Haben Sie schon einmal vom Taufbecken aus an die Decke der Herz Jesu Kirche geblickt? Sind Ihnen der Fisch am Türgriff oder die Bienen am Tabernakel aufgefallen? Leicht zu übersehende Details wie diese zeigt die Foto-Ausstellung im Himmel un Ääd.

Die zweite Veranstaltung der Schildgener „Böhm-Geburtstags-Reihe“ ist – nach der Filmvorführung „Die Böhms –  Architektur einer Familie“ – nun die Böhm-Fotoausstellung im Himmel un Ääd. Sie zeigt Bilder der Fotogruppe um Karl-Josef Gramann von der Evangelischen Begegnungsstätte Hand/Paffrath und ist zu sehen bis zum 28. März. 

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Die Fotografen: „Unter Leitung von Karl-Josef Gramann treffen sich regelmäßig Antje Gruber, Monika Trouvain, Rainer Kirst und Hartmut Herrmann. Im vergangenen Frühjahr haben wir uns die Bauwerke der ‚Böhm-Architekten-Dynastie‘ als Schwerpunkt unserer Fototreffen gewählt. Je länger wir uns mit diesem Thema befassen, umso mehr begeistert uns der ‚Böhm´sche Baustil‘. Eine Besonderheit für uns war es, die kleinen Details zu entdecken, die dem Betrachter nicht gleich ins Auge fallen, wie z.B. die Bienen, Rosen und Schlangen“.

2007 wurde die Herz Jesu Kirche unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung hieß es: „(Sie) gehört zu den beeindruckendsten sakralen Bauwerken der Nachkriegszeit in Deutschland und weit darüber hinaus.“

Im Interview mit Bürgerportal-Reporterin Laura Geyer im Herbst 2019 sagte Böhm selbst: „Sie (die Herz Jesu Kirche Schildgen) ist mir eine der liebsten. Ich habe viele andere Dinge gebaut, die mich nicht so faszinieren.“

Anlässlich des 100. Geburtstages von Gottfried Böhm am 23. Januar 2020 zeigt die  Ausstellung Fotos der Schildgener Herz Jesu Kirche und seiner anderen herausragenden Bauwerke in Bergisch Gladbach – Kinder- und Jugenddorf Bethanien in Refrath, Rathaus Bensberg, Bergischer Löwe – sowie einige seiner über 70 Sakralbauten wie zum Beispiel die Wallfahrtskirche in Neviges: Maria, Königin des Friedens.

Bereits 1986 erhielt Böhm als erster – und bis 2015 einziger – Deutscher den „Nobelpreis der Architektur“, den Pritzker-Preis. Nach der Begrüßung durch Achim Rieks vom Begegnungscafé Himmel un Ääd erläutern Karl-Josef Gramann und Antje Gruber, die Gottfried Böhm schon während ihres Architektur Studiums kennengelernt hat, die Fotos, deren Entstehung und geben interessante Hintergrundinfos.

Antje Gruber: „Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass ich mit Zeit-Zeugen ins Gespräch gekommen bin, die mir erzählt haben, wie sie die Entstehung der Bauten erlebt haben.“ 

Entstanden ist eine Ausstellung mit wunderschönen Aufnahmen der Herz Jesu Kirche, mit liebevollen Details und teilweise auch ungewöhnlichen Perspektiven.

Türgriff an der Herz Jesu Kirche
Decke in Herz Jesu

Überrascht und erfreut waren die Fotografen über die vielen Besucher – das Café war voll besetzt – und insbesondere auch über das große Interesse an den  Bildern. 

Ein Besucher: „In anheimelnder Runde erfuhren engagierte Gäste durch einen persönlich fachlichen Bericht von Antje Gruber, die Gottfried Böhm als Professor zu ihren Studienzeiten in Aachen erlebt hatte, aufschlussreiche und erklärende Hintergründe zu den Ideen, aus denen Böhm seine Bauten geplant und errichtet hat. Dadurch entwickelte sich eine Vertrautheit zu den Fotografien, die die Vernissage für mich zu einem besonderen Erlebnis machte und nachhaltig in Erinnerung bleibt. Herzlichen Dank den Organisatoren und Fotografen.“

Save the date:

Weiter geht’s am Freitag, 6. März, 19.30 Uhr, im Pfarrsaal Herz Jesu mit einem Gesprächsabend mit Paul Böhm und anderen – moderieren wird Bürgerportal-Reporterin Laura Geyer, die letzten Herbst für die Serie „Schildgen wie es war“ mit Gottfried Böhm sprechen konnte.

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Himmel un Ääd

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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