Befremdet reagieren die Grünen auf den Vorschlag des Bürgermeister-Kandidaten der CDU: Angesichts maroder Schulen, Verkehrskollaps und Klimawandel offenbare seine Forderung nach mehr Mülleimern, dass sein Kompass nicht richtig ausgerichtet sei.

Marode Schulen und Verwaltungsgebäude. Von Autos überquellende Straßen. Die längst auch an der Strunde spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. 

Mit seinen Forderungen nach mehr Mülleimern offenbart Herr Buchen, dass sein Kompass nicht im Ansatz auf die wirklichen Herausforderungen unserer Stadt ausgerichtet ist.

Wir GRÜNE kämpfen dafür, Bergisch Gladbach auf die Herausforderungen der Zukunft ausrichten. Aktivem Eintreten und Mitanpacken für eine saubere und lebenswerte Umwelt kommt dabei ein zentraler Stellenwert zu. Wir streiten für die saubere Umsetzung von Konzepten, die Bergisch Gladbach auf den Kurs der  Nachhaltigkeit bringen: Eine saubere Abgrenzung gegen Rechts, saubere Energie, saubere Schulen, saubere Mobilität.

Erst eine Woche ist es her, dass ein 65-jähriger Fahrradfahrer in Schildgen von einem LKW überrollt wurde. Wie wir GRÜNE beklagt der ADFC, dass alle Vorschläge für eine sichere Radinfrastruktur von der Stadtverwaltung schon viel zu lange ausgebremst werden. Dass Herr Buchen sich vor diesem Hintergrund nun mit Forderungen nach dem regelmäßigen Säubern von Straßen und Straßenrändern zitieren lässt, spricht für sich.

Wir GRÜNE sehen die Lage der wichtigen Herausforderungen für Bergisch Gladbach deutlich anders.

Wir setzen uns dafür ein Müll zu vermeiden, statt Müll zu sammeln.

Autoverkehr in unserer Stadt zu beruhigen, statt immer neue Straßen zu bauen.

Mit den Bürger*innen Bergisch Gladbach im globalen Großen und Ganzen zu betrachten, statt nur den Steinvorgarten von nebenan.

Das gemeinsame und mutige Anpacken der Ursachen von Problemen ist unser Ziel, nicht das bekämpfen von Symptomen! Bergisch Gladbach verdient einen besseren Kompass.

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6 Kommentare

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  1. Guten Abend Herr Schlösser,

    zunächst freut es mich, von Ihren weiteren persönlichen Ansichten (und natürlich auch denen von Herrn Kockmann…) zu lesen. Zudem werfen Sie eingangs tatsächlich eine zentrale Frage auf: Wie können Ziele in diese Richtung (also Klima- und Naturschutz, stärkerer ÖPNV, weniger PKW und ein besseres Fahrradwegenetz) in GL erreicht werden?

    Nun können Impulse von Einzelpersonen ja durchaus relevante Punkte betonen und diesen im besten Fall ein höheres Gewicht verleihen – in der Ausrichtung der Stadtpolitik sind nun aber doch überwiegend die Programme der Parteien (die Wahlprogramme versprechen spannende Lektüre) leitend. Gleichzeitig stellt sich mir nun aber auch die Frage, ob nicht auch Sie in Ihren persönlichen Ansichten von der CDU – nun ja – mitunter enttäuscht sein müssten?

    Ideen zur Weiterentwicklung Bergisch Gladbachs in Sachen Mobilität wurden im Juni 2016 mit Beschluss des „Mobilitätskonzepts Bergisch Gladbach 2030“ zur Umsetzung an die CDU-geführte Stadtverwaltung überwiesen. Diese scheint dem Thema jedoch bis heute keine besondere Relevanz beizumessen – eine „umfassende Verbesserung der Gesamtmobilität in der Stadt“, für welche das Konzept die Grundlage schaffen sollte, ist nun sicherlich nicht im Ansatz erreicht worden.

    Weiter halten auch Sie es für wünschenswert, dass „an der Quelle des Verpackungswahns angesetzt wird“. Ideen für entsprechende Ansatzpunkte scheinen von der Ratsmehrheit in Bergisch Gladbach in den vergangenen Jahren jedoch nicht erdacht worden zu sein.

    Was hat die CDU also in den vergangenen Jahren davon abgehalten, politisch beschlossene Anträge und Konzepte zur Umsetzung zu bringen – oder aber an Ursachen, statt (mit Mülleimern) an Symptomen anzusetzen?

    Abschließend noch eine Anmerkung: Den einleitenden Satz ihres ersten Beitrags („(…) dass den Bündnisgrünen offenbar die mangelhafte Sauberkeit der Stadt schnuppe ist“) würde ich persönlich nun nicht als das beste Beispiel redlicher politischer Auseinandersetzung empfehlen…

    P.S. Ich begrüße es sehr, dass auch Parteimitglieder eine Meinung haben und diese äußern ;)

  2. Wenn Herr Tischmacher der Überzeugung ist, als Mitglied einer Partei oder Organisation hat „man“ keine eigene Meinung mehr, dann kann ihm niemand helfen. Ich jedenfalls habe meine eigene Meinung noch und werde sie auch immer da wo es sinnvoll und richtig ist äußern!

