Ort ohne seine historischen Denkmäler, die an vergangene Zeiten erinnern? Als Heimat- und Geschichtsliebhaber setzt sich Hans Peter Müller in Refrath auch für den Erhalt und die Pflege örtlicher Denkmäler ein. Zu seinen Schützlingen zählen zum Beispiel die Motte Kippekausen, die Außenanlage der St. Johann Baptist Kirche und die Refrather Wegekreuze.

Herr Müller, Sie haben sich die Ehrennadel mit ihrem großartigen Engagement für Refrath wirklich verdient. Vielen Dank!

Bernhard Ley

Bernhard Ley hat sich im besonderen Maße in der Jugendförderung im Sport verdient gemacht. 1969 ist er dem Tischtennisclub  Bärbroich 1958 e.V. beigetreten. Dort trainierte er zunächst verschiedene Jugendgruppen. Später engagierte er sich sehr aktiv auch im Jugendvorstand. Seit gut 25 Jahren ist er nun der Vorsitzende des Vereins und hat sich die Jugendarbeit auf die Fahne geschrieben.

Mit seiner offenen und ausgleichenden Art kann er alle, besonders die Jugend, für Tischtennis und Bewegung begeistern. Immer hat er neue Ideen, um den Verein weiterzuentwickeln oder neue Mitglieder zu gewinnen. Das beweisen auch die Mitgliederzahlen des Vereins, die auf einem konstant hohen Niveau sind.

Auch andere Dinge hat er erfolgreich mitgetragen. Ein „Mammutprojekt“ war der mit großem Aufwand verbundene Umzug des Vereinshauses nach Herkenrath. Mit seiner überzeugenden Art gewann er für den Umzug schnell viele Unterstützer bei der Stadt Bergisch Gladbach und in Herkenrath.

Er unterstützte auch die Gründung eines Tischtennisteams, das geflüchteten Menschen in Herkenrath Einblick in den Sport geben soll. Der TTC Bärbroich wurde zudem als erster Sportverein im Bergisch Gladbach für seine Mitgliedschaft im Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport ausgezeichnet.

Mit der Überreichung der Ehrennadel möchte ich mich heute bei Ihnen, Herr Ley, für Ihr großartiges Engagement bedanken.

Michael Thelen

Im Bereich der Jugendförderung hat sich auch Michael Thelen besonders verdient gemacht. Seit 33 Jahren ist er im Bensberger Vereinsfußball aktiv. 1986 begann er damit, verschiedene Jugendmannschaften von „Fortuna Bensberg“ zu trainieren. Als einer, der sich immer für den Verein einsetzte, wirkte er bei der Fusion von „Fortuna Bensberg“ und dem „Bensberger FV 1921 e.V.“ mit.

Von 2002 bis 2004 war Michael Thelen Abteilungsleiter im Seniorenfußball. Gleichzeitig war er Trainer der 1. Mannschaft des neuen Vereins „FC Bensberg 2002 e.V.“. Von 2004 bis 2006 war er 2. Vorsitzender des Vereins. Seit 2006 – nun bereits seit 14 Jahren – ist er dessen 1. Vorsitzender. Unter seiner Regie wurde das alte Waldstadion zu einem modernen Kunstrasenplatz umgewandelt und das neue Clubheim gebaut.

Mit großer Sorgfalt kümmert er sich zudem um die Personal- und Finanzfragen des Vereins – um nur einige Beispiele seiner Arbeit zu nennen.

Mit seinem großartigen Engagement trägt er wesentlich zu einem attraktiven Freizeit- und Sportangebot in Bensberg bei. Viele Kinder und Jugendliche haben im FC Bensberg eine sportliche Heimat gefunden.

Lieber Herr Thelen, durch Ihr von hohem persönlichem Einsatz geprägtem Engagement verdienen Sie diese Auszeichnung.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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