  3. Guten Tag, Herr Tischmacher,

    Auch ich bin ein Freund der Natur, bin für Klimaschutz, für eine Reduzierung der PKW-Nutzung, für den Ausbau des ÖPNV, für die Sanierung unsere Schulen, für ein besseres Farradwegenetz in unserer Stadt. Gleichwohl finde ich die Frage von zentraler Bedeutung: Wie können Ziele in diese Richtung erreicht werden?

    Ein paar Hinweise in der Sache:
    Dank CDU und Bündnisgrünen auf Kreisebene wurde in der Vergangenheit der ÖPNV durch Taktverdichtungen deutlich ausgebaut! Dieser Prozess hält an. Auch die Umrüstung der Busflotte auf wasserstoffgetriebene Fahrzeuge ist erfolgreich gestartet.

    Die Forderung nach einem Sanierungsprogramm der Schulen, mit der die Ampel-Parteien derzeit unterwegs sind, soll vermutlich
    so rüberkommem, als wäre da in der neunten Ratsperiode nichts geschehen (wobei doch hier die SPD bis vor einigen Monaten tatkräftige Mitgestalterin war). Das Gegenteil ist richtig:

    Neben der Grundsanierung des Otto-Hahn-Schulzentrums (bald abgeschlossen) und des NCG (vor dem Start) sind auch zahlreiche Grund- und Hauptschulen, Turn- und Sportstätten repariert und saniert worden. Mehr ist stets wünschenswert! Ebenso für den Bau der erfolgreichen Radstation (anfangs von vielen als Flop eingestuft) hatte sich die CDU-Fraktion eingesetzt.

    Ich empfinde es als unredlich, wenn nach der Darstellung eines Einzelthemas (Sauberkeit) der große Rundumschlag entgegengesetzt wird – nach dem Motto “Herr Buchen will mehr Abfalltonnen – er erkennt aber die Zeichen der Zeit nicht; nur wir sehen sie!”. Das ist ein absolut unredlicher Stil. Christian Buchen weiß aus seiner langen kommunalpolitischen Erfahrung und als Bergisch Gladbacher sehr wohl, wo der Schuh drückt. Er kennt die Fülle an Aufgaben – in einer Zeit, die von vielen unterschiedlichen bis widersprüchlichen Erwartungshaltungen geprägt ist.

  4. Dass die beiden CDU-Kommentatoren Kockmann und Schlösser diesen Beitrag der Grünen so lesen, wie sie ihn lesen, sagt nun mehr über die Kommentatoren, als über den Beitrag der Grünen.

    Wir alle erleben doch im Alltag, dass Bergisch Gladbach an vielen Stellen vor wirklichen Herausforderungen steht: der maorde Zustand zu vieler öffentlicher Gebäude, der schlimme Zustand hiesiger Wälder, im Straßenverkehr viel zu oft lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzte Radfahrer*innen.

    Wolfgang Schäuble sprach jüngst von “Herausforderungen, die uns die Verletzlichkeit der uns vertrauten Welt spüren lassen und die neben Besonnenheit entschlossenes politisches Handeln fordern”.

    Warum die lokale CDU nun gerade das Thema Müll politisch in den Mittelpunkt stellt, wo sie doch seit gefühlt Jahrzehnten alle städtischen Hebel zur Verbesserung der Situation in Händen hält, lässt mich dann doch irgendwie ratlos zurück.

  5. Schon seltsam, dass den Bündnisgrünen offenbar die mangelhafte Sauberkeit der Stadt schnuppe ist.

    Die Wegwerfmentalität ist bei uns ein Riesenproblem. Das kann ich beurteilen, weil ich seit zwei Jahren einer Freiwilligen-Gruppe angehöre, die regelmäßig Müll in den Stadtteilen sammelt. Da kommt leider stets eine Menge zusammen. Es ist deshalb absolut berechtigt und richtig, dass Christian Buchen hier ganz konkret ansetzt und Lösungen aufzeigt.

    So rasch werden die GL-Grünen den Wegwerf-Dreck aller Art nicht durch eine Politik der Grundsatz-Ankündigungen beseitigen. Natürlich ist es wünschenswert, wenn an der Quelle des Verpackungswahns angesetzt wird. Aber weggeworfene Plastiktüten und anderer Müll werden uns noch lange beschäftigen.

    Das ständige Anprangern und Klagen löst kein einziges Problem. Sagen Sie doch klipp und klar, wie Sie die Dinge verbessern wollen! Das ist dann messbar. Wer immer und immer wieder nur die Mängel auflistet und die Ist-Zustände anprangert, drückt sich vor klaren Sachaussagen.

    Christan Buchen und die CDU gehen da einen erkennbar anderen Weg.

  6. Diejenigen – egal welcher Coleur – die das „anprangern“ sollten sich – speziell an den Wochenenden – einmal die Müllsituation – speziell neben den viel zu kleinen Müllbehältern – in der Innenstadt oder anderen Brennpunkten ansehen. Sauberkeit fängt im Kleinen an! Auch eine saubere Stadt ist zukunftsweisend. Das ist schnell umzusetzen und vor allen Dingen mit realisierbaren Kosten. Die CDU hat hohe Investitionen in Schulen eingeleitet, auch wenn der Eine oder Andere das noch nicht bemerkt hat oder nicht bemerken will – oder sind das einfach Aussagen nur um Negatives zu melden